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Bundestagsabgeordneter Michael Brand besucht den Mittelstand Stipvisite beim Palettenbau Krenzer und der Bäckerei Pappert

090923_marzena4Poppenhausen. Den Besuch beim Ersten Spatenstich für den neubau der Kinderkrippe in Poppenhausen nutzte der Bundestagsabgeordnete, um zwei Betrieben des gewerblichen Mittelstandes einen Kurzbesuch abzustatten. Zunächst führte ihn der Weg nach Abtsroda zur Fa. Aloysius Krenzer KG, dem größten Palettenhersteller Europas. Auf etwa 10 ha Betriebsfläche arbeiten hier ca. 330 Mitarbeiter. Im Gespräch mit den vier Geschwistern im Unternehmen, Werner, Rudolf und Gregor Krenzer und Marga Stumpf sowie Bürgermeister Manfred Helfrich und dem Ersten beigeordneten Hans-Jörg Hauke wurde die aktuelle Lage des Unternehmens dargestellt. Die Themen waren die Auswirkungen der Wirtschaftskrise, Umsatzrückgänge, der gestiegene Holzpreis, die Ertragslage, die Lkw-Maut (Die Fa. Krenzer zahlt beispielsweise monatlich 80.000.-€ Maut), das zulässige Gesamtgewicht der Transportfahrzeuge, etc.).

Die Marktlage sei schwierig, doch habe sich die zu Beginn des Jahres eingebrochene Nachfrage wieder verbessert. Die Umsatzzahlen hätten zwar wieder ein gutes Niveau erreicht, allerdings könne der gestiegene Rohholzpreis bei dem fertigen Produkt Palette nicht an den Abnehmer weitergegeben werden. Daher habe sich die Ertragslage verschlechtert. Doch das Unternehmen mit weiteren Standorten in Biebergemünd-Kassel (Main-Kinzig-Kreis) sowie in Dorndorf (Thüringen) seit insgesamt gut aufgestellt. „Jeden Tag müsse mit geschlossener Mannschaft gekämpft werden aber ich hoffe, dass wir mit unseren hochwertigen Produkten als zuverlässiger Partner auf dem Markt bestehen werden“, so der geschäftsführende Gesellschafter Werner Krenzer. Bundestagsabgeordneter Michael Brand nahm interessiert die Probleme der Branche zur Kenntnis und will diese bei entsprechenden Beratungen im Deutschen Bundestag einfließen lassen.

Bei Papperts´s Bäckerei wurden die Politiker von Geschäftsführer Bernd Pappert und dem Produktionsleiter Michael Kaufmann erwartet. In einer Betriebsbesichtigung wurde der Produktionsablauf anschaulich erklärt. Michael Brand zeigte sich beeindruckt von der Leistungsfähigkeit der Bäckerei, die auf sehr beengter Betriebsfläche produzieren muss. Am Firmensitz Poppenhausen sind derzeit 103 Mitarbeiter beschäftigt. Darunter befinden sich auch mehrere benachteiligte Menschen mit einer Behinderung aus dem Antoniusheim bzw. der Initiative Perspektiva. Im Filialunternehmen sind es insgesamt sogar über 600. Mit einer Anzahl von etwa 50 Auszubildenden leistet die Bäckerei einen wertvollen Beitrag für die Berufsausbildung von jungen Menschen.

090923_marzena5Die Bäckerei Pappert beliefert insgesamt 82 eigene Filialen, von denen 35 im Franchising-System geführt werden. Täglich werden 70.000 Brötchen hergestellt und 5000 Brote gebacken sowie 20.000 kleinteilige Backwaren hergestellt. Die Gebäckrohlinge, die meist in den Filialen frisch gebacken werden, stammen alle aus der eigenen Produktion am Standort Poppenhausen. Der Enkel des Firmengründers beklagt die räumliche Enge der Produktion, die derzeit im 260 qm Produktionsfläche erweitert wird. Parallel dazu entsteht ein Parkplatz für die Mitarbeiter auf einer angepachteten Fläche.

Der Firmenchef bedankt sich bei dieser Gelegenheit beim Bürgermeister für dessen große Unterstützung, die für die jetzige Entwicklung notwendig war. Die Geschäftsführer Bernd Pappert und Manfred Klüber sowie der Produktionsleiter Michael Kaufmann Bernd Pappert zeigte sich über die Umsatzentwicklung der Großbäckerei sehr zufrieden und hoffen, dass kurz- bis mittelfristig der Grunderwerb für die dringend benötigte Betriebserweiterung möglich ist. „Wir würden gerne noch weitere Mitarbeiter am Firmenstandort Poppenhausen einstellen, aber es fehlt der Platz für Produktionsmaschinen, an denen die Mitarbeiter arbeiten können“, so der Produktionsleiter.

Der Bundestagsabgeordnete Michael Brand würdigte das unternehmerische Engagement der beiden Mittelständler und war von deren Leistungsfähigkeit sehr beeindruckt. Bürgermeister Manfred Helfrich dankte „seinen“ Unternehmern für die gelebte Heimatverbundenheit und versprach, sich auch in Zukunft für die Standortsicherung der heimischen Wirtschaft einzusetzen. Er lobte auch das soziale Engagement der Großbäckerei, Menschen mit einem Handikap zu beschäftigen. „Heimatnahe Arbeitsplätze sichern den ländlichen Raum und bewahren die eher schwach strukturierten Gemeinden vor der drohenden Landflucht“, so die Meinung des Bürgermeisters. Zusammen mit Michael Brand wünschte er dem Mittelstand insgesamt sowie in Poppenhausen und in der Region Fulda-Rhön eine gute und sichere Zukunft.

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