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Zuse-Sohn spricht über Zuses Weg zum Computer Öffentlicher Vortrag beim Treffen der Zuseaner in Hünfeld

Es hat Jahrzehnte gedauert, bis Konrad Zuse weltweit als Erbauer des ersten Digitalrechners und damit Vater des Computers anerkannt wurde. Darüber und den Weg seines Vaters zum Computer spricht im Rahmen des diesjährigen Zuseaner-Treffens am Samstag, 29. August, der älteste Sohn des Computerpioniers, Prof. Horst Zuse, im Rahmen eines öffentlichen Vortrages in der Stadthalle Kolpinghaus.

Zu diesem Zuseaner-Treffen haben Prof. Horst Zuse und Bürgermeister Stefan Schwenk nicht nur ehemalige Mitarbeiter der Zuse KG, sondern auch Freunde und Weggefährten des Hünfelder Ehrenbürgers eingeladen, der von 1956 bis 1995 den größten Teil seines schöpferischen Lebens in der Haunestadt verbrachte. Sie trägt seit 2006 durch einen Erlass des damaligen Hessischen Innenministers Volker Bouffier auch den Namenszusatz „Konrad-Zuse-Stadt Hünfeld“.

Das Treffen, zu dem auch Vorstandsmitglieder der Konrad-Zuse-Gesellschaft und deren Vorsitzender Prof. Wolfgang Karl aus Karlsruhe und Neukirchens Bürgermeister Gerd Lang erwartet werden, soll durch Prof. Hermann Flessner aus Hamburg eröffnet werden. Flessner war viele Jahre lang Vorsitzender der Zuse-Anwendergemeinschaft und gilt als ein Wegbereiter des Einsatzes von Digitalrechnern in der Bautechnik. Unter anderem entwickelte Flessner neue Verfahren im Betonbau, die beispielsweise beim Bau der Transrapid-Strecke in China zum Einsatz gekommen sind. Insgesamt wird mit einer Teilnahme von rund 120 ehemaligen Mitarbeitern Zuses und wissenschaftlichen Weggefährten gerechnet.

In seinem Vortrag, der auch Interessenten offensteht, befasst sich Prof. Dr. Ing. Horst Zuse mit der Entwicklung der Digitalrechner, die im Ergebnis der Arbeit vieler außergewöhnlicher Wissenschaftler, Ingenieure oder Manager weltweit bedurfte, um den Computer zur heutigen Verbreitung zu verhelfen. Konrad Zuse, der 1995 in Hünfeld starb, werde heute fast einhellig auf der ganzen Welt als Schöpfer des ersten frei programmierbaren Rechners in binärer Schalttechnik und Gleitpunktrechnung anerkannt. Damit baute der Vater von Prof. Horst Zuse den ersten funktionsfähigen Digitalrechner. In seinem Vortrag stellt Prof. Zuse frühe Rechnerentwicklungen aus den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten Königreich vor, die parallel zu den ersten Zuse-Rechnern Z 1 bis Z 3 entwickelt wurden, die aber nicht über die bis heute gültigen Wesensmerkmale des Computers verfügten. Außerdem berichtet Horst Zuse anhand von zahlreichen historischen Aufnahmen und Filmsequenzen über die Entwicklung der Zuse KG, die 1949 in Neukirchen im Altkreis Hünfeld gegründet worden war und als der erste kommerzielle Computerhersteller der Welt gilt.

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