Fulda. Ein Freiwilliges Soziales Jahr kann man seit dem Schuljahr 2008/2009 auch an einer Schule absolvieren”, so der Landtagsabgeordnete Dr. Norbert Herr (CDU). Im Schulamtsbezirk Fulda würden in diesem Schuljahr bereits 10 Freiwillige an Schulen eingesetzt. Dabei stehe jeder Schule eine FSJ-Stelle zur Verfügung. „Die Freiwilligen übernehmen dabei Aufgaben wie Betreuung, Begleitung und Aufsicht von Schülern z.B. auf Wandertagen, Klassenfahrten, bei den Hausaufgaben, vor und nach dem Unterricht, in Pausen und in den Ferien”, so Dr. Herr.
Unter den hessenweit 22 Trägerverbänden als Organisatoren des Freiwilligen Sozialen Jahres befinde sich auch der Bund der deutschen katholischen Jugend im Diözesanverband Fulda. Die Zusammenarbeit zwischen den Trägerorganisationen des FSJ und den Schulen gestaltet sich derart, dass die Schulen ihren Bedarf eines Freiwilligen an eine Trägerorganisation ihrer Wahl melden und gemeinsam mit dieser ein konkretes Tätigkeitsprofil erarbeiten. Die Trägerorganisation sucht darauf hin einen Jugendlichen, der an der betreffenden Schule mit dem vereinbarten Beschäftigungsprofil arbeiten möchte. Anschließend schließen der Freiwillige, die Schule und die Trägerorganisation einen so genannten Dreiecksvertrag auf der Grundlage der Rahmenvereinbarung zwischen dem Hessischen Kultusministerium, dem Hessischen Sozialministerium und dem Trägerverband, in der die Rechte und Pflichten der Beteiligten niedergelegt sind.
Während der Dauer des FSJ werden die Jugendlichen durch eine Person des Trägers betreut, die auch in regelmäßigen Abständen mit ihr oder ihm und der Schule Kontakt aufnimmt und in Konfliktfällen vermittelt.
Beide Parteien profitieren
„Die Nachfrage nach Schulen als Einsatzstellen für ein Freiwilliges Soziales Jahr ist sehr hoch, so dass die zur Verfügung stehenden Landesmittel in Höhe von 1 Mio. Euro in vollem Umfang ausgeschöpft werden konnten”, erklärt Dr. Herr. Auch für das kommende Schuljahr 2009/2010 lägen bereits Anfragen von Seiten der Schulen vor. Der Nutzen liege für die Träger darin, dass sich mit den Schulen interessante neue Tätigkeitsfelder auftäten. Es gebe ein spürbar großes Interesse bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, im pädagogischen Bereich eingesetzt zu werden, das über die bisherigen Einsatzbereiche wie z.B. Kindertagesstätten oder Jugendhilfeeinrichtungen hinausgehe. „Diejenigen Jugendlichen, die vielleicht selber einmal Lehrer werden wollen, werden über das Freiwillige Soziale Jahr an einer Schule gut auf dieses Tätigkeitsfeld vorbereitet. Auch die Lehrer profitieren davon, denn sie werden durch die Freiwilligen spürbar entlastet”, so Dr. Herr abschließend.
Nähere Informationen bietet die Internetseite www.fsj-hessen.de.