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Rückschau auf 40 Jahre vhs-Studienreisen

090911_OhnsteinFulda. Heutzutage reist man „all inclusive“, es werden höchste Ansprüche an Reiseplanung, Unterkunft und Verpflegung gestellt. In den Anfangszeiten der vhs-Studienreisen stand das Kennenlernen von Land und Leuten im Vordergrund. Wenn kein Spitzen-Restaurant vorhanden war, wurde ein Picknick gerichtet. Hatte der Bus eine Panne, ging es auf der Ladefläche eines Pritschenwagens weiter. Man reiste mit Zug und Bus um die halbe Welt, Wartezeiten oder unvorhergesehene Schwierigkeiten brachten oft interessante Begegnungen und Erlebnisse mit sich, wie sie dem Reisenden von heute kaum mehr begegnen.

Am 4. September hat Ingolf Ohnstein im vollbesetzten Vortragsraum der Volkshochschule des Landkreises Fulda im Georg-Stieler-Haus mit einem interessanten Diavortrag vierzig Jahre Reisegeschichte Revue passieren lassen. Da sah man in den 60er und 70er Jahren die Herren mit Anzug und Krawatte auf Kamelen durch Tunesien reiten oder Damen im eleganten Kostüm auf Studienreise in Peru oder auf Hawaii. 218 Reisen zu interessanten Zielen im In- und Ausland hat Ohnstein in seiner Zeit als Reiseleiter für die Volkshochschulen geplant und die meisten davon durchgeführt. Schöne Eindrücke und Erlebnisse verbinden bis heute die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit diesen Studienreisen, manche Freundschaft ist daraus entstanden. Bereichert wurde der Nachmittag durch Beiträge aus den Reihen der Zuschauer und Teilnehmer, die heitere Begebenheiten erzählten.

Dr. Berthold Wölfl zitierte aus einigen Gedichten, die während der Studienreisen entstanden sind. Der Leiter der Volkshochschule, Michael Friedrich, dankte Ingolf Ohnstein für seine über 40-jährige, äußerst erfolgreiche Arbeit als Reiseleiter. Mit seinen Erlebnissen und Erfahrungen sei er sicherlich in der Lage, eine Chronik der Reisegeschichte zu verfassen, welche die Entwicklung des Reisens an sich sowie die Veränderungen in den oft mehrfach besuchten Ländern widerspiegeln könnte. Sein Dank galt auch Guta Ohnstein, die alle Fahrten ihres Mannes begleitet und mitgeholfen habe, unvorhersehbare Störungen zu beheben. In einer kurzen Laudatio gab Peter Ballmaier, ehemaliger Leiter der vhs und langjähriger Weggefährte Ohnsteins, einige Begebenheit aus der gemeinsamen Planungs- und Reisezeit wieder und dankte für die reibungslose, freundschaftlich geprägte Zusammenarbeit.

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