Fulda. Präventiver Kinder- und Jugendschutz wird in Fulda groß geschrieben. „Uns ist dieses Thema ein wichtiges und besonderes Anliegen“, betonen einhellig Fuldas Verwaltungschef Gerhard Möller und Sozialdezernent Dr. Wolfgang Dippel. „Mögliche Problemfelder müssen erkannt, analysiert und es muss entsprechend gegengesteuert werden“. So führte die Stadt in diesem Jahr beispielsweise verschiedene Projekte durch, die vor allem Kinder und Jugendliche auf das Thema Alkoholmissbrauch hinweisen sollen.
Mit „Saftwerk“ haben sich die Ideengeber zum Ziel gesetzt, eine Alternative zum Alkohol anzubieten, in der ausschließlich alkoholfreie Cocktails ausgegeben werden. Zudem soll ein Gespräch mit den Besuchern der Cocktailbar gesucht werden, um über die negativen Folgen von übermäßigen Alkoholkonsum zu informieren. Die Buchung der mobilen Cocktailbar ist für die eigene Veranstaltung kostenfrei. Allerdings werden die Einnahmen zur Weiterfinanzierung des Projekts genutzt. Der Cocktail-Wagen kann auf verschiedene Veranstaltungen in Stadt und Landkreis Fulda eingesetzt werden.
Alkoholfreie Beachparty – Eine Beachparty ohne Alkohol: Man glaubt es kaum. Verschiedene Träger und Organisationen haben im Juli ein Projekt durchgeführt, auf der gezielt eine Party für unter 16 Jährige stattgefunden hat. Neben Musik und einem Auftritt einer Band, gab es wie Kanu fahren oder Wasserball spielen. So wurde mit vielen Jugendlichen kräftig gefeiert und schnell war die Erkenntnis da, dass eine schöne Party auch ohne Alkohol stattfinden kann. Bei der Beachparty war auch das Team des „Saftwerks“ im Einsatz.
Weitere Aktionen – Neben der mobilen Cocktailbar „Saftwerk“ gibt es noch weitere Präventionsmaßnahmen. „Wir bieten unter anderem einen Flyer an, der jugendschutzrechtliche Bestimmungen in einem kurzen Überblick darstellt“, berichtet Dippel. Dieser soll gezielt an Veranstalter herausgegeben werden. Um auf die gesundheitlichen Gefahren von Alkoholmissbrauch hinzuweisen, wurde ein Postkarten-Gestaltungs-Wettbewerb für Schüler gestartet. Auf dem sollten die Auswirkungen von Alkoholmissbrauch sichtbar gemacht werden. Außerdem ist auf Jugendfreizeiten der Jugendschutz bei den Betreuern ständig ein Hauptthema. Drei Vorbereitungsseminaren haben sich thematisch damit beschäftigt. Diese Beispiele zeigen, wie Vielfältig die städtischen Möglichkeiten sind, Jugendliche auf geeignete Weise anzusprechen, betonen Fuldas Oberbürgermeister und Bürgermeister Dr. Dippel.

