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Einbürgerungsempfang der Stadt Fulda im Stadtschloss

familie-yehdego-breket Seit 1999 ist es guter Brauch, dass Fuldaer Bürgerinnen und Bürger mit ausländischen Wurzeln, die nun die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen haben, im festlichen Rahmen im Marmorsaal des Stadtschlosses begrüßt werden. Zwischen 1. Mai und 31. August diesen Jahres waren dies insgesamt 53 Personen aus 18 Ländern sowie zwei zuvor staatenlose Personen.
Ein großer Teil von ihnen kam ins Stadtschloss, um ihre Einbürgerungsurkunde persönlich von Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und Stadtverordnetenvorsteherin Margarete Hartmann entgegenzunehmen. Auch zahlreiche Vertreter aus Magistrat und Stadtverordnetenversammlung waren gekommen. Ein herzliches Willkommen sprach der Oberbürgermeister aus, verbunden mit Respekt für das Geleistete: „Die meisten von Ihnen leben schon einige Jahre hier bei uns und ich kann mir vorstellen, dass gerade die erste Zeit nicht immer einfach war: die Sprache lernen, Kontakte knüpfen, da gibt es manche Hürden zu überwinden.“ Als deutsche Staatsbürger hätten sie nun alle demokratischen Rechte, die sie auch wahrnehmen sollten: „Gehen Sie wählen, beteiligen Sie sich. Wir alle sind darauf angewiesen, dass Sie sich einbringen.“ Die Stadtverordnetenvorsteherin ergänzte: „Sie stehen für eine soziale und kulturelle Annäherung. Sie können von uns lernen und wir können von Ihnen lernen. Pflegen Sie Kontakte: in Vereinen, in der Nachbarschaft, bei kulturellen Veranstaltungen.“

mark-barret-mit-oberbuergermeister-wingenfeldDass ein wenig Humor bei der Eingewöhnung durchaus helfen kann, zeigte Mark Barrett. Der Ingenieur kam 1988 aus England nach Fulda, um hier zu arbeiten. „Vieles war schwierig: ein Auto zu kaufen zum Beispiel, später dann einen Kredit für ein Haus zu bekommen.“ Und die Sprache: „In der Firma wollten alle lieber Englisch mit mir sprechen. Aber man kann auch in Kneipen gut Deutsch lernen.“ Die deutsche Staatsbürgerschaft habe er angenommen, weil er sich auch beteiligen möchte: „Ich zahle hier seit 28 Jahren Steuern, da möchte ich gerne mitreden.“ Die britische Staatbürgerschaft konnte er dabei behalten. Den Unterschied zwischen Deutschland und England könne man übrigens an den Bushaltestellen sehen: „In England sind die Warteschlangen lang und schmal, in Deutschland kurz und breit.“

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