Die Kurhessische Fleischwarenfab-rik GmbH (KFF) in Fulda hat wieder eine sichere und gute Zukunft: Am Mittwoch wurden die Verträge unterzeichnet, auf deren Basis der Bret-tener Unternehmer Hans-Jürgen Deuerer die KFF mit Wirkung zum 31. Januar 2017 übernimmt. Die aktuell etwa 130 Mitarbeiter der KFF er-halten bis auf einige wenige Ausnahmen eine Arbeitsplatzgarantie bis Ende 2018. Die Deurerer Gruppe stellt vor allem Heimtiernahrung her. Als sogenannter „White Label-Produzent“ vertreibt Deuerer seine Pro-dukte größtenteils nicht unter einer eigenen Marke. Sie werden als Ei-genmarken vom Lebensmittelhandel, in Drogeriemärkten sowie über führende Markenhersteller und den Großhandel verkauft.
Die KFF als traditionsreicher Hersteller von Wurst- und Fleischwaren war durch den weitgehenden Wegfall des Umsatzes mit dem größten Kunden in eine wirtschaftliche Krise geraten. Die Existenz des Unter-nehmens war bedroht und mit ihr die rund 130 Arbeitsplätze bei der KFF. „Ich bin sehr erleichtert, dass die KFF als Teil der starken Unter-nehmensgruppe des neuen Eigentümers eine gute unternehmerische Perspektive hat“, betont der frühere Eigentümer Wolfgang Gutberlet, dessen W-E-G Stiftung & Co. die Anteile am Unternehmen gehalten und jetzt an die Deuerer Gruppe verkauft hat. „Wir haben lange ge-sucht, um für unsere Mitarbeiter eine langfristig tragfähige Lösung zu finden. Die KFF konnte in der notwendigen Geschwindigkeit und aus innerer Kraft den schnellen Umsatzverlust von mehr als 50 % nicht aus-gleichen. Aber die Deuerer Gruppe ist der ideale wirtschaftlich leis-tungsfähige Partner, um die KFF wieder mit Arbeit zu versorgen und in eine bessere Zukunft zu führen.“
Deuerer kauft Anteile an KFF
Auch Hans-Jürgen Deuerer sieht in der Übernahme für beide Seiten Vorteile. „Wir werden die KFF von Wurst- und Fleischwaren für den menschlichen Verzehr auf die Produktion von Snack-Artikel für Hunde und Katzen umstellen“, kündigt er an. In diesem Premium-Segment in-nerhalb der Pet Food-Branche expandiere Deuerer bereits seit einigen Jahren stetig. „An unserem Brettener Stammsitz sind wir in diesem Be-reich inzwischen an den Kapazitätsgrenzen angelangt. Der Standort Fulda mit seinen technischen und großzügigen räumlichen Vorausset-zungen ermöglicht es uns, neue Produktlinien zu produzieren und In-novationen zu entwickeln.“ Bei den Snackartikeln handelt es sich laut Deuerer um die Königsklasse der Tiernahrung, die produktionstech-nisch entsprechend anspruchsvoll sei. „Deshalb freuen wir uns sehr, mit den in der Fleischverarbeitung geschulten Mitarbeiter von KFF eine qualifizierte und motivierte Mannschaft übernehmen zu können, die viel Erfahrung in der Entwicklung und Produktion von Nahrungsmitteln mit-bringt. Kurz gesagt, passen KFF und Deuerer hervorragend zusam-men, und ich bin mir sicher, dass der Standort Fulda als Teil der Deu-erer Gruppe hervorragende Zukunftsaussichten hat“, sagt Hans-Jür-gen Deuerer.