Etwas mehr als 25.000 Besucher sind beim diesjährigen Kultursommer Main-Kinzig-Fulda gezählt worden. Damit konnte die höchste Besucherzahl seit vielen Jahren erreicht werden.
Nach Einschätzung der Landräte Bernd Woide (Landkreis Fulda) und Erich Pipa (Main-Kinzig-Kreis), deren Landkreise die Träger des Kultursommers Main-Kinzig-Fulda sind, sei der Rekordbesuch zum einen auf das gute Wetter in diesem Jahr zurückzuführen. Zum anderen hätten dank des neu eingeführten Kinderkultursommers mehr Veranstaltungen als sonst angeboten werden können. Mit insgesamt 73 Aktionen habe der Kultursommer 2015 wieder viele Menschen in der Region begeistert. „Die Veranstaltungsreihe ist ein nicht wegzudenkender Bestandteil unseres Kulturlebens.“
Mit dem Klang japanischer Taiko-Trommeln wurde der Kultursommer in der Kunststation Kleinsassen eröffnet. Dies war zugleich der Auftakt einer mehrwöchigen deutsch-japanischen Kunstbegegnung im Künstlerdorf in der Rhön. Die dazugehörigen Ausstellungen besuchten bis zum Ende des Kultursommers rund 5.500 Kunstinteressierte. Die Veranstaltung „Literatur am Kirchplatz“ wurde zeitgleich an drei Standorten, darunter Blankenau und Hünfeld, durchgeführt. Insgesamt 270 Besucher lauschten den Lesungen zum Thema „Spuren des Glaubens in moderner Literatur“.
Auf Initiative des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst fand erstmals ein Kinderkultursommer statt. Zahlreiche kleinere Veranstaltungen, zum Beispiel Puppenspiele in Eichenzell und Bad Salzschlirf oder Mitmachtheater im Kinderbauernhof Lönneberga in Fulda-Lüdermund, waren willkommene Abwechslungen im Ferienprogramm. Überhaupt zählen kleinere Veranstaltungen zu den Eckpfeilern des Kultursommers. Kleinkunst und Kabarett, Singer/Songwriter und Vertreter der Klassikszene traten in Tann, Burghaun, Gersfeld, Kalbach und Flieden auf.
Für Programmgestaltung, Werbung, Öffentlichkeitsarbeit und Abrechnung zeichnen die Fachgruppe Kultur des Main-Kinzig-Kreises und die Volkshochschule des Landkreises Fulda verantwortlich. Die beiden Geschäftsstellen in Gelnhausen und Fulda danken den Veranstaltern für ihr Engagement und die Auswahl der Künstler und Aufführungsorte. Der Dank gilt auch den beiden Hauptförderern. Denn ohne die finanzielle Unterstützung der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst wäre der Kultursommer nicht möglich.