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Gelungenes Barockkonzert der Deutschen Philharmonie Merck

„Unser Benefizkonzert ist ausverkauft“, mit Stolz und Freude konnten die beiden stellvertretenden Vorsitzenden Silvia Hillenbrand und Martin Hoogen des Hospiz-Fördervereins Fulda diese Tatsache verkünden.
Und so spielte die Barockbesetzung der Deutschen Philharmonie Merck nicht nur in einer bis auf den letzten Platz gefüllten Christuskirche, sondern auch vor einem erwartungsvollen Publikum. Auch wenn der heutige musikalische Geschmack eines anspruchsvollen Publikums eher von der Klassik und Romantik beeinflusst wird, so nahmen die überwiegend jungen Musiker des adventlichen Barockkonzertes die Besucher mühelos mit in die Musikwelt des 17. Und 18. Jahrhunderts.

Michael Brand, Vorsitzender des Hospiz-Fördervereins, beschrieb in seiner sensiblen Begrüßung die Kernaufgaben des Fördervereins. Durch eine rege Öffentlichkeit- und Aufklärungsarbeit, sowie einer ideelle wie finanzielle Hilfe werden Institutionen in ihren Aufgaben unterstützt, damit Menschen gut betreut und versorgt in Würde sterben dürfen, so z.B. die ambulanten Hospizdienste der Malteser und das stationäre Hospiz St. Elisabeth. Das neue Logo des Fördervereins mit dem Motto „LebensWert“ spiegele dieses Ziel wieder, welches von Professionellen wie auch von vielen Ehrenamtlichen praktiziert werde, nämlich jedem Leben seinen individuellen Wert geben bis zum Ende.

Brand gratulierte der Deutschen Philharmonie Merck zu ihrem 50. Jährigen Bestehen und zeigte auf, wie sich ein ehemaliger Instrumentalkreis von Mitarbeitern des Pharma- Unternehmens Merck in Darmstadt zu einer Deutschen Philharmonie entwickelt habe, die sich mittlerweile auf nationalem wie internationalem Parkett einen Namen gemacht habe.
Die Internationalität spiegelte sich auch in der Christuskirche bei der Zusammensetzung des Ensembles wieder, denn die Musiker/innen kamen tatsächlich aus sieben Ländern.

Die musikalische Leiterin und erste Violinistin Margaret Faultless verstand es mit den Streichern und ihren teilweise sehr alten Instrumenten, wie z. der Violene aus dem Jahr 1770, sowie dem historischen Tasteninstrument Cembalo, die Werke von bedeutenden Komponisten des musikalischen Barocks lebendig und stimmungsvoll vorzutragen. Es kamen die Suite aus „The Fairy Queen“ von Henry Purcelli zu Gehör, wie auch eine Auswahl von Solokonzerten von Vivaldi. Ein besonderer Hörgenuss war hierbei das Concerto d-Moll für Viola d`amore, Streicher und Bassa continuo. Die Violinistin verstand es, dem historische Streichinstrument „Viola d´amore“, welches gegenüber einer normalen Geige 7 Spielsaiten und 7 Resonanzsaiten hat, unglaublich zarte und liebliche Klänge zu entlocken.
Das Concert No. 8 G-Dur aus „Les gouts-réunis“ von Francois Couperin gefiel besonders durch die zwei hervorragenden Cellisten. Ein besonderer und stimmungsvoller Hörgenuss erlebten die Zuhörer bei „Battaglia D-Dur“ von Heinrich Ignaz Franz Biber, eine herrliche musikalische Karikatur eines Schlachtengemäldes verbunden mit skurrilen Ideen und Harmonien. Das Publikum zeigte sich hingerissen.
Mit der Zugabe von Vivaldi „D-Moll, Konzert für zwei Geigen und Cello“ und dem Wissen, dass der Erlös des Konzertes ganz in die hospizliche Arbeit einfließt, gingen die Konzertbesucher zufrieden nach Hause.

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