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Wieder Container nach Burkina Faso

Hosenfeld. Was hat eine Geburtsurkunde mit dem Schulbesuch zu tun? Blickt man auf das westafrikanische Land Burkina Faso, so erkennt man sehr schnell, dass hier eine sehr enge Anhängigkeit besteht. Haben Kinder – überwiegend sind hier Mädchen betroffen – keine Geburtsurkunde, so wird ihnen der Schulbesuch verwehrt.

„Um diesem Effekt entgegenzuwirken“, so Anja Listmann, 1. Vorsitzende des Vereins Burkina Faso macht Schule e.V. – Bufamaschu aus Hosenfeld, „konnten wir bereits 100 jungen Mädchen Urkunden ausstellen lassen und diese Kindern damit aus der Anonymität heraus in das gesellschaftliche und schulische Leben führen. Die in unseren Augen verhältnismäßig geringen Kosten von 3,90 € Euro pro Urkunde bilden für die Eltern der Kinder ein unüberwindbares Hindernis, da das bei vielen Familien ohnehin geringe Einkommen durch hohe Lebensmittelpreise aufgesogen wird.“

68 Patenschaften vermittelt
Die einfache und sehr effektive Art, den Kindern in Burkina Faso durch die Ausstellung von Geburtsurkunden zu helfen, ist nur ein kleiner Teil dessen, was der junge Verein Bufamaschu leistet.
Seit Vereinsgründung im vergangenen Jahr wurden 68 Patenschaften für Schülerinnen und Schüler vermittelt, die sich den Besuch einer Schule aus finanziellen Gründen nicht leisten können. Hierbei handelt es sich um Waisen oder Kinder aus besonders armen Familien.

Neben der Verbesserung der Ausbildungssituation möchte Bufamaschu auch die Lebensumstände der Menschen, vor allem auf dem Land, verbessern. Hierzu gehören die Reparaturen von vorhandenen oder Neubauten von Brunnen. Ein sich daraus ergebender Effekt ist der Rückgang von Infektionskrankheiten und Kindersterblichkeit, da die offenen Wasserlöcher zahllose Keime enthalten.

Verschiffung von Hilfscontainern
Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt des Vereins liegt in der Verschiffung von Containern mit Hilfsgütern. Bereits im vergangenen Jahr konnte von Bufamaschu ein Container nach Ouagadougou, der Hauptstadt Burkina Fasos, versendet werden. Inhalt waren vor allem Fahrräder, Nähmaschinen und Schulmaterialien.
Burkinische Partner sind für die ordnungsgemäße Zuteilung des Materials verantwortlich und können so beispielsweise durch die Hilfe aus Hosenfeld ein Ausbildungszentrum für Näherinnen und eines für Friseurinnen einrichten.

Auch in diesem Jahr wird wieder ein Container in das westafrikanische Land geschickt. Anfang November wird er auf die lange Reise nach Bobo-Dioulasso, der zweitgrößten Stadt im Westen des Landes, gehen.
Hiefür, so die Vereinsvorsitzende, würden noch Fahrräder und Nähmaschinen (elektrisch oder mit Fußbetrieb), aber auch Schultaschen, Rucksäcke, Schulmaterialien jeglicher Art sowie Werkzeuge und Schubkarren benötigt.

Wer für den Versand des Containers hiervon etwas zur Verfügung stellen möchte, kann sich direkt an den Verein wenden. Kontakt: Bukina Faso macht Schule e.V., Tel.: (06669) 900988, E-Mail: info@bufamaschu.de, Internet: www.bufamaschu.de

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