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VDE Rhein-Main zeichnet Absolventen der Hochschule Fulda aus

Walter Kaiser (Foto, rechts außen) vom Vorstand des VDE Rhein-Main und Matthias Hahner (Foto, links außen) von der RhönEnergie Fulda GmbH, verantwortlich für den VDE Rhein-Main Region Ost – Stützpunkt Fulda, überreichten den erfolgreichen Preisträgern an der Hochschule Fulda die Urkunden des Friedrich-Dessauer-Stiftungspreises (von links): Alexander-Nicolai Köhler, Tarek Aissa und Klaus Maicher.

Walter Kaiser (Foto, rechts außen) vom Vorstand des VDE Rhein-Main und Matthias Hahner (Foto, links außen) von der RhönEnergie Fulda GmbH, verantwortlich für den VDE Rhein-Main Region Ost – Stützpunkt Fulda, überreichten den erfolgreichen Preisträgern an der Hochschule Fulda die Urkunden des Friedrich-Dessauer-Stiftungspreises (von links): Alexander-Nicolai Köhler, Tarek Aissa und Klaus Maicher.

Fulda. Der Friedrich-Dessauer-Stiftungspreis des VDE Rhein-Main e. V. für herausragende Abschlussarbeiten des Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik wurde an der Hochschule Fulda University of Applied Sciences an Tarek Aissa, Alexander-Nicolai Köhler und Klaus Maicher verliehen. Mit diesem Preis zeichnet der VDE Rhein-Main e. V. im Zuge der Innovations- und Nachwuchsförderung jährlich herausragende Abschlussarbeiten des Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik aus.

Dipl.-Ing. Walter Kaiser vom Vorstand des VDE Rhein-Main und Dipl.-Ing. Matthias Hahner von der RhönEnergie Fulda, verantwortlich für den VDE Rhein-Main Region Ost – Stützpunkt Fulda, überreichten den erfolgreichen Absolventen die mit Preisgeldern verbundenen Urkunden. Mit der Verleihung des Friedrich-Dessauer-Stiftungspreises möchte der Verband den Nachwuchs motivieren und ein Zeichen für die gesellschaftliche Bedeutung von Ingenieuren und ihrer Arbeit setzen.

Der Stiftungspreis erinnert an den Radiologen, Physiker und sozial engagierten Unternehmer und Publizisten Dr. Friedrich Dessauer (1881-1963). Den größten Teil seines Lebens widmete Dessauer der Erforschung radioaktiver Strahlen mit besonderer Betonung auf der Anwendbarkeit in der Medizintechnik. Die Verleihung fand im Rahmen des 18. Fuldaer Elektrotechnik-Kolloquiums statt, das vom FET Förderkreis des Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik veranstaltet wurde und das Thema „Die Ozeane“ in den Mittelpunkt rückte.

Tarek Aissa, der den mit 500 Euro verbundenen ersten Preis erhielt, beschäftigt sich in seiner Masterarbeit mit dem Thema „Entwurf eines musterbasierten adaptiven Verfahrens zur Vorhersage und Modellierung von Zeitreihen in der Abwasserreinigung“. In Kläranlagen besteht ein großes Optimierungspotenzial bezüglich der Prozessführung und damit der Energieeinsparung. Ein wesentlicher Ansatz ist dabei die möglichst genaue Vorhersage der Abwasserzuflüsse, um damit eine optimierte Prozessführung ableiten zu können. Hierzu gibt es bereits von der Industrie entwickelte Verfahren, die allerdings für eine kommunale Kläranlage aufgrund der hohen Komplexität nicht geeignet sind. Tarek Aissa hat in seiner Arbeit ein Prognoseverfahren entwickelt, welches leicht verständlich und für spezielle Problemstellungen einfach anwendbar ist.

Alexander-Nicolai Köhler aus Fulda, der mit dem zweiten Preis ausgezeichnet wurde und 300 Euro Preisgeld erhielt, setzt sich in seiner Bachelorarbeit mit Untersuchungen zur Regelung der relativen Luftfeuchte in einer Vitrine auseinander. Wertvolle Kulturgüter werden meist in Museen ausgestellt und unterliegen den dort herrschenden, oft widrigen Umwelteinflüssen, die von der Feuchtigkeit in den historischen Gebäuden, aber insbesondere auch von den Besuchern, beispielsweise durch die Atmung, ausgehen. Daher geht man zunehmend dazu über, Exponate in Vitrinen auszustellen, die aber – abhängig von der Bauart – klimatisiert werden müssen. In seiner Arbeit entwickelte Alexander-Nicolai Köhler ein Klimatisierungskonzept für eine aktiv klimatisierte Vitrine. Dabei wurden verschiedene Regelungskonzepte simulativ und experimentell erprobt und mit Erfolg umgesetzt.

Klaus Maicher aus Künzell wurde mit dem dritten Preis ausgezeichnet und erhielt 200 Euro Preisgeld für seine Bachelorarbeit „Vergleich und Bewertung thermische Langzeitspeicher für dezentrale Energieversorgung“. Die Energiewende mit den ausgegebenen Zielen der Bundesregierung benötigt langfristig Energiespeicher, insbesondere um die volatile Einspeisung der dezentralen erneuerbaren Energien auszugleichen. Hierzu werden alle Arten von Energiespeichern benötigt, auch Warmwasserspeicher. Diese sind in ihrer herkömmlichen Art allerdings in ihren Anwendungsmöglichkeiten begrenzt. Mittlerweile gibt es aber neue Technologien der thermischen Langzeitspeicherung, z. B. phasenübergangsbasierte Latentwärmespeicher (PCM-Speicher) oder thermochemische Sorptionsspeicher, deren Eigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten in dieser Arbeit verglichen, analysiert und bewertet wurden. Erste Anlagen werden derzeit in Forschungs- und Prototypenanlagen eingesetzt.

„Wir sind stolz auf Ihre Leistungen und freuen uns, Sie mit diesem besonderen Preis zu ehren“, sagte Dipl.-Ing. Matthias Hahner bei der Überreichung der Urkunden. Neben der Auszeichnung und dem Preisgeld erhalten die Preisträger eine kostenlose zweijährige Mitgliedschaft im VDE.

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