Alsfeld. In der Albert-Schweitzer-Schule Alsfeld wurden am Standort Schillerstraße die naturwissenschaftlichen Fachräume umfassend saniert, baulich und energetisch optimiert und die Ausstattung in Biologie, Chemie und Physik auf den neuesten technischen Stand gebracht. Hierfür hat der Landkreis insgesamt rund 1,3 Millionen Euro aufgewandt. Schuldezernent Hanns Michael Diening (FDP) überzeugte sich bei einem Besuch in der Schule und im Gespräch mit Schulleiterin Elisabeth Hillebrand von der hohen Qualität der technischen Ausführung.
Bildung habe höchste Priorität in der Kreispolitik, betonte der Kreisbeigeordnete. In der Legislaturperiode 2006 bis 2011 flössen insgesamt rund 50 Millionen in die Schulen des Vogelsbergkreises, davon weit über zwei Millionen bereits zum jetzigen Zeitpunkt allein für die Modernisierung der Naturwissenschaften an vielen Schulstandorten.
Kreisbeigeordneter Diening – selbst ehemaliger Lehrer für Chemie, Mathematik und Physik – hob die hohe Bedeutung der Naturwissenschaften für den Industriestandort Deutschland hervor. “Bildung ist der Treibstoff für unsere Volkswirtschaft”, sagte er im Gespräch mit Schulleiterin Hillebrand. Auch bei nachlassender Konjunktur seien Menschen mit guten Abschlüssen in den “MINT”-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) gesucht.
Der Mangel an Fachkräften werde sich durch die demographische Entwicklung verschärfen, sagte Diening. In den kommenden fünf Jahren stehe der Ruhestand von über 150.000 Naturwissenschaftlern und Ingenieuren in der Industrie an. Nachwuchs sei dringend erforderlich. Das Interesse an den naturwissenschaftlichen Fächern in Deutschland gehe zurück – sie müsse aber im Gegenteil gesteigert werden. Um so notwendiger seien gute technische Ausstattungen, die die Lernmotivation erhöhten.
In die bauliche und energetische Verbesserung flossen 420.000 Euro, die Komplettsanierung der Haustechnik kostete 620.000 Euro und die Inneneinrichtung weitere 250.000 Euro. Kreisbeigeordneter Diening dankte dem Gebäudemanagement-Team von Diplom-Ingenieur Ewald Keil, das sämtliche Planungsleistungen für das große Projekt selbst erbracht hatte. Einschließlich des im Jahr 2007 neuaufgebauten Daches hat der Kreis in diesem Abschnitt der Schule fast 1,7 Millionen Euro investiert.