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Ein Abend, der zum Mitswingen einlud

Es war ein Abend, der zum Mitswingen einlud. Und viele Zuhörer nutzten die Gelegenheit. Heiko Ommert (Saxophon) und Kurt Adolph (Gitarre), Berthold Müller (Schlagzeug) und Götz Ommert (Kontrabass) hatten im Rahmen des Kultursommers Main-Kinzig-Fulda in Heubachs ehemalige Synagoge eingeladen.

Bekannte Standards zwischen Swing und Bossa Nova, aber auch einige eher unbekannte Titel boten die vier ihrem Publikum. Von „Alligator Boogaloo“ über „Summertime“ und „The Pink Panther“ bis zu „Bye Bye Blackbird“ reichte das Spektrum.

Dabei begeisterte das Quartett nicht zuletzt durch sein scheinbar selbstverständliches Zusammenspiel. Immer wieder warfen die vier sich ihre Soli gleichsam wie Jonglierbälle zu und zeigten, welche Klangvielfalt in ihren Instrumenten steckt. Schlagzeuger Berthold Müller traktierte sein Instrumentarium mal fordernd- hart, mal sanft, geradezu streichelnd. Und Götz Ommert entlockte seinem Bass mit flinken Fingern mal herrliche Läufe, mal stabile, tragfähige Basslinien, benutzte ihn aber auch schon mal als Perkussionsinstrument. Die Gitarre von Kurt Adolph erwies sich mitunter als zarte Sängerin, die sich hier unterordnend, hier ergänzend, mit den Saxophonen Heiko Ommerts verband, deren Klang den historischen Raum zum Mitklingen brachte. Ein rundum gelungenes Jazz-Vergnügen.

BU: Das Quartett mit Frontmann Heiko Ommert (Zweiter von links) bot sich und seinen Zuhörern in Heubachs ehemaliger Synagoge einen wunderbaren jazzigen Abend.

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