Berlin, Freiburg, Fulda (cif). Die Versorgung der Konfliktopfer in Mali wird für Hilfsorganisationen zunehmend schwieriger. Caritas-Mitarbeiter in dem afrikanischen Land beklagen, dass der Zugang zu den Vertriebenen, von denen die meisten Frauen und Kinder sind, in der Region Mopti aufgrund der Restriktionen durch das Militär nur noch sporadisch möglich ist. Caritas international, das Hilfswerk der deutschen Caritas, stellt für die humanitäre Hilfe in Mali weitere 100.000 Euro bereit und ruft dringend zu Spenden auf, um die Flüchtlinge weiter versorgen zu können.
Dem Spendenaufruf schließt sich der Caritasverband für die Diözese Fulda ausdrücklich an. Denn während zwar auf dem Land die Versorgung der Vertriebenen nach Auskunft der Caritas-Helfer aufgrund der guten Ernte im Süden des Landes weitgehend gesichert ist, stellt die Bereitstellung von Nahrungsmitteln in den Städten wie Mopti, wo sich die meist mittellosen Flüchtlinge die Lebensmittel nicht leisten können, ein wachsendes Problem dar. „Diese Menschen sind unschuldige Opfer der kriegerischen Auseinandersetzung“, betont der Fuldaer Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch. „Sie benötigen Hilfe, und wir dürfen sie nicht im Stich lassen!“
Große Sorge bereitet den Caritas-Helfern vor allem auch die Lage der Bevölkerung im von Islamisten besetzten Norden des Landes. Verbliebene Mitarbeiter von lokalen Caritas-Partnern berichten, dass Milizen sich in Wohnvierteln verschanzen und Zivilisten als lebende Schutzschilde missbrauchen. Caritas international, das Hilfswerk der deutschen Caritas, unterstützt in Mali bereits seit April 2012 Vertriebenenprojekte, als der Konflikt durch Besetzung vom Norden des Landes seinen Anfang nahm. Konfliktopfer werden von der Caritas in Mopti und Gao unter anderem mit Lebensmitteln und Notunterkünften versorgt. Für geflohene Kinder und Jugendliche werden Schulunterricht und Speisungen angeboten. Bislang sind rund 230.000 Menschen in den Süden Malis geflohen; 200.000 haben sich in Nachbarstaaten in Sicherheit gebracht.
Spenden mit Stichwort “Konfliktopfer Mali“ werden erbeten auf das Konto von Caritas international, Freiburg, Spendenkonto 202 bei der Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe BLZ 660 205 00 oder online unter: www.caritas-international.de. Spenden mit Stichwort „Mali“ auf das Spendenkonto Nr. 220 des Caritasverbandes für die Diözese Fulda bei der Sparkasse Fulda, BLZ 53050180, werden in voller Höhe weitergeleitet. Auch hier ist Online-Spenden möglich. Bitte unter www.caritas-fulda.de „Engagement“ anklicken!