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Ökumenischer Gottesdienst erinnert an die Verstorbenen

Jeder Mensch trauert anders, aber jeder Mensch muss den Verlust eines geliebten Menschen bearbeiten. Trauer braucht einen Ort und Erinnerung. Weil das so ist gibt es im Hospiz St. Elisabeth zu Fulda Zeit und Raum und Abschiedsrituale, die Hinterbliebene selbst bestimmen können und ihren Wünschen entsprechend Unterstützung erfahren. Dazu gehören auch die ökumenischen Gedenkgottesdienst, die zwei Mal im Jahr für die verstorbenen Gäste des Hospiz St. Elisabeth zu Fulda und die Verstorbenen des ambulanten Hospizdienstes DA-SEIN der Malteser in der Kapelle des Herz – Jesu – Krankenhauses in Fulda gefeiert werden. Bruder Pascal Sommerstorfer, OFM, Fulda, der mit Pfarrerin Anke Haendler-Kläsener Klinikseelsorge Herz – Jesu – Krankenhaus dem Gottesdienst vorstand nahm als Symbol den Schmetterling der Christus am Kreuz zeigt. Der Schmetterling stehe für Wandlung und damit sinnbildlich für die Unsterblichkeit der Seele. Für Jesus sei nicht der Tod das Ende gewesen, sondern das neue Leben. Er wolle uns Menschen mit neuem Leben anstecken. So würden auch die Verstorbenen nicht im Tod bleiben, sondern auferstehen. Die Erinnerung an die Verstorbenen führe uns in die Zukunft. In dieser hätten wir Gemeinschaft mit ihnen beim lebendigen Gott. Hospizleiterin Dagmar Pfeffermann erinnerte daran, dass im letzten halben Jahr 42 Gäste verstorben seien. Die Zeit der Begleitung gemeinsam mit den Angehörigen sei sehr intensiv gewesen. Das Sterben eines Menschen mache unsere Grenzen sichtbar. An dieser Herausforderung entscheide sich das eigene Leben. Sie sei der Auffassung, dass das Leben einen Sinn habe und dass der Tod nicht alles vernichte. Sinn aber könne man nicht machen, er werde empfunden, geglaubt und erfahren. Die Erfahrung nenne die Bibel „Gnade“. An das Verlesen der Namen der Verstorbenen vom Hospiz und dem ambulanten Hospizdienst DA-SEIN schlossen sich die Fürbitten an. Nach dem Gottesdienst konnten die Angehörigen die „Gedenksteine, die für jeden Verstorbenen gefertigt werden, mit nach Hause nehmen. Musikalisch wurde der Gedenkgottesdienst von Christine Ebert (Sopranflöte), Karin Gilbert (Orgel, Sopranflöte) und Andreas Würkner (Tuba) umrahmt. Nach dem Gottesdienst bestand im Hospiz die die Möglichkeit zur Begegnung und Gespräch. Hospiz – Geschäftsführer Ansgar Erb wies darauf hin, dass in diesem Jahr das Hospiz St. Elisabeth zu Fulda sein 10 – jähriges Bestehen feiern kann. Der Festakt findet am 13. Mai 2017 statt. Um 10 Uhr ist ein Festgottesdienst in der Klosterkirche Frauenberg. Der Festakt beginnt um 11.30 Uhr im Foyer des Herz – Jesu – Krankenhauses. Nach einem Imbiss ist ab 14 Uhr eine offene Begegnung und werden stündlich Führungen im Hospiz St. Elisabeth angeboten.

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