Fulda. Rhöner Produkte sind offenbar zunehmend für den regionalen Gastronomie-Großhandel interessant. Das wurde auf der Fachmesse für Gastronomie, Hotellerie und Großverbraucher GV & Gast in Fulda deutlich, die das Großhandelsunternehmen Wehner Groma mit Sitz in Fulda veranstaltete. Die Dachmarke Rhön warb hier intensiv für regionale Produkte. Die stellvertretende Geschäftsführerin der Dachmarke Rhön GmbH, Hannelore Rundell, kam am Messestand mit vielen Besuchern ins Gespräch, darunter in erster Linie mit Gastronomen.
Knapp 140 Aussteller aus ganz Deutschland und dem Ausland präsentierten in Fulda ihre Neuheiten und Trends. Die Dachmarke Rhön beteiligte sich sogar als Partner der Messe. „Das Großhandelsunternehmen Groma hatte uns vorgeschlagen, an dieser Fachmesse teilzunehmen. Groma will den bereits vorhandenen regionalen Warenanteil in seinem Sortiment erhöhen“, sagt Rundell. „Dieses Angebot haben wir genutzt, denn auf der GV & Gast haben wir direkten Kontakt mit Gastronomen und können ihnen zeigen, dass es möglich ist, Rhöner Produkte bei Groma zu kaufen“, ergänzt sie. Es sei eine Tatsache, dass die Gastronomie und Hotellerie aus logistischen Gründen sehr gerne beim Großhandel einkauft; andererseits aber auch den Kundenwunsch nach Produkten mit regionaler Herkunft befriedigen möchte. „Deshalb ist die Listung Rhöner Produkte beim regionalen Großhandel eine gute Möglichkeit, den Ansprüchen der Gastronomie gerecht zu werden“, unterstreicht Hannelore Rundell.
Zurzeit sind bereits Getränke der Mineralbrunnen Förstina und Rhönsprudel, der Will-Bräu, der Rother Bräu sowie der Peter Bräu bei Groma zu bekommen. Das Antoniusheim in Fulda liefert Kartoffeln an den Großhändler. Hinzu kommen Rhönforellen aus Gersfeld, Frankenwein aus Hammelburg, Nudeln aus Hofbieber, Brot aus Poppenhausen, Wurstprodukte aus Großenlüder sowie die Getränkevielfalt von Bionade. Ein Teil dieser Produzenten ist bereits Partnerbetrieb der Dachmarke Rhön. Weiteres Potential sieht Hannelore Rundell unter anderem bei Fleisch, Eiern und Bränden aus Franken.
„Es ist unser Ziel, die regionale Produktvielfalt bei Groma zu erhöhen. Das würde es manchen Gastwirten erleichtern, die Kriterien der Dachmarke Rhön zu erfüllen, weil sie so auf dem gewohnten Weg an ein Bündel von Produkten aus der Region herankommen, ohne bei den jeweiligen Produzenten einzeln einkaufen zu müssen“, hebt die stellvertretende Geschäftsführerin der Dachmarke Rhön GmbH hervor. Mit der Resonanz auf der GV & Gast ist sie sehr zufrieden: „Wir sind hier mit dem richtigen Klientel ins Gespräch gekommen – mit Gastwirten, Inhabern von Partyservices sowie Betreibern von Großküchen.“
Einer der Besucher am Messestand der Dachmarke Rhön war Rainer Vogel aus Masbach-Poppenlauer im Landkreis Bad Kissingen, der bereits seit 2006 mit seinem Partyservice Partnerbetrieb der Dachmarke Rhön ist. „Die Dachmarke Rhön wird bei meinen Kunden zunehmend wahrgenommen. Sie fragen ganz gezielt danach, wo ich beispielsweise mein Fleisch her beziehe“, sagt Vogel. Hoch im Kurs stehe Rindfleisch, Lamm und Wild aus der Region. Auch heimische Kartoffeln seien gefragt. „Fest steht natürlich, dass man aus der Region nicht immer alles zu jeder Zeit bekommt. Aber das muss auch nicht sein, denn zu jeder Saison gibt es eine gewisse Vielfalt, auf die man ausweichen kann.“ Den Weg der Dachmarke Rhön, zunehmend regionale Produkte über den Gastronomie-Großhandel zu vermarkten, begrüßt der Unternehmer.