Am Freitag sind in der Nacht um 1.00 Uhr im Vogelsbergkreis weitere 137 Flüchtlinge eingetroffen. Sie wurden von der Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen nach Alsfeld in die Großsporthalle gebracht. Damit sind alle vier Notunterkünfte, die der Landrat aufgrund des Einsatzbefehls des Innenministers ab dem 9. Oktober eingerichtet hatte, vollständig belegt.
Es sind nun 952 Kriegsflüchtlinge im Vogelsbergkreis – zusätzlich zu den wöchentlichen regulären rund 40 Zuweisungen – untergebracht. In Homberg und Mücke sind die Zahlen seit einer Woche unverändert: 231 und 114. In Lauterbach befinden sich 320 Flüchtlinge, in Alsfeld in der Großsporthalle sind es nun 287. Der größte Anteil der 952 Flüchtlinge kommt aus Syrien und Afghanistan. Etwa 30 Prozent der Flüchtlinge sind Kinder.
In der Nacht auf Freitag waren in Alsfeld etwa 20 Einsatzkräfte im Dienst. Am heutigen Freitag, 6. November, führt ein Ärzteteam des Regierungspräsidiums in der Stadthalle in Homberg die medizinische Untersuchung sämtlicher Flüchtlinge aus den vier Notunterkünften im Vogelsbergkreis durch.
Landrat Manfred Görig rechnet im Laufe der kommenden Woche mit der zugesagten Übernahme aller vier Einrichtungen durch hauptamtliche Kräfte der DRK-Kreisverbände Fulda (betrifft Lauterbach und Alsfeld) und Gießen-Marburg (betrifft Mücke und Homberg). Die Mitteilung in der Presse, die Übergabe sei bereits erfolgt, trifft nicht zu, betont Landrat Görig. Gegenwärtig arbeiten sich an den Standorten die künftigen Verantwortlichen in die nötigen Abläufe ein.
Das Ziel der hauptamtlichen Übernahme durch das Deutsche Rote Kreuz, das einen Vertrag mit dem Innenministerium hat, ist die rasche Entlastung der vielen Ehrenamtlichen, die nun bereits seit vier Wochen im Einsatz sind.
Bürgertelefone in den Stadtverwaltungen
Für Fragen rund um Unterstützungsmöglichkeiten vor Ort stehen die Bürgertelefone in den Stadtverwaltungen zur Verfügung. Bürgerinnen und Bürger die helfen, spenden oder anderweitig ihre Unterstützung anbieten, finden dort ihre Ansprechpartner.
Hier können Bürgerinnen und Bürger ihre Hilfsangebote nennen.
Das betrifft ausdrücklich nicht nur die aktuell zusätzlich zugewiesenen Kriegsflüchtlinge, sondern auch die „regulär“ rund 900 bereits im Vogelsbergkreis wohnenden Asylbewerber, die in 14 von 19 Kommunen untergebracht sind.
Lauterbach 06641 / 184-444
Alsfeld 06631 / 182-152
Mücke 06400 / 9102-27
Homberg 06633 / 184-42