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Mitgliederversammlung der Dachmarke Rhön mit Rück- und Ausblick

Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Länder übergreifenden Vereins Dachmarke Rhön e.V. und Landrat des Landkreises Schmalkalden-Meiningen Peter Heimrich (rechts), der Geschäftsführerin der Dachmarke Rhön Barbara Landgraf (4.v.l.) und der stellvertretenden Geschäftsführerin der Dachmarke Rhön Hannelore Rundell (2.v.r.) präsentierten die Vertreter der Partnerbetriebe ihre Auszeichnungen.                Foto: Carsten Kallenbach

Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Länder übergreifenden Vereins Dachmarke Rhön e.V. und Landrat des Landkreises Schmalkalden-Meiningen Peter Heimrich (rechts), der Geschäftsführerin der Dachmarke Rhön Barbara Landgraf (4.v.l.) und der stellvertretenden Geschäftsführerin der Dachmarke Rhön Hannelore Rundell (2.v.r.) präsentierten die Vertreter der Partnerbetriebe ihre Auszeichnungen. Foto: Carsten Kallenbach

Rhön. Das Jahr 2013 wird als Meilenstein in die Geschichte der Dachmarke Rhön eingehen. Im Herbst war es nach rund dreijähriger Vorbereitungsphase auf der Mainfranken-Messe in Würzburg gelungen, die neue Regionalmarke „Rhönwiese“ erstmals der Öffentlichkeit zu präsentieren. 2014 soll nun intensiv daran gearbeitet werden, die neue Marke mit zunächst bis zu 20 verschiedenen Produkten aus der Rhön fest im Handel zu etablieren, hieß es während der Mitgliederversammlung des Länder übergreifenden Vereins Dachmarke Rhön e.V., die jetzt in Meiningen stattfand.

„Mit unserer neuen Regionalmarke ,Rhönwiese‘ erkennt der Verbraucher nun endlich, dass alle Produkte, die darunter vermarktet werden, zu einer Familie gehören. Das einheitliche Erscheinungsbild und die handelstauglichen Etiketten sind für die Dachmarke Rhön ein ganz wichtiger Schritt gewesen“, schätzte die Geschäftsführerin der Dachmarke Rhön, Barbara Landgraf, ein. Rund 15 bis 20 verschiedene Produkte – vom Honig über Holundersaft, eingelegten Grünspargel bis hin zu Dinkelnudeln und Rhöner Wurstspezialitäten – sollen bis Ende 2014 unter der neuen Marke im Handel erhältlich sein. Mit „Rhönwiese“ setzt die Dachmarke Rhön auch auf einen erfolgreichen Verkauf von Rhöner Qualitätsprodukten in den nächstgelegenen größeren Städten wie Erfurt, Würzburg oder Frankfurt am Main.

Silvia Arnold, Vorstandsmitglied des Vereins Dachmarke Rhön e.V. (rechts), überreicht die Urkunden für die Anerkennung im Bereich Obst & Gemüse sowie als Regionalladen an Daniela Hoch von „Christians Erdbeerhof“ in Eußenhausen. Der eingelegte Grünspargel von „Christians Erdbeerhof“ gehört zu den ersten Produkten, die über die neue Regionalmarke der Dachmarke Rhön „Rhönwiese“ im Handel vermarktet werden.                                                                                    Foto: Dachmarke Rhön

Silvia Arnold, Vorstandsmitglied des Vereins Dachmarke Rhön e.V. (rechts), überreicht die Urkunden für die Anerkennung im Bereich Obst & Gemüse sowie als Regionalladen an Daniela Hoch von „Christians Erdbeerhof“ in Eußenhausen. Der eingelegte Grünspargel von „Christians Erdbeerhof“ gehört zu den ersten Produkten, die über die neue Regionalmarke der Dachmarke Rhön „Rhönwiese“ im Handel vermarktet werden.
Foto: Dachmarke Rhön

Für Partnerbetriebe der Dachmarke Rhön, die ihre Produkte unter der neuen Regionalmarke vermarkten wollen, bietet die Dachmarke Rhön weiterhin eine einzelbetriebliche Beratung an, denn die Erfüllung der Handelsanforderungen sind insbesondere für die kleineren Betriebe eine neue Herausforderung. Als neue Kreation könnte es unter „Rhönwiese“ in Zukunft auch eine „Rhöner Braumeisterselektion“ geben – eine Auswahl unterschiedlicher Rhöner Bierspezialitäten von verschiedenen Familienbrauereien, die Partnerbetrieb der Dachmarke Rhön sind, hieß es auf der Mitgliederversammlung. Erste Gespräche mit interessierten Brauereien hat es bereits gegeben.

Der Länder übergreifende Verein Dachmarke Rhön e.V. zählt zurzeit 286 Mitglieder aus den Landkreisen Bad Kissingen, Fulda, Rhön-Grabfeld, Schmalkalden-Meiningen und Wartburgkreis. Davon nutzen 195 Partnerbetriebe die Marken der Dachmarke Rhön in 19 verschiedenen Produktgruppen. 28 von ihnen sind Bio-Betriebe. Den größten Zuwachs an Partnerbetrieben gab es 2013 bei den Winzern, was aus der engen Zusammenarbeit der Dachmarke Rhön mit „Frankens Saalestück“ resultiert. Allerdings hat die Thüringer Rhön noch immer erheblichen Nachholbedarf im Vergleich zu Hessen oder Bayern. Die meisten Partnerbetriebe gibt es im Landkreis Rhön-Grabfeld, gefolgt von Fulda und Bad Kissingen. Schlusslicht bildet mit gerade einmal acht Markennutzern der Landkreis Schmalkalden-Meiningen.

Neben der Markteinführung von „Rhönwiese“ war das Jahr 2013 vor allem durch die Weiterentwicklung des Kriterien- und Kontrollkonzeptes sowie durch eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit geprägt. So präsentierte sich die Dachmarke Rhön unter anderem auf der weltgrößten Messe für Bio-Produkte, der Bio-Fach in Nürnberg, und der Mainfranken-Messe in Würzburg. Hinzu kamen der Brot- und Biermarkt in Poppenhausen, die Bayerischen Ernährungstage in München, eine Weinexkursion für Gastronomen in „Frankens Saalestück“ und Ausstellungen in den Landtagen von Hessen in Wiesbaden sowie Thüringen in Erfurt.

2014, sagte Barbara Landgraf, soll eine „Erzeugergemeinschaft Rhönfleisch“, zunächst für den Bereich Rindfleisch, gegründet werden. Es gebe eine hohe Nachfrage nach Qualitätsfleisch aus der Rhön, beispielsweise von gehobenen Betriebsrestaurants und Metzgereien im Rhein-Main-Gebiet oder im Raum Würzburg/Schweinfurt. Ein Schwerpunkt neben der weiteren Markteinführung von „Rhönwiese“-Produkten werde auch die Gewinnung neuer Partnerbetriebe in der Thüringer Rhön sein, kündigte Landgraf an. Dazu soll die im Sommer dieses Jahres gemeinsam mit dem Rhönforum e.V. gestartete „Regionalkampagne Thüringer Rhön“ fortgeführt werden. Außerdem werde eine Neuauflage der „Rhöner Genusstour“ vorbereitet, in der sich Partnerbetriebe mit ihren Produkten und Dienstleistungen präsentieren. Auch die Bemühungen, das „Regionalregal Rhön“ noch stärker im regionalen Handel, in Gaststätten, Pensionen oder Hotels zu etablieren, werden 2014 fortgesetzt. Zurzeit gibt es zehn verschiedene Standorte im Handel.

 

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