Der Epstein-Barr-Virus (EBV) wird über den Speichel sowie andere Körperflüssigkeiten übertragen und ist der Auslöser des „Pfeifferschen Drüsenfiebers“. Die Erkrankung ist auch unter der Bezeichnung „Kusskrankheit“ (englisch: kissing disease) bekannt, da beim Küssen ein erhöhtes Ansteckungsrisiko besteht. Die Viren vermehren sich in den weißen Blutkörperchen, den sogenannten Lymphozyten. Bis die Erkrankung ausbricht, können zwei bis acht Wochen vergehen.
Symptome
Etwa die Hälfte aller Betroffenen klagt über Halsschmerzen, Fieber und Schwellung der Lymphknoten. Hinzu kommen Müdigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen. Oft sind Leber und Milz geschwollen. In manchen Fällen kann auch ein Hautausschlag mit Juckreiz auftreten. Typisch für das Pfeiffersche Drüsenfieber sind Antriebslosigkeit und Leistungsschwäche, die Wochen bis Monate andauern können. Die Symptome prägen sich unterschiedlich stark aus. Bei den meisten Betroffenen verläuft die Erkrankung mild und dauert zirka eine bis drei Wochen. Zu den Komplikationen zählen unter anderem Herzmuskelentzündungen, Lungen- und Hirnhautentzündungen sowie Lebererkrankungen und Störungen der Blutbildung. Diese sind allerdings relativ selten und treten häufiger bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem auf.
Ist die Erkrankung einmal überstanden, bleibt man in der Regel lebenslang immun gegen einen weiteren Ausbruch. Eine Infektion mit dem EBV muss allerdings nicht zwangsläufig zu Symptomen führen. Rund 95 Prozent der westlichen Bevölkerung über 30 Jahren tragen den Erreger in sich, da er sich in den Gedächtniszellen des Immunsystems ansiedelt.
Behandlung
Ein Allheilmittel für Pfeiffersches Drüsenfieber gibt es nicht. Wichtig ist es, den Körper zu schonen und schwere Belastung zu vermeiden. Viel Trinken und Schlafen helfen bei der Regeneration. Nach Absprache mit dem Arzt können auch homöopathische sowie fiebersenkende und schmerzstillende Medikamente eingesetzt werden. Antibiotika sind nur in wenigen Fällen hilfreich – und zwar dann, wenn eine zusätzliche, bakterielle Infektion besteht. Gegen den Epstein-Barr-Virus selbst helfen Antibiotika nicht.