Unter dem Motto „Die Siedler vom Schwarzen Walde“ verbrachten 100 Pfadfinderinnen und Pfadfinder vom Stamm St. Bonifatius Wächtersbach und der DPSG-Siedlung Niederdorfelden ereignisreiche 10 Tage im Schwarzwald.
Umrahmt wurde die Zeit auf dem Stöcklewald-Zeltplatz in der Nähe von Triberg von einem großen Siedlerspiel. Dabei erhielten die großen und kleinen Siedler die Aufgabe, in verschiedenen „Familien“ ein möglichst eindrucksvolles Haus zu bauen, für das es die verschiedensten Rohstoffe zu erspielen gab, die dann wiederum gegen verschiedene Materialien wie Planen oder Werkzeuge eingetauscht werden konnten. Über mehrere Tage wurde so fleißig an den Grundstücken und Gebäuden gewerkelt, und durch viel Kreativität entstanden lustige Familiennamen, beeindruckende Familienwappen und wunderbar und phantasievoll gestaltete „Grundstücke“ und Häuser. Diese Werke wurden dann im Rahmen der großen „Dorfkirmes“, zu der das Leiterteam verschiedene Attraktionen wie ein mit Muskel- und Schwerkraft betriebenes Karussell, einen „Hau den Lukas!“ oder eine Süßigkeitenstand mit selbstgemachter Zuckerwatte, Liebesäpfeln und gebrannten Mandeln aufgebaut hatte, von einer Jury prämiert.
Ein besonderes Highlight in diesem Jahr war der Lagerkiosk „Schwarzmarkt“, in dem es Süßigkeiten, Postkarten und allerlei rund um die Pfadfinder zu kaufen gab. Hierfür hatte das Kioskteam extra ein bargeldloses Bezahlsystem eingerichtet inkl. „Siedler-Bankkarte“.
Zwei Tage lang waren die verschiedenen Altersstufen unterwegs auf „Hike“, bei dem die nähere und weitere Umgebung zu Fuß erkundet wurde. Von der Übernachtung im Pfarrheim mit gemeinsamem Kochen über eine Übernachtung auf einem Bauern- und einem Pferdehof bis hin zu einem Biwak auf der Wiese erlebten die Gruppen viel, von dem sie erzählen konnten, als sie zurück auf den Zeltplatz kamen.
Zum Abschluss der Tage stand dann noch ein Besuch im Freilichtmuseum Vogtsbauernhof an, einem großen Freilichtmuseum mit zahlreichen alten Gebäuden aus dem Schwarzwald. Dort gab es verschiedene Workshops für die unterschiedlichen Altersstufen, bei denen die Kinder und Jugendlichen einen spannenden Einblick ins frühere Leben erhielten. Anschließend lief die ganze Gruppe zur 200m entfernten Sommerrodelbahn und da wurde der Spaß natürlich noch größer, als es für jeden und jede zweimal im „Schwarzwaldbob“ den Berg hinunterging.
Bei gutem Wetter wurden die Abende am gemütlichen Lagerfeuer verbracht, Spiele und Singrunden machten allen viel Spaß und spätestens am Abend wurde dann deutlich, wieviel Gemeinschaft in den Tagen entstand. „Besonders freuen wir uns, dieses Mal den jüngsten Spross des Diözesanverbandes dabei zu haben. Die erst ein Jahr junge DPSG Siedlung Niederdorfelden hat sich aus zwei ehemaligen Mitgliedern unseres Stammes gegründet und erlebt zusammen mit uns in diesem Jahr ihr erstes Sommerlager“, freut sich der Wächtersbacher Stammesvorstand Markus Leis über ein rundum gelungenes Lager.
Dazu trugen sicher auch die von Gemeindereferentin Carola Plambeck aus Wächtersbach vorbereiteten Morgen- und Abendrunden sowie der von Pfarrer Kowalczyk aus Niederdorfelden gefeierte Gottesdienst bei, zu dem er auf das Lager kam.
Und dann war auch schon der Abreisetag da, alle halfen fleißig mit, so dass der Zelt- und Lagerabbau sehr gut gelang. Nach der Müllkette über den Platz, einem großen Abschlusskreis und dem traditionellen Lied „Nehmt Abschied, Brüder!“ machten sich zwei Reisebusse voller Pfadfinderinnen und Pfadfinder und die Materialtransporter auf den Heimweg. Alle kamen gut in Hanau bzw. Wächtersbach an, und so ging ein tolles und sehr erlebnisreiches Lager zu Ende, das sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Weitere Informationen zur Arbeit der DPSG St. Bonifatius Wächtersbach sind unter http://www.stamm-bonifatius.de/ zu finden. Wer die Arbeit des Stammes unterstützen möchte, kann dies gerne tun: DPSG Wächtersbach, Kto 5 479 878 bei der VR Bank Wächtersbach (BLZ 506 616 39).
