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Trianel-Windpark kommt später ans Netz – Engagement wird für ÜWAG nicht teurer

Fulda. Die Inbetriebnahme des Trianel-Windparks Borkum West-II wird aufgrund von Verzögerungen beim Netzanschluss und Produktionsengpässen bei einigen Zulieferern um einige Monate verschoben. Die ÜWAG bleibt trotz dieser Verschiebung in dem vor Beginn des Projekts von den Gremien freigegebenen Investitionsvolumen von 22 Mio. € bei gleichbleibender Beteiligungsquote am Windpark. Dies teilte das Unternehmen in einer Presseinformation mit. Aufgrund von Verzögerungen, insbesondere beim Anschluss des Windparks an das Stromnetz durch den Übertragungsnetzbetreiber, werde die Inbetriebnahme der Windräder um etwa sechs Monate auf das zweite Quartal 2013 verschoben. Darüber hinaus seien bei einigen Zulieferern Produktionsengpässe aufgetreten, so bei dem Produzenten der jeweils 700 Tonnen schweren dreibeinigen Fundamente und dem Hersteller der Umspannplattform, mit deren Hilfe der auf dem Meer erzeugte Windstrom an Land gebracht wird. Diese Komponenten sollen jedoch bis Frühjahr 2013 installiert werden.

In einer Gesellschafterversammlung der Trianel am 4. Juli 2012 wurden die kommunalen Unternehmen, die am Windpark Borkum West-II beteiligt sind, im Detail über Hintergründe, die zu einer Anpassung des Zeitplans der Inbetriebnahme führen sowie über die daraus entstehenden Mehrausgaben informiert. Vorher war lediglich informell bekannt, dass eine Restrukturierung der Projektfinanzierung erforderlich werden könnte. Die nun bekannten Mehrausgaben belaufen sich nach Angaben der ÜWAG für die 33 Gesellschafter insgesamt auf 44 Mio. €. Auch die Banken beteiligen sich in etwa gleicher finanzieller Höhe an der Neuausrichtung des Projekts. Seitens der ÜWAG werde es jedoch lediglich einen Beitrag von 0,7 Mio. € geben. Damit bleibt die ÜWAG insgesamt mit ihrer Investition in dem vom Aufsichtsrat und der Verbandsversammlung freigegebenen Rahmen von 22 Mio. €. Denn 18,3 Mio. € seien bisher in das Projekt investiert worden, weitere 3,0 Mio. € bestehen als Darlehensverpflichtung, so dass noch 0,7 Mio. € als Beteiligung der ÜWAG an den Mehrausgaben zur Verfügung stehen.

Gleichzeitig wird es nicht zu einer Verringerung der Beteiligungsquote von 6,15 % kommen. Damit agiert die ÜWAG vollständig im Rahmen der Beschlüsse von Aufsichtsrat und Verbandsversammlung. Trianel habe versichert, alle nötigen Schritte zu unternehmen, um die durch die Verzögerungen entstandenen zusätzlichen Kosten den Verursachern in Rechnung zu stellen.

Seit dem Baubeschluss am 15. Dezember 2010 waren die Projektierung und Errichtung des Windparks planmäßig vorangeschritten. Die insgesamt 120 Pfähle zur Befestigung der Fundamente auf dem Meeresboden konnten fristgerecht geliefert werden. Auch die Lieferung der Windenergieanlagen selbst liegt im Plan. Bereits im März dieses Jahres wurden vom Hersteller die ersten 20 von 40 Gondeln übergeben, so dass die Komponenten – Turmsegmente, Rotorblätter und Gondeln – zur Montage bereitstehen. Die ersten Fundamente wurden bereits zum Baufeld, etwa 45 km nordwestlich der Nordseeinsel Borkum gebracht und in den Meeresboden eingelassen.

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