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Köpfe sind das größte Kapital – Ergebnisse einer Umfrage der Wirtschaftsjunioren Fulda

Fulda. Die Bürgerinnen und Bürger aus Fulda bewerten die Konjunkturaussichten 2009 so schlecht wie in den vergangenen zehn Jahren nicht. Wie eine Umfrage der Wirtschaftsjunioren Fulda ergab, erwarten 58 Prozent eine Verschlechterung der Wirtschaftslage und nur noch 16 Prozent der 146 befragten Personen einen wirtschaftlichen Aufschwung. „Diese Werte sind um sieben Prozentpunkte besser als der Bundesdurchschnitt“, kommentiert Andreas Gehring, Kreissprecher der Wirtschaftsjunioren Fulda die Ergebnisse. Die Abweichung führt er darauf zurück, dass der Mittelstand in der Region breit aufgestellt ist. Deutschlandweit befragten die Wirtschaftsjunioren zwischen Ende April und Anfang Mai knapp 12.000 Menschen. In Fulda wurden die Bürger am 25. April 2009 befragt.

Kein Optimismus in Sicht

„Bundesweit stellen wir fest, dass sich die Einschätzungen zur Konjunkturentwicklung verschlechtert haben“, berichtet Gehring. Der Großteil der Deutschen rechnet mit einer Verschlechterung. Trotzdem erwartet die Hälfte der Befragten keine Veränderung ihrer eigenen finanziellen Situation. Die Krise scheint noch nicht in den Haushalten angekommen zu sein. Die Zustimmung zu staatlicher Einflussnahme auf die Wirtschaft ist deutlich angestiegen: Ein Drittel der Bürger gehört zu den Befürwortern, ein weiteres Drittel ist dagegen. 2008 war noch die Hälfte gegen Staatseingriffe. Kurz vor der Bundestagswahl sinkt auch die Zufriedenheit der Bürger mit der Arbeit der Bundesregierung 2009 weiter. 2008 wurde die große Koalition noch mit 3,3 bewertet, 2009 nur mit 3,6.

„Die Unternehmer dürfen sich nicht auf den Staat verlassen. Auch die Bürger sollten nicht glauben, dass Staatshilfen alle Probleme der Wirtschaft lösen können“, betont Gehring. „Unsere Köpfe sind unser größtes Kapital. Jetzt haben wir die Chance, die Weichen für die Zukunft zu stellen und Deutschland noch besser für den internationalen Wettbewerb fit zu machen. Hier sind alle gefragt – Unternehmer, Arbeitnehmer und Bürger“, so der Sprecher der Wirtschaftsjunioren.

Die vollständigen Ergebnisse gibt es unter: www.wjd.de/bevoelkerungsbefragung

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