Alsfeld. ersonelle Neuformierung an der Spitze des Vogelsberger Kreiskrankenhauses. Landrat Manfred Görig: „Die Weichen werden Richtung Zukunft gestellt.“ Geschäftsführer Bodo Assmus und Aufsichtsratsvorsitzender Görig setzen damit deutliche Signale für den Standort Alsfeld, für die Zukunft, vor allem aber für die medizinische Qualität des Hauses. Mit gleich zwei Chefarztwechseln formiert sich die Ärzteschaft in den kommenden Wochen neu und eröffnet damit gleichzeitig neue Möglichkeiten für Patienten. Das Angebotsspektrum erweitert sich, zum Beispiel im Bereich Lungenheilkunde.
Dr. Arno Kneip wird neuer Ärztlicher Leiter. Kneip löst in dieser Funktion in wenigen Wochen Dr. Böhm ab. Dr. Markus Reuter wird neuer Chefarzt „Pneumologie“ und Dr. Steffen Lancee wird Chefarzt des Bereichs „Allgemein- Visceral- und Gefäßchirurgie“.
Dr. Arno Kneip ist seit 2005 im Kreiskrankenhaus als Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie tätig und bereits seit 2006 Stellvertretender Ärztlicher Leiter. Er kam aus dem Bürgerhospital Friedberg nach Alsfeld und hat in dieser Zeit die Abteilung maßgeblich weiterentwickelt. Unter seiner Leitung wurde neben der Behandlung von Unfallpatienten und Verschleißerkrankungen auch die Behandlung von Sportverletzungen etabliert und die Sektion Wirbelsäulenchirurgie aufgebaut. Aufgrund seiner Initiative ist das Kreiskrankenhaus Mitglied im Traumanetzwerk Mittelhessen und als lokales Traumazentrum zertifiziert. Seitens der Berufsgenossenschaften besteht eine Zulassung als Durchgangsarzt für die Durchführung der Behandlung nach Arbeits- und Wegeunfällen.
Geschäftsführer Bodo Assmus: „Neue Schwerpunkte und Innovationen im Dienste der Patienten sind mit den neuen Chefärzten auf den Weg gebracht. Auf Oberarztebene sind wir seit Jahren gut und konstant mit kompetenten, erfahrenen und engagierten Medizinern aufgestellt. Deshalb konnten wir trotz einiger Personalwechsel auf der Chefarztebene unsere Patienten weiterhin sehr gut versorgen.“ Umso wertvoller sei es, dass das Kreiskrankenhaus mit den neuen Ärzten auch in der Führungsebene Stabilität und Fortentwicklung gleichermaßen dokumentiere. Das Haus sei stolz darauf, sehr erfahrene und erfolgreiche Mediziner gewonnen zu haben.
Dr. Markus Reuter ist seit dem 1. Oktober Chefarzt der Pneumologie. Der 51-jährige Facharzt für Pneumologie wird in den nächsten Monaten in Alsfeld eine pneumologische Fachabteilung innerhalb der Abteilung Innere Medizin aufbauen, um Patienten mit Lungenerkrankungen vor Ort gut diagnostizieren und versorgen zu können.
Der bisherige Chefarzt der Inneren, Dr. Martin Böhm, beabsichtigt, sich als Hausarzt in Schwalmtal niederzulassen. Die Entscheidung über Dr. Böhms diesbezüglichen Antrag fällt Ende Oktober. Dann nämlich wird der Zulassungsausschuss der Kassenärztlichen Vereinigung und der Krankenkassen über diesen Antrag auf einen Sitz als niedergelassener Hausarzt für Schwalmtal entscheiden.
Landrat Manfred Görig akzeptiert Dr. Böhms Wunsch nach einer beruflichen Veränderung. Sollte sich dieser Wunsch erfüllen, wird Dr. Reuter die Aufgaben und Funktion von Dr. Böhm auch als Chefarzt der Allgemeinen Inneren übernehmen.
Dr. Reuter – gebürtiger Rheinländer – bringt auch die Qualifikation als Böhms Nachfolger in der Funktion Chefarzt „Innere“ mit, dessen sind sich der Geschäftsführer und der Landrat sicher. Denn nach mehreren Stationen als Oberarzt für Pneumologie war Reuter die vergangenen acht Jahre Chefarzt der Inneren Medizin, Pneumologie, nicht-invasive Kardiologie und internistische Intensivmedizin in Montabaur.
Dr. Steffen Lancee, 48-jähriger Allgemein- und Visceralchirurg wird am 1. Januar 2014 die Nachfolge des 64-jährigen Chefarztes PD Dr. Karl Kipfmüller antreten und somit die Chefarztposition der Allgemein-, Visceral- und Gefäßchirurgie übernehmen. Dr. Lancee bringe die erforderlichen medizinischen und organisatorischen Kompetenzen mit, betonen Assmus und Görig. In seiner bisherigen Klinik in Bludenz/Österreich trug er wesentlich dazu bei, die chirurgische Abteilung als Zentrum für Hernienchirurgie, der Proktologie und der Minimal-invasiven Chirurgie auszubauen. In seinen Spezialisierungen der Darm-, Bauchspeicheldrüsen-, Leber- und Milzerkrankungen bzw. -operationen wurde er als Referent zu mehreren internationalen Kongressen geladen und publizierte vielfach in medizinischen Fachzeitschriften.
Für Landrat Manfred Görig, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Kreiskrankenhaus GmbH, signalisiert die hohe Fachkompetenz an der Spitze des Hauses Stabilität und Verlässlichkeit – sowohl für die Bevölkerung, für die das Kreiskrankenhaus aus Sicht des Landrats unverzichtbar ist, als auch für die Beschäftigten. Das Kreiskrankenhaus gehöre zum „Kern der Daseinsvorsorge in der Region“.