Auch für Onlineshops ist die Weihnachtszeit die wohl wichtigste Zeit des Jahres. Die Deutschen bestellen dann besonders gerne Bücher, Elektrogeräte, Spielwaren und Kleidung. Allein am Black Friday und am Cyber Monday klingelten die Kassen der Webshops in diesem Jahr süßer denn je. Aktuelle Studien zeigen, wofür und warum die Deutschen 2016 ihre Geschenke so gerne im Internet bestellt haben.
In der Vorweihnachtszeit hatte der E-Commerce wieder einmal Hochsaison: 22,5 Prozent der Verbraucher wollten 2016 mehr Geld als im Vorjahr für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Dies hat eine Verbraucherbefragung zum Einkaufsverhalten im Weihnachtsgeschäft ergeben, die das ifes-Institut der FOM Hochschule für Ökonomie und Management mit Unterstützung des Handelsverbands Deutschland (HDE) durchgeführt hat. Der wichtigste Shopping-Tag 2016 war der erste Advent: Ganze 249 Millionen Euro haben die Deutschen nur an diesem Tag für Weihnachtsgeschenke ausgegeben.
Insgesamt shoppen die Deutschen vermehrt online, auch hochwertige Produkte. Als wichtigsten Grund für die Wahl des Onlineshops nannten Verbraucher das Vertrauen in das Angebot. Damit Kunden sich bei ihren Bestellungen im Internet sicher fühlen, sollten sowohl Betreiber von Onlineshops als auch Nutzer diese Hinweise beachten:
- Sichere Passwörter
Wer ein Kundenkonto anlegt um Bestellungen aufzugeben, sollte ein Passwort aus mindestens 10 Zeichen wählen, das aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen besteht. Hierbei kann ein kostenloses Tool wie der Passwort-Generator helfen. Zudem ist es für den Betreiber ratsam, jeden fehlgeschlagenen Login-Versuch zu protokollieren und dem Nutzer beim nächsten Login anzuzeigen. So ist schnell ersichtlich, ob ein Unbefugter versucht hat, sich Zugang zu verschaffen. - Verschlüsselung beim Austausch von Kundendaten
Um Datenmissbrauch vorzubeugen, sollten im Onlineshop sensible Daten wie die Anschrift und die Bankdaten ausschließlich verschlüsselt übertragen werden. Eine Verschlüsselung über das SSL-Verschlüsselungsprotokoll lässt sich am Schloss-Symbol in der Browserleiste erkennen. Zudem beginnt die Internetadresse verschlüsselter Webseiten mit “https” statt mit “http”. Um SSL anbieten zu können, muss sich der Betreiber des Webshops je nach Unternehmensmodell, der Anzahl der Domains und der Schadenssumme für ein Zertifikat entscheiden. - Impressum
Darüber hinaus muss jeder Onlineshop über ein Impressum (Anbieterkennzeichnung) verfügen, das für den Kunden leicht einsehbar ist. Die jeweils notwendigen Angaben im Impressum unterscheiden sich je nach Art des Unternehmens. Bei einer GmbH sind beispielsweise andere Angaben zu machen als bei einem Einzelunternehmen. Nur so können rechtliche Ansprüche gegen einen Seitenbetreiber notfalls gerichtlich durchgesetzt werden. - Zahlverfahren
Für den Händler gilt: Je mehr Bezahlverfahren, desto höher die Kaufwahrscheinlichkeit. Für den Kunden auf der anderen Seite sind statt Bestellungen per Vorkasse oder Kreditkarte Zahlverfahren wie PayPal oder Click & Buy empfehlenswert. Sensible Bankdaten müssen hierbei nur einmalig übertragen werden.

Bildrechte: Flickr e-commerce Garfield Anderssen CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten