Eiterfeld. In den vergangenen Jahren ist an der Lichtbergschule baulich eine Menge passiert. Dies war nicht nur dem Umstand geschuldet, dass sich die Schülerzahlen positiv verändert haben, oder Unterhaltungsarbeiten an den Schulgebäuden notwendig wurden. Bauliche Veränderungen sind immer auch Voraussetzung für eine inhaltliche Weiterentwick-lung von Schule. So wurde an der Lichtbergschule im Zuge der pädagogischen Mittagsbe-treuung eine Cafeteria eingerichtet.
Von den Veränderungen im äußeren Erscheinungsbild sticht am markantesten die Erweite-rung der Schulturnhalle um ein drittes Spielfeld ins Auge, wie der Stellvertretende Schulleiter Helmuth Herbst bei der Begrüßung der Gäste des Richtfests für diese jüngste Baumaßnahme an der Lichtbergschule – unter ihnen Landrat Bernd Woide, Bundestagsabgeordneter Michael Brand, Bürgermeister Hermann-Josef Scheich und Kreistagsvorsitzender Franz Rupprecht – feststellte.
Woide: „Viele schöne Berufe im Handwerk“- Landrat Woide wertete die rege Bautätigkeit über mehrere Jahre hinweg als Bestätigung, dass der Landkreis seinen eher am Rand gelegenen Schulen einen hohen Stellenwert bei-messe. Die aktuellen Konjunkturprogramme von Bund und Land hätten es ermöglicht, die Lichtbergschule räumlich besser auszustatten und den Betrieben in der Region Arbeit zu geben. Für die Schüler könnten die laufenden Bauarbeiten eine Anregung darstellen, dass das Handwerk viele schöne Berufe biete.
Im konkreten Fall wird das dritte Spielfeld an das bestehende Gebäude angebaut. Auch er-hält die Schulturnhalle im Zuge der Baumaßnahme ein neues Dach. Darüber hinaus werden die alten Umkleide- und Duschräume saniert, die Außenwände mit einem Vollwärmeschutz versehen und die alten Fenster erneuert. Insgesamt entstehen durch den Anbau 4.670 Kubikmeter umbauter Raum, die Nutzfläche beträgt 368 Quadratmeter. Die Kostenschätzung beläuft sich ohne Einrichtung auf 1,5 Millionen Euro. Je nach Witterungsverlauf ist mit der Übergabe im März 2010 zu rechnen.
„Besondere logistische Herausforderung“ – Bundestagsabgeordneter Brand unterstrich, dass einschließlich der Baumaßnahme an der Lichtbergschule über 40 Millionen Euro an Bundesmitteln zur Überbrückung der Wirtschaftskrise in die Region geflossen seien. „Das Geld aus Berlin kommt an, weil es in unsere Kinder investiert wird.“ Bürgermeister Scheich erhofft sich vom dritten Spielfeld Impulse auch für den Vereinssport in Eiterfeld und erinnerte an gemeindliche Investitionen von 1,2 Millionen Euro im Umfeld der Lichtbergschule.
Im Anschluss an den Richtspruch von Zimmermann Martin Quinkler, Nüsttal-Haselstein, gab Architekt Stephan Möller, Petersberg-Steinau, einen Einblick in die Baumaßnahme, die besondere logistische Herausforderung stelle. Teilweise seien bis zu fünf Baukräne gleichzeitig im Einsatz gewesen. Auch hätten die Binder wegen ihres hohen Gewichts auf der Baustelle gefertigt werden müssen. Das Richtfest wurde vom Schulorchester der Lichtbergschule unter Leitung von Winfried Möller umrahmt.