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Besinnlicher Adventsnachmittag der Sudetendeutschen Landsmannschaft in Fulda

Am 1. Advent hatte die Kreisgruppe Fulda der Sudetendeutschen Landsmannschaft zu ihrem traditionellen Adventsnachmittag in die „Grillenburg“ in Fulda-Lehnerz geladen. Die Hessische Landesbeauftragte für Heimatvertriebene und Spätaussiedler, Margarete Ziegler-Raschdorf, war der Einladung auch in diesem Jahr wieder gerne gefolgt und überbrachte die herzlichen Grüße von Ministerpräsident Volker Bouffier sowie dem Hessischen Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner.

In ihrem Grußwort würdigte die Landesbeauftrage vor rund 70 Gästen im weihnachtlich geschmückten Bürgerhaus „Grillenburg“ die zahlreichen Aktivitäten der Sudetendeutschen im Kreis Fulda und dankte dem SL-Kreisobmann Rudolf Bauer und seinem Stellvertreter Eduard Hannig für ihr Engagement. Hierzu gehöre neben der Adventsfeier insbesondere die Veranstaltung zum Gedenken an den 4. März 1919. Dieser Tag, an dem 54 Sudetendeutsche bei der friedlichen Demonstration für ihr Selbstbestimmungsrecht starben, bleibe lebendig in der kollektiven Erinnerung der Sudetendeutschen. Auch die alljährlich stattfindende Fahrt zum Sudetendeutschen Tag an Pfingsten sowie die Totengedenkfeier seien feste Termine im Jahreskalender.

In einem kleinen Rückblick auf die politischen Entwicklungen der letzten beiden Jahre hob die Landesbeauftrage besonders die Einführung des „Hessischen Gedenktages für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Deportation“ hervor, der in diesem Jahr gemeinsam mit dem Zentralen Tag der Heimat bereits zum zweiten Mal begangen wurde. „Ich freue mich, dass das Land Hessen dafür beim bundesweiten Tag der Heimat des BdV am 29. August 2015 in Berlin mit der Ehrenplakette die höchste Auszeichnung des Bundes der Vertriebenen erhalten hat“, so Ziegler-Raschdorf.

Die Landesbeauftragte erinnerte an die Leistungen der Flüchtlinge und Vertriebenen, die sich mit härtester Arbeit und äußerster Disziplin eine neue Existenz in Hessen aufgebaut hätten. „Am heutigen inneren Zusammenhalt, an der Wirtschaftskraft und am Wohlstand Hessens haben sie großen Anteil“, sagte Ziegler-Raschdorf. Dies werde auch von der Landesregierung nicht vergessen. Unter der schwarz-grünen Koalition habe sich nichts an der Unterstützung für die Heimatvertriebenen und Spätaussiedler geändert.  Dies sei keine Selbstverständlichkeit. Sie selbst sei sozusagen ein Unikat in Deutschland, da andere Bundesländer ihre Landesbeauftragten für Vertriebene wieder abgeschafft hätten. Die Vertriebenen könnten sich auch künftig auf das Land Hessen verlassen. Abschließend wünschte die Landesbeauftragte allen Anwesenden eine besinnliche Adventszeit und ein gesegnetes Weihnachtsfest.

Musikalisch umrahmt wurde die Adventsfeier von der Egerländer Stubenmusik aus Welkers unter Leitung von Heinz Sattler. Gemeinsames Singen von Weihnachts- und Volksliedern aus der alten Heimat sorgte bei den Gästen für eine feierliche und gemütliche Stimmung.

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