{"id":99996,"date":"2012-07-02T00:09:32","date_gmt":"2012-07-02T00:09:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=99996"},"modified":"2012-07-02T07:49:09","modified_gmt":"2012-07-02T07:49:09","slug":"landpartie-fur-medizinstudenten-landkreis-gno-und-goethe-universitat-gehen-neue-wege-im-kampf-gegen-den-hausarztemangel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=99996","title":{"rendered":"Landpartie f\u00fcr Medizinstudenten &#8211; Landkreis, GNO und Goethe-Universit\u00e4t gehen neue Wege im Kampf gegen den Haus\u00e4rztemangel"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/324-Medizinstudenten.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-99997\" title=\"324-Medizinstudenten\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/324-Medizinstudenten.jpg\" alt=\"\" width=\"592\" height=\"394\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/324-Medizinstudenten.jpg 592w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/324-Medizinstudenten-265x176.jpg 265w\" sizes=\"(max-width: 592px) 100vw, 592px\" \/><\/a><br \/>\nFulda. Ein Rundflug \u00fcber die Rh\u00f6n war der kr\u00f6nende Schlusspunkt des Pilotprojekts \u201eLandpartie\u201c f\u00fcr Medizinstudenten, das der Landkreis Fulda gemeinsam mit dem Gesundheitsnetz Osthessen (GNO) und der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt gestartet hat.<\/p>\n<p><strong>Foto:<\/strong> Max Colin Heydenreich <!--more-->Mit der Kombination aus Praktika bei haus\u00e4rztlich t\u00e4tigen Allgemeinmedizinern und Internisten plus Natur-Kultur-Programm verfolgen die Kooperationspartner ein ganz konkretes Ziel: Medizinstudenten f\u00fcr die haus\u00e4rztliche T\u00e4tigkeit in der l\u00e4ndlich gepr\u00e4gten Rh\u00f6n zu begeistern. Denn ein Haus\u00e4rztemangel ist auch im Landkreis Fulda absehbar.<\/p>\n<p>\u201eRein statistisch haben wir im Moment noch keinen \u00c4rztemangel auf dem Land, aber in den n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahren werden in einigen Teilen des Landkreises bis zu einem Drittel der \u00c4rzte aus dem aktiven Dienst ausscheiden\u201c, berichtet der Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernent Dr. Heiko Wingenfeld. Insofern liege es im Interesse des Landkreises, gemeinsam mit Akteuren aus Medizin und Wissenschaft ein Ma\u00dfnahmenpaket zu schn\u00fcren, mit dem man den Medizinernachwuchs schon heute f\u00fcr die haus\u00e4rztliche T\u00e4tigkeit und die Region interessieren k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Mit dem Projekt \u201eLandpartie\u201c wurde Anfang dieses Jahres das \u201eNachwuchsprogramm\u201c gestartet. Zwischen Februar und Mai haben insgesamt 14 Medizinstudenten der Frankfurter Goethe-Universit\u00e4t ein zweiw\u00f6chiges Praktikum in Rh\u00f6ner Landarztpraxen absolviert. Reise- und Unterkunftskosten wurden dabei vom Landkreis Fulda getragen.<\/p>\n<p>Die Studenten sind mit vielen positiven Eindr\u00fccken in den H\u00f6rsaal zur\u00fcckgekehrt. \u201eMir wurde viel zugetraut\u201c, berichtet Lukas Becker. \u201eSchon am zweiten Tag durfte ich die Patienten untersuchen. Es war toll, mit dem Arzt \u00fcber Diagnostik und Therapie diskutieren zu k\u00f6nnen.\u201c Rainer Wenzel, der 14 Tage in einer Gemeinschaftspraxis mitgearbeitet hat, fand die unterschiedlichen Herangehensweisen der \u00c4rzte besonders spannend. \u201eDie Beziehung zwischen Arzt und Patient ist hier auf dem Land ganz anders als in der Stadt\u201c, hat Karin Hadas festgestellt. Und Tanja Zeller war von der Bandbreite der haus\u00e4rztlichen T\u00e4tigkeit begeistert.<\/p>\n<p>\u201eDie Studentinnen und Studenten bekommen ganz praktische Einblicke in die T\u00e4tigkeit eines Landarztes und\u00c2\u00a0 einen Eins-zu-Eins-Unterricht. Dabei kn\u00fcpfen sie Kontakte und lernen auch die Region mit ihren vielf\u00e4ltigen M\u00f6glichkeiten kennen\u201c, fasst Dr. Martin Schaper, Allgemeinmediziner und freier Mitarbeiter am Institut f\u00fcr Allgemeinmedizin der Goethe-Universit\u00e4t, die Pluspunkte der \u201eLandpartie\u201c zusammen.<\/p>\n<p>Dass die Rh\u00f6n als Arbeits-, Wohn- und Lebensort gleicherma\u00dfen attraktiv sein kann, davon haben sich die Studentinnen und Studenten bei der Abschlussveranstaltung noch einmal selbst \u00fcberzeugen k\u00f6nnen. Bei einer Wanderung vom Guckaisee \u00fcber den Pferdskopf zur Wasserkuppe, dem h\u00f6chsten Berg Hessens, konnte Diplom-Biologe und G\u00e4stef\u00fchrer Joachim Jenrich mit jeder Menge Fachwissen und unterhaltsamen Anekdoten das Interesse der jungen Leute wecken. Zudem gab es eine ordentliche Portion Nervenkitzel beim Rundflug. \u201eDie Rh\u00f6n ist landschaftlich sehr reizvoll und hat einen hohen Freizeitwert\u201c, so lautete das einhellige Fazit der Nachwuchsmediziner. Ob sie sich irgendwann einmal in der Rh\u00f6n niederlassen werden? Das steht wohl in den Sternen. Sicher ist aber, dass das Projekt \u201eLandpartie\u201c fortgef\u00fchrt und in 2013 sogar auf einen Zeitraum von vier Wochen erweitert wird. (Dorit Heydenreich)<\/p>\n<p>Zum Foto: v.l.n.r. Dr. Martin Schaper, Rainer Wenzel, Karin Hadas, Johannes Langer, Tanja Zeller, Lukas Becker und Joachim Jenrich<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Ein Rundflug \u00fcber die Rh\u00f6n war der kr\u00f6nende Schlusspunkt des Pilotprojekts \u201eLandpartie\u201c f\u00fcr Medizinstudenten, das der Landkreis Fulda gemeinsam mit dem Gesundheitsnetz Osthessen (GNO) und der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt gestartet hat. 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