Fulda (cp). In der Aula der Alten Universität war kein Sitzplatz mehr zu bekommen. Selbst der Fußboden war belegt, denn dort saßen die vielen Kinder, welche das Sitzkissenkonzert von Musikschule, JugendKathedralChor und Kammerorchester der Jugend angelockt hatte. Ohne viel Federlesens zu machen, ging Luzi – die von Alexandra Pesold temperamentvoll geführte, moderierende Handpuppe – auf die jungen Zuhörer zu, so dass die ganze Kinderschar vom ersten Lied an – „Singen macht Spaß“ – kräftig mit einstimmte. Da konnte das Kammerorchester der Jugend, welches krankheitsbedingt ohne seinen Dirigenten Martin Klüh auskommen musste, mit der vollen Aufmerksamkeit der Zuhörer rechnen. Mit zwei zur sonntäglichen Morgenstimmung passenden Bearbeitungen aus Peter Tschaikowskys Kinderalbum für Klavier op. 39 konnte es sich in die Herzen der Kinder spielen, die so nah am Orchester sitzen durften, dass sie die Schwingungen der Instrumente fast anfassen konnten. Die Orchesterleitung übernahm hier Konzertmeisterin Magdalena Kött souverän vom ersten Pult aus. Verstärkt vom Chor der Katharinenschule Gläserzell gestaltete dann Domkapellmeister Franz-Peter Huber mit den erfrischenden Stimmen der Chorkinder einen Block mit Liedern, bei denen das ganze Publikum immer wieder mitsingen durfte.
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Querflöte
Wie jedes Jahr wurde von der Musikschule auch diesmal ein Instrument näher vorgestellt – die Querflöte. Eva Rützel aus der Klasse von Stephanie Vautz erklärte zunächst die Klangerzeugung des Instrumentes, spielte dabei auch mal nur auf dem Mundstück und gab einen Überblick über Geschichte und Verwendung des silbrig schimmernden Instrumentes, welches von Puppe Luzi zunächst für ein spaciges Lichtschwert gehalten wurde. Mit einem Adagio und einem Allegro aus Bachs Flötensonate BWV 1034 zeigte die Flötistin, dass sie ihr Instrument in passender barocker Stilistik sowohl gesanglich als auch höchst virtuos beherrscht. Am Klavier wurde sie von Musikschulleiter Christoph Stibor begleitet. Danach übernahm wieder der Chor, wie schon zu Beginn von Evelyn Holzinger (Oboe), Lukas Theinen (Klarinette), Eva Rützel (Flöte), Christoph Wilhelm (Gitarre) und Johannes Lange (Violine) unterstützt, bevor das Orchester unter der gelungenen Leitung von Martin Klühs Dirigierschüler Andreas Hornig die pfiffigen, wunderbar ins Programm passenden „pizzicati“ aus dem Ballett „Sylvia“ von Léo Delibes zupfte. Zum Abschluss gab es dann noch ein Mitmachlied für alle, verbunden mit dem Versprechen der beteiligten Kooperationspartner, im nächsten Jahr wieder ein Sitzkissenkonzert zu veranstalten.

