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Pfarrer Franz Schröder gestorben

Fulda/Marburg (bpf). Im 97. Lebensjahr und im 71. Jahr seines Priestertums ist am Freitag, 4. September, in Fulda Oberstudienrat i. K. i. R. Pfarrer Franz Schröder gestorben.

Vita

Pfarrer Schröder wurde am 8. Dezember 1912 als ältestes von acht Kindern einer Bergmannsfamilie in Meggen, Kreis Olpe, im Sauerland geboren. Sein Abitur legte er 1932 in Attendorn ab. Danach studierte er Philosophie und Theologie zunächst bis 1934 am Missionsseminar der Weißen Väter in Linz am Rhein, dann in Marienthal in Luxemburg, schließlich ab 1935 am Missionsseminar in Trier und wieder in Linz. Am 24. März 1939 wurde Schröder im Dom zu Trier durch Weihbischof Albert Maria Fuchs zum Priester geweiht. Mit dem Kriegsausbruch wurde er dann zum Sanitätsdienst in die Wehrmacht eingezogen und war in Polen, Frankreich, Jugoslawien, Stalingrad, Rumänien und Ostpreußen eingesetzt, ehe er in englische Kriegsgefangenschaft geriet. Schröder war von 1947 an als Kaplan in Marburg tätig. Darüber hinaus erteilte er an verschiedenen höheren Schulen Religionsunterricht.

In Wetter erhielt der Jubilar 1951 seine erste Stelle als Pfarrkurat. Von dort aus betreute er 15 Diasporagemeinden und nahm sich vor allem der Heimatvertriebenen an. Wegen schwerer Krankheit wurde er 1957 beurlaubt. Von 1959 bis 1962 wirkte er dann als Pfarrkurat in Dietges. Danach arbeitete der Jubilar vorwiegend wieder im pädagogischen Bereich, so als Religions- und Philosophielehrer am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Fulda. 1967 wurde er zum Oberstudienrat im Kirchendienst ernannt. Nach Eröffnung des Pädagogischen Fachinstituts in Fulda wurde er ferner mit der Ausbildung der Studierenden in Religionspädagogik und philosophischer Anthropologie beauftragt. Mit pädagogischem Geschick und viel Verständnis wußte er stets die ihm anvertrauten jungen Menschen zu begleiten. Gesundheitliche Gründe zwangen ihn 1975, in den vorzeitigen Ruhestand zu treten. Aber auch danach war er immer wieder bereit, auszuhelfen, wenn er gebraucht wurde. Als er in Petersberg-Steinau wohnte, wirkte er in der dortigen Gemeindeseelsorge mit. Durch Jahrzehnte feierte er regelmäßig im Fuldaer Marienheim, in das er 2007 übersiedelte, die heilige Messe.

Die Eucharistiefeier für den Verstorbenen findet statt am Montag, 14. September, um 13 Uhr in der Pfarrkirche St. Bartholomäus u. Jakobus zu Petersberg-Steinau; anschließend ist die Beerdigung auf dem dortigen Friedhof.

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