Die Themen Wirtschaft, Unterbringung von Flüchtlingen und Finanzen standen im Mittelpunkt des ersten Arbeitsgesprächs des neuen Ersten Kreisbeigeordneten Frederik Schmitt in Hünfeld. Dabei berichtete Schmitt gegenüber Bürgermeister Stefan Schwenk vom Besuch einer Delegation aus einer chinesischen Provinz, die Kontakte auf wirtschaftlicher und kultureller Ebene mit der Wirtschaftsregion Fulda anstrebt.
Schwenk hob hervor, dass auch für Hünfelder Unternehmen solche Kontakte sicher interessant seien und er in Gesprächen mit heimischen Unternehmen das Interesse erkunden wolle.
Ein weiteres zentrales Thema, das den neuen Ersten Kreisbeigeordneten gegenwärtig fordert, ist die Unterbringung von Kriegsflüchtlingen und Asylbewerbern. Bürgermeister Schwenk sprach dem Landkreis Anerkennung dafür aus, dass es bisher gelungen sei, weder Schulturnhallen noch andere öffentliche Gemeinschaftseinrichtungen in Anspruch nehmen zu müssen. Das trage sicher zur Akzeptanz in der Bevölkerung bei. Gleichzeitig bekräftigte er aber auch seinen Wunsch, dass diese Aufgabe möglichst gerecht unter den Kommunen im Landkreis Fulda verteilt werden müsse. Ein möglicher Maßstab dafür sei sicher die Einwohnerzahl. Es werde den Bürgern schwer zu vermitteln sein, wenn eine Gemeinde überproportional Flüchtlinge aufnehmen müsse, während in anderen Gemeinden noch überhaupt keine Asylbewerber oder Kriegsflüchtlinge angekommen seien. In dieser Frage habe er die Unterstützung vieler seiner Bürgermeisterkollegen.
Thema der Gespräche war auch die künftige Kreisumlage nach den Veränderungen durch das Urteil des Verwaltungsgerichtshofs zum kommunalen Finanzausgleich. Nach Angaben des Ersten Kreisbeigeordneten werde dies trotz der veränderten Systematik in absoluten Zahlen zu keinen bedeutsamen Veränderungen der Umlagegrößenordnungen führen, was den Kommunen Planungssicherheit für ihre Haushalte gebe. In der Vergangenheit habe der Landkreis Fulda seine Kreisumlage auskömmlich kalkuliert und sei im Gegensatz zu anderen Kreisen nicht darauf angewiesen, Kassenkredite zum Haushaltsausgleich in Anspruch zu nehmen.