Fulda. Für die DPSG als Kinder- und Jugendverband, die sich neben den „klassischen“ Inhalten der Pädagogik auch mit gesellschaftspolitischen Bezügen auseinandersetzt, ist dieses Thema ganz klar an der Tagesordnung.
Durch den regelmäßigen Kontakt mit Kindern und Jugendlichen in den Gruppenstunden, bei Lagern und Fahrten werden Leiterinnen und Leiter oft zu Vertrauten der Kinder und Jugendlichen. Sie erfahren von ihren Gedanken, schönen Erlebnissen aber auch von Sorgen und Problemen. Dabei können die Leiterinnen und Leiter auch mit möglichen gewalttätigen Erfahrungen ihrer Gruppenmitglieder konfrontiert werden. Dies ist insofern nicht unrealistisch da Statistiken belegen, dass jedes vierte bis fünfte Mädchen, jeder achte bis zehnte Junge Opfer von sexueller Gewalt ist.
Um diesem Thema nicht hilflos gegenüber zu stehen, hat die Diözesanleitung der DPSG Fulda ein Wochenende dazu gearbeitet. Professionell begleitet wurden sie dabei von Birgit Schmidt-Hahnel von der Beratungsstelle gegen sexuelle Gewalt, Sozialdienst Katholischer Frauen e.V. Fulda. Frau Schmidt-Hahnel begrüßt das Engagement der DPSG, dass ihrer Meinung nach ein Schritt in die richtige Richtung ist, denn „Kindeswohlgefährdung und sexuelle Gewalt finden wir in allen Schichten unserer Gesellschaft.“
Für die Diözesanleitung der DPSG Fulda ist es wichtig, hier eindeutig Stellung zu beziehen und die Leiterinnen und Leiter mit diesem Thema nicht allein zu lassen. „Glücklicherweise schauen wir aktuell in unserem Diözesanverband nicht auf konkrete Vorfälle von sexueller Gewalt, sehen aber die Notwendigkeit, sich professionell mit dem Thema auseinanderzusetzen, um gegebenenfalls adäquat reagieren zu können und die Leiterinnen und Leiter in den Gruppen vor Ort zu unterstützen,“ (Sabine Fanta, Diözesanvorsitzende der DPSG Fulda).