{"id":99907,"date":"2012-06-28T06:57:36","date_gmt":"2012-06-28T06:57:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=99907"},"modified":"2012-06-28T06:57:36","modified_gmt":"2012-06-28T06:57:36","slug":"first-responder-unterstutzen-in-ihrer-freizeit-den-rettungsdienst-eine-ganz-besondere-form-des-ehrenamts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=99907","title":{"rendered":"First Responder unterst\u00fctzen in ihrer Freizeit den Rettungsdienst &#8211; Eine ganz besondere Form des Ehrenamts"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/318-Ersthelfer-Eichenzell2.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-99909\" title=\"318-Ersthelfer-Eichenzell2\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/318-Ersthelfer-Eichenzell2-265x176.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"176\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/318-Ersthelfer-Eichenzell2-265x176.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/318-Ersthelfer-Eichenzell2.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Eichenzell. Diese Zahlen sind alarmierend: 3991 Menschen verloren im vergangenen Jahr auf deutschen Stra\u00dfen ihr Leben, 391.500 wurden verletzt, rund 2,3 Millionen Mal krachte es auf Autobahnen, Landstra\u00dfen und im Stadtverkehr. Im Fall der F\u00e4lle z\u00e4hlt vor allem eins: schnelle Hilfe. Jetzt kommt es auf jede Sekunde an, bis Feuerwehr und Notarzt eintreffen. Die gesetzliche Notfallzeit sieht vor, dass nach maximal zehn Minuten ein Rettungswagen vor Ort sein muss. Das klingt wenig. Doch f\u00fcr die Unfallopfer ist das Warten auf die Retter eine Qual. Die \u00dcberlebenschancen eines Patienten mit Herz-Kreislauf-Stillstand sinken mit jeder Minute um zehn Prozent. Bereits nach drei Minuten beginnen die ersten Hirnzellen irreversibel abzusterben. Erfolgen jetzt nicht schnellstens Wiederbelebungsma\u00dfnahmen, so wird die Situation immer bedrohlicher.<!--more--><\/p>\n<p>Leid zu lindern und Leben zu retten haben sich die so genannten First Responder bzw. Helfer vor Ort zur Aufgabe gemacht. Von diesen ehrenamtlichen Schutzengeln sind in Eichenzell rund 30 im Einsatz. \u201eSie werden zu internistischen, chirurgischen, p\u00e4diatrischen und sonstigen Notf\u00e4llen gerufen. Oft bei lebensbedrohlichen Zust\u00e4nden\u00c2\u00a0oder solchen, die es laut Meldebild werden k\u00f6nnten\u201c, erkl\u00e4rt Timo Wogias, Ansprechpartner und Leiter der Gruppe, die im Jahr 2008 gegr\u00fcndet wurde. Fast jeden zweiten Tag r\u00fcckten die Voraushelfer im Gro\u00dfraum Eichenzell im vergangenen Jahr aus, insgesamt 167 Mal. Ein Gro\u00dfteil der Eichenzeller Lebensretter \u2013 rund 80 Prozent \u2013 ist auch hauptberuflich f\u00fcr das Wohl seiner Mitmenschen aktiv: als \u00c4rzte, Rettungsassistenten, Rettungssanit\u00e4ter und Feuerwehrleute. Die First Responder kooperieren mit dem Malteser Hilfsdienst und dem Deutschen Roten Kreuz. F\u00fcr ihr gro\u00dfartiges Engagement erhalten die Helfer keinen Cent. Ihre T\u00e4tigkeit ist zu 100 Prozent ehrenamtlich, einen Dienstplan gibt es deshalb nicht. Jeder ist immer auf Abruf, 24 Stunden am Tag.<\/p>\n<p>Die gro\u00dfe St\u00e4rke der Voraushelfer: Sie sind nicht nur extrem schnell vor Ort, sondern kennen sich in ihrem Einsatzgebiet, das ihre Heimat ist, auch perfekt aus. Abgelegene Waldst\u00fccke oder verlassene Feldwege, die selbst das Navi zum Verzweifeln bringen, stellen f\u00fcr die M\u00e4nner und Frauen keine Hindernisse dar. Die Fahrt zum Unfallort erfolgt in den Privatfahrzeugen. \u201eBisher leider ohne Sondersignal, was hin und wieder hinderlich ist, da es Zeit kostet, wenn man beispielsweise an einer Ampel oder Baustelle warten muss\u201c, so Wogias. In vielen anderen Bereichen der Republik sei die Sondersignalanlage bei Voraushelfern inzwischen Standard. Zur Ausr\u00fcstung geh\u00f6ren ein Notfallrucksack mit Sauerstoffeinheit, Beatmungshilfen, Infusions- und Verbundmaterial. Au\u00dferdem sind die First Responder an ihren roten Einsatzwesten erkennbar.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/318-Ersthelfer-Eichenzell1.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-99908\" title=\"318-Ersthelfer-Eichenzell1\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/318-Ersthelfer-Eichenzell1-265x177.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"177\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/318-Ersthelfer-Eichenzell1-265x177.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/318-Ersthelfer-Eichenzell1.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>\u201eDie Alarmierung erfolgt \u00fcber Funkmeldeempf\u00e4nger bzw. SMS auf das Mobiltelefon des jeweiligen First Responders\u201c, erkl\u00e4rt Timo Wogias. Alarmiert wird durch die Leitstelle des Landkreises, parallel zum Rettungsdienst. Eine mindestens 80-st\u00fcndige sanit\u00e4tsdienstliche Ausbildung ist Bedingung, um als First Responder aktiv zu sein. Hinzu kommen j\u00e4hrlich 16 Fortbildungsstunden. Interessierte m\u00fcssen mindestens 18 Jahre alt sein und entsprechende k\u00f6rperliche und geistige Voraussetzungen mitbringen. Von ihrem Selbstverst\u00e4ndnis her verstehen sich die Helfer vor Ort nicht als Teil des Rettungsdienstes, sondern als eine zus\u00e4tzliche Erg\u00e4nzung zu den bestehenden Rettungsstrukturen. So beginnen sie am Einsatzort sofort mit lebensrettenden Ma\u00dfnahmen, bereiten die weiteren Behandlungen vor und geben R\u00fcckmeldung an die Rettungsleitstelle, um etwa weitere Rettungskr\u00e4fte anzufordern.<\/p>\n<p>In Eichenzell kommt die Gemeinde f\u00fcr die laufenden Kosten und die Haftpflichtversicherungen der Helfer auf. Auch die Erstausstattung in H\u00f6he von rund 28.000 Euro wurde finanziert. Arbeitgeber sind nicht dazu verpflichtet, einen First Responder f\u00fcr einen Einsatz freizustellen, dies erfolgt auf freiwilliger Basis. Im Landkreis sind die Eichenzeller Notfallhelfer nicht die einzigen. Auch in Burghaun, Ebersburg, Fulda, Hofbieber, Hosenfeld, K\u00fcnzell, Neuhof, Michelsrombach, Petersberg, Rasdorf und Flieden ist diese ganz spezielle Form des Ehrenamts mittlerweile fest verankert. Nachbarn, die in ihrer Freizeit Leben retten \u2013 ein gutes Gef\u00fchl zu wissen, dass die helfenden Engel so nah sind.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><br \/>\n<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Eichenzell. Diese Zahlen sind alarmierend: 3991 Menschen verloren im vergangenen Jahr auf deutschen Stra\u00dfen ihr Leben, 391.500 wurden verletzt, rund 2,3 Millionen Mal krachte es auf Autobahnen, Landstra\u00dfen und im Stadtverkehr. Im Fall der F\u00e4lle z\u00e4hlt vor allem eins: schnelle Hilfe. 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