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Namensgebung des Heinrich-von-Bibra-Saals in der Hochschul-, Landes- und Stadtbibliothek

DSC_0026Fulda (cp). 225 Jahre nach dem Todestag Heinrich von Bibras gedachten die Stadt Fulda, der Fuldaer Geschichtsverein und geschichtsinteressierte Bürgerinnen wie Bürger dem herausragenden Fürstbischof in der Hochschul-, Landes- und Stadtbibliothek. „Wir fühlen uns in der Tradition Heinrich von Bibras der Förderung der Bibliotheken verpflichtet, so hat die Stadt den Anbau der Hochschul- und Landesbibliothek mit erheblichen Mitteln finanziert“, hob Oberbürgermeister Gerhard Möller hervor. Indem er zusammen mit Dr. Marianne Riethmüller, Leiterin der Hochschul-, Landes- und Stadtbibliothek, dem Kulturamtsleiter Dr. Thomas Heiler und dem Festredner Dr. Berthold Jäger ein Bild des früheren fuldischen Fürstbischofs im Multifunktionssaal aufhängte, wurde die Umbenennung des Raumes in „Heinrich-von-Bibra-Saal“ offiziell vollzogen.

Bildungsreformen
 
In seinem im Rahmen dieser Veranstaltung gehaltenen Festvortrag ging Dr. Berthold Jäger auf die Bildungspolitik Heinrich von Bibras, der von 1759 bis 1788 regierte, ein und informierte die Anwesenden über dessen besondere Verdienste in diesem Bereich. So hob der Fürstbischof unter anderem das Volksschulwesen auf ein neues Niveau, trieb die Professionalisierung des Lehrerberufs voran, modernisierte die Universität und erreichte durch die eingeleiteten Reformen einen deutlichen Bildungsschub. Während früher nur Privilegierte, Adelige und Mönche Zugang zu Bibliotheken hatten, ging er die Mängel in der Literaturversorgung an und begann mit dem Aufbau von öffentlichen Bibliotheken in Fulda. „Heinrich von Bibra steht für eine aktive Bildungspolitik und hat eine große Bedeutung für die fuldische Geschichte – es gibt wenige geistige oder weltliche Herrscher in Fulda, die sich mit ihm messen können“, unterstrich Dr. Jäger.

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