Fulda. Mehr als ein Jahr haben sich die sieben Schülerinnen und Schüler der Geschichtswerkstatt der Winfriedschule – Melissa Gutberlet, Christin Assmann, Katharina Herrlich, Stefanie Rehberg, Karolina Mac, Marvin Baudis und Lukas Beßler – gemeinsam mit ihren Tutoren, StR´n Catrin Carl und StR Christian Pießnack, sehr intensiv mit dem Leben und Wirken des letzten ostfränkischen Königs Konrad I. auseinandergesetzt und gemeinsam mit dem Medienprojektzentrum Offener Kanal Fulda einen 20minütigen Film über das Leben und Wirken Konrads gedreht.
Expertenbefragung
In ihrem Film zeigen die jungen Historiker mithilfe von Trickszenen nicht nur die sich verändernden Machtverhältnisse im werdenden Deutschen Reich, sondern beleuchten ebenso die Bedingungen, welche dazu führten, dass Konrad zum König gekrönt wurde. Frau Dr. Gudrun Vögler, die sich lange Zeit mit dem Wirken Konrads aus wissenschaftlicher Sicht beschäftigt hat, stand den Schülern mit all ihrem Fachwissen zur Verfügung und erklärte sich bereit, in einem Experteninterview über die vielfältigen Probleme während der Regierungszeit Konrads Auskunft zu geben. Neben dieser Expertenbefragung und den Trickszenen probierten sich die Filmemacher ebenso im Drehen kleinerer Spielszenen. In den zurückliegenden kalten Januartagen entstanden so vor der Fuldaer Michaelskirche eine Szene zur Krönung Konrads und im Offenen Kanal wurden Konrads letzte Minuten auf dem Sterbebett nachgestellt. Gerade hierbei ging es Geschichtswerkstattlern darum, Konrads wohl größte politische Leistung zu würdigen: Er verzichtete darauf, die Krone an seinen eher schwachen Bruder weiterzugeben, sondern entschied, sie dem sächsischen Herzog Heinrich anzuvertrauen, welcher landläufig als erster deutscher König, Heinrich I., in die Geschichte einging.
Nach dem Grund für ihr historisches Interesse an Konrad befragt, sagen die Schülerinnen und Schüler der Winfriedschule, dass es gerade der spannende Aspekt von Konrads bisher unentdecktem Grab in Fulda gewesen sei, der sie dazu animierte, sich mit ihm näher auseinanderzusetzen. Auch zeigten sich die Schüler nach einer tiefgründigen Recherche sehr erstaunt, wie unbekannt Konrad gerade in Fulda ist und wie wenige Spuren man über ihn hier finden kann. Um den König wieder ins Gedächtnis der Menschen zu rücken, reifte die Idee des Filmes heran. Das Produzieren des Filmes war ebenso eine gern angenommene Herausforderung, denn in unzähligen Treffen im Offenen Kanal erfuhren die Jugendlichen eine Menge über die Wirkung von Bildern, den langen Weg bis zum fertigen Film und erlernten in der Zeit die verschiedensten Techniken, die beim Filmdreh und der Produktion erforderlich sind. Die größte Unterstützung und helfende Hand war hier Rolf Strohmann, Leiter des Offenen Kanals, der mit unerschütterlicher Ruhe half, das Projekt zu einem sehenswerten Ende zu bringen.
Belohnt wurde das Engagement der Winfriedschüler durch einen Landessieg im Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten, der in diesem Jahr unter dem Motto „Helden. verehrt – verkannt – vergessen“ stand.
Die offizielle Premiere des Filmes erfolgt am Donnerstag, 10. September 2009, um 18.00 Uhr im Offenen Kanal Fulda.





