Fulda (bpf). Neben Seminaren und Veranstaltungen zu religiösen Themenbereichen bilden vor allem politische Themen den Schwerpunkt des Veranstaltungsprogramms des Bonifatiushauses, der Bildungseinrichtung der Diözese Fulda. Das aktuelle Halbjahresprogramm umfaßt 90 Angebote zu verschiedenen gesellschaftlich relevanten Bereichen. Berufsbildende Angebote und kulturhistorische Seminare sind ebenso enthalten wie spirituelle, gesellschaftspolitische und familienpädagogische Vortragsverastaltungen. Das vollständige Programm kann beim Bonifatiushaus, Neuenberger Str. 3-5, 36041 Fulda, Tel. 0661/8398-0, Fax 0661/8398-136, E-Mail: info@bonifatiushaus.de, kostenfrei angefordert werden.
Sozialpolitische Fragen und Schulungen
An Studenten sowie Interessierte richtet sich am 7. November ein Studientag zum Berufsfeld „Bildungsarbeit in außerschulischer Trägerschaft“. Pfade durch den Mediendschungel, vor allem die neuen Medien, will eine Veranstaltung am 21. November schlagen. Der Finanzkrise im Rückblick und den daraus zu ziehenden Lehren für die Zukunft wendet sich die Gesprächsreihe des Arbeitskreises Kirche/Gewerkschaft am 25. November, 9. Dezember, 26. Januar und 9. März mit ausgewiesenen Fachreferenten zu. Mit den Auswirkungen von spiritueller Erziehung und Bildung auf Kinder unter 6 Jahre beschäftigt sich ein Akademieabend am 26. November. Ein eigener Studientag „Frühkindliche Bildung“ ist für den 28. November vorgesehen. Frühe Bildung ist auch das Thema eines Akademieabends am 12. Januar. Weitere Angebote wenden sich wieder an Mitarbeitervertretungen und Personalräte sowie an Mediatoren. Mehrere Kurse richtet sich wieder an Auszubildende, und zwar „Von der Schule ins Arbeitsleben“ bzw. „Lernen lernen“ oder „Als Azubi in den Regeln und Werten des Unternehmens“. Kurse und Seminare zu Altenpflege und Krankenpflege, zu Pflegemanagement und –organisation sowie Mitarbeiterführung und soziale Kompetenzen werden wie zum Teil schon in den vergangenen Jahren angeboten.
Historische, politische und zeitgeschichtliche Themen
Am 6. Oktober befaßt sich ein Akademieabend mit Prof. Dr. Arnold Angenendt (Münster) mit dem Thema „Toleranz und Gewalt – das Christentum zwischen Bibel und Schwert“. Eine Ringvorlesung zum Umgang mit den Menschenrechten findet mittwochs bereits ab 23. September jeweils um 19 Uhr statt; die Menschenrechtssituation in China und Hongkong (letzteres verbunden mit einer Ausstellung über die „Käfigmenschen“) wird ebenso betrachtet die Situation von Frauen in Afghanistan und im Irak. Vom 19. bis 23. Oktober geht es in einem Seminar, das sich besonders an Mitarbeiter aus dem öffentlichen Dienst richtet, um „Deutsche Ausländerpolitik in Geschichte und Gegenwart“. Am 4. November wird eine Fotografie-Ausstellung zum Thema „Barocke Sakralarchitektur in Vilnius – Verfall und Erneuerung“ eröffnet, die bis 14. März im Bonifatiushaus zu sehen sein wird. „Heia Safari – die deutschen Kolonien“ ist ein Seminar für Interessierte und Mitarbeiter aus dem öffentlichen Dienst überschrieben, das vom 14. bis 18. Dezember stattfindet. „Fit für Europa – Europa fit für die Menschen?!“ ist ein Seminar in Straßburg, das besonders für Schülerinnen und Schüler geeignet ist und vom 25. bis 30. Januar stattfindet. Ein Akademieabend in Kooperation mit der christlich-jüdischen Gesellschaft Fulda ist am 27. Januar zum Holocaust-Gedenktag vorgesehen; es spricht der frühere israelische Botschafter in Deutschland, Avi Primor. Mitarbeiter aus dem öffentlichen Dienst sowie weitere Interessierte können vom 8. bis 12. Februar an einem Seminar über die Osterweiterung der Europäischen Union teilnehmen. Ein Akademieabend am 9. Februar mit Virginia Saldanha ist den Menschenrechten für Frauen in Indien und Asien gewidmet. Die Wirtschafts- und Finanzkrise thematisiert ein Seminar in der Zeit vom 8. bis 12. März.
Bibel, Glauben und Kirche
Der neunteilige „Grundkurs Bibel – Neues Testament“ beginnt am Wochenende vom 2. bis 4. Oktober mit dem Thema „Paulus – Zeuge und Apostel Jesus Christi“. Zum Kursteam gehören Burkhard Kohn, Bernd Heil und Dr. Andreas Ruffing. Das Wochenende vom 13. bis 15. November befaßt sich mit dem „Evangelium nach Markus“. Vom 22. bis 24. Januar geht es um „Wunder und Gleichnisse – das Reich Gottes in der Botschaft und Praxis Jesu“. „Die Passion Jesu – die Deutung der Evangelisten im synoptischen Vergleich“ wird vom 5. bis 7. März betrachtet. Im Rahmen einer neu beginnenden Veranstaltungsreihe „Offener Bibelabend“ geht es am 22. Oktober, 19. November, 17. Dezember, 21. Januar, 18. Februar und 25. März um „Gottesbilder des Alten Testaments“ mit Dr. Ruffing. Unter dem Titel „Aus dem Glauben leben, Gottes Angebot an jeden Menschen“ wird am 9. November ein Akademieabend mit der Buchautorin Gabriele Kuby in Kooperation mit der Gemeinschaft Katholischer Soldaten (GKS) angeboten. Vom 9. bis 13. November findet wieder ein Seminar der Akademie Oberst Helmut Korn der GKS für Soldaten statt; Thema ist die Frage „Kann der persönliche Glaube an Jesus Christus für den Soldaten hilfreich sein im täglichen Dienst – auch im Einsatz?“. „’Gott in mir über mir’ – Gottesbilder christlicher Mystik“ ist dann eines Akademieabends mit Prof. Dr. Saskia Wendel (Köln) am 12. November. Am 11. Februar soll an einem Akademieabend mit Dipl.-Theol. Lutz Lemhöfer (Frankfurt) über „Christlichen Fundamentalismus heute“ nachgedacht werden. In Zusammenarbeit mit der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands findet am 24. Februar ein Einkehrtag für Frauen zum Priesterjahr statt. Dem Glauben an Gott und der Frage nach einer „Religion des Geldes“ geht ein Akademieabend am 2. März nach. Überlegung zur Fastenzeit stellt ein religiöses Wochenende vom 12. bis 14. März an. Der christlichen Gesellschaftslehre ist ein eigener Studientag am 20. März gewidmet. Der Akademieabend in der Karwoche steht am 30. März unter dem Titel „Das Kreuz umarmen“ und wird von Pater Hadrian Koch OFM (Fulda) gestaltet. Domdechant Prof. Dr. Werner Kathrein hält am 2. April den traditionellen Karfreitagsvortrag. Wieder auf dem Programm stehen im Januar und Februar jeweils zwei Familientagungen zum Thema „Unser Kind geht zur Erstkommunion“.
Familie, Besinnung und Kultur
Rainer Sippel (Antoniusheim Fulda) liest am 24. September aus dem Kinderroman „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ des Jugendbuchpreisträgers der Deutschen Bischofskonferenz 2009, Andreas Steinhöfel. „Die Rauhnächte – Märchen vom Guten und Bösen“ ist ein Seminar vom 16. bis 18. Dezember überschrieben. Der Fortbildungszyklus „Frühe Bildung“ im Rahmen des Hessencampus Fulda wird ab 1. Oktober mit weiteren Modulen fortgesetzt. Einfühlsame Kommunikation in Beziehungen und Familie soll in der Zeit vom 2. bis 4. Oktober in einem Seminar vermittelt werden. Vom 19. bis 23. Oktober will ein Familienseminar „Selbstmanagement als Basis für ein erfülltes Familienleben“ deutlich machen. Auch eine Ausbildung zum Gedächtnistrainer wird im Herbst in einem Grundkurs angeboten. Am 7. November beschäftigt sich ein Studientag mit dem Thema „Trauerkultur heute“. Ein Einkehrwochenende für Frauen hat „Die Weisheit des Körpers“ zum Thema. Adventliche Vorbereitung für Familien mit Kindern ist in diesem Jahr für das Wochenende vom 4. bis 6. Dezember vorgesehen. Die traditionellen Besinnungstage im Advent zur Vorbereitung auf das Weihnachtsfest sind diesmal vom 7. bis 11. Dezember, gefolgt vom „Adventlichen Singen und Musizieren“ am 12. und 13. Dezember. „Bestanden wird im Kopf“ heißt es bereits am 5. Dezember in einem Seminar zur Lernorganisation. Unter dem Motto „Humor geht ins Ohr“ wird Frauen vom 15. bis 17. Januar besseres Reden und Präsentieren nahegebracht. „So kann es nicht mehr weitergehen – heute fängt mein neues Leben an“ heißt es in einem Kurs vom 5. bis 7. März.
Behindertenarbeit und Seniorenangebote
Der Umgang mit geistiger Behinderung bildet von jeher einen Veranstaltungsschwerpunkt des Bonifatiushauses. So findet vom 5. bis 7. März wieder ein Wochenende für Familien mit geistig behinderten Kindern und Jugendlichen statt, das sich der Frage nach verschiedenen Wohnangeboten für Menschen mit einer geistigen Behinderung zuwendet. Ein Seminar vom 1. bis 5. Dezember will ältere Arbeitnehmer auf den Ruhestand vorbereiten helfen.