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IG Sachsenhausen übt weiterhin massiv Kritik an Baustellenplanung

Von der am 1.9.2016 in der Gemeindevertretung Eichenzell getroffenen Entscheidung zur Einstufung der Straße im Zuge des Förderprogramms, ist die IG Sachsenhausen nicht überrascht. Weiterhin wird die Gestaltung der Straße gegen den Willen der Anlieger durchgeführt. Bei dem Erhalt der Arbeitsplätze für Sommerlad ist man sich in der Gemeindevertretung einig, Existenzen in Sachsenhausen interessieren anscheinend nur am Rande.

In der Sitzung wurde zwar nur eine Entscheidung zur Einstufung für das Förderprogramm getroffen, aber die fast einstündige Debatte in der Gemeindevertretung hat gezeigt, wieviele Ungereimtheiten  es  rund um die Sanierung der Straße Sachsenhausen gibt.
Besonders bedankt sich die IG Sachsenhausen bei dem Gemeindevertreter Dirk Fischer, der als einer der Wenigen passende, ehrliche und offene Worte für das Vorgehen bei der Sanierung der Straße Sachsenhausen fand. Kurzfristig mag sich Bürgermeister Kolb zwar mit der Einstufung und insbesondere der Planung der Straße durchsetzen. Langfristig wird das Verhalten zum Eigentor für alle, die den Kurs gegen die berechtigten Anforderungen der Anlieger decken. Neben der Einstufung der Straße geht es der IG insbesondere um die Planung, die für viele Anlieger eine massive Einschränkung des bisherigen „Anliegergebrauchs“ darstellt. „Ein schönes Beispiel, wie man als Bürger der Politik ausgeliefert ist. Wir fordern unbedingt und sofort eine Neuplanung der Straße, die dem heutigen Anliegergebrauch gerecht wird und die die Anlieger mit einbezieht. Von der IG hinzugezogene Experten schütteln nur noch mit dem Kopf.“, sagt Friedrich Schönherr, Sprecher der IG Sachsenhausen.

Besonders zeigt sich die geringe Rücksichtnahme auch bei der Baustellenplanung. Für Sommerlad und die 130 Arbeitsplätze macht sich die Gemeindevertretung sogar für Ausnahmeregelungen stark, die Arbeitsplätze der in Sachsenhausen ansässigen Firmen sind anscheinend nicht so wichtig. Die IG hat mehrfach z.B. auf die Probleme mit Planung und Ausführung der Straße sowie die Einschränkungen in der Baustellenzeit hingewiesen, leider ohne Gehör zu finden.
In den nächsten Wochen soll nun der Straßenausbau im Wiesenweg und dann von der Ortsmitte aus beginnen, gleichzeitig wandert die Kanalbaustelle von der Kreuzung Sportplatz Richtung B27. Damit werden die Anlieger nun von 2 Seiten mit 2 Schwerpunktbaustellen maximal in die Zange genommen. Im Falle von Beschränkungen und Beeinträchtigungen der Firmen und Anlieger durch Straßenbaumaßnahmen müssen Behörden den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit beachten. Daher sind sie unter anderem gehalten, die Straßenbaumaßnahmen so zu planen und zu gestalten, dass sie die Anlieger nicht unnötig beeinträchtigen. Seitens eines projektbeteiligten Planers wundert man sich, warum nicht erst die Kanalarbeiten beendet werden und die Straße danach gebaut wird. Für die Anlieger wäre dies eine deutliche Erleichterung.

Aus Sicht der IG ein weiteres Beispiel, wie die Interessen der Anlieger übergangen werden. Ab sofort tragen die Mülltonnen in Sachsenhausen den Prostest der Anlieger nach außen.

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