{"id":99795,"date":"2012-06-26T00:10:54","date_gmt":"2012-06-26T00:10:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=99795"},"modified":"2012-06-25T17:50:06","modified_gmt":"2012-06-25T17:50:06","slug":"47-friedenswallfahrt-zum-maria-ehrenberg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=99795","title":{"rendered":"47. Friedenswallfahrt zum Maria Ehrenberg"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/P1070820_aus.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-99796\" title=\"P1070820_aus\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/P1070820_aus-265x192.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"192\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/P1070820_aus-265x192.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/P1070820_aus.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Kothen.<\/strong> \u00dcber 200 Pilger folgten in diesem Jahr dem Aufruf der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Rh\u00f6n\/Vogelsberg bei der 47. Friedenswallfahrt zum Maria Ehrenberg f\u00fcr den Frieden zu beten. Der Fuldaer Regens, Monsignore Dr. Cornelius Roth stellte das Vereinende zwischen den monotheistischen Weltreligionen als Mittel zum Weltfrieden in den Mittelpunkt seiner Predigt.<!--more--><\/p>\n<p>Gerade Papst Johannes Paul II. und Benedikt XVI. setzten deutliche Zeichen, dass das Verbindende des Christen- und Judentums wie des Islam Chancen f\u00fcr den Weltfrieden b\u00f6te. Die Forderung Johannes Pauls II. beim Friedensgebet 1986 in Assisi, sich nach Franz von Assisi am Evangelium f\u00fcr den Frieden unter den Religionen zu orientieren wie auch der Aufruf Benedikts XVI bei seinem Besuch der Moschee in Amman, Jordanien \u201eWir Religi\u00f6sen m\u00fcssen zusammenhalten\u201c seien deutliche Bekenntnisse f\u00fcr einen Frieden unter und mit den Religionen. \u201ePazifismus ist seitdem Markenzeichen p\u00e4pstlicher Friedenspolitik\u201c schlie\u00dft Roth daraus und erteilt damit kriegerischen Handlungen eine Absage. Sei in der Geschichte noch die Rede von einem \u201egerechten Krieg\u201c, herrsche heute die Erkenntnis vor, dass es diesen nicht geben k\u00f6nne, da immer wieder unschuldige Menschen betroffen seien. Danach m\u00fcsse alles Handeln verantwortungsvoller Christen ausgerichtet sein, auch wenn dies oftmals gegen den Strom der Weltpolitik sei betonte der Regens und\u00c2\u00a0 nannte in diesem Zusammenhang die Konflikte im Balkan, im Irak und Afghanistan.<\/p>\n<p>Sowohl im Christen- und Judentum, wie auch im Islam werde Gott als Sch\u00f6pfer des Himmels und der Erde dargestellt. Er sei zumindest in diesen drei monotheistischen Weltreligionen Liebe und Barmherzigkeit. Dieser Glaube, dass Gott ein Gott des Friedens ist, sei die Grundlage f\u00fcr das gemeinsame Friedensanliegen.<\/p>\n<p>Aber auch Abraham wie Johannes der T\u00e4ufer seien genauso verbindende Figuren zwischen den drei Religionen. Johannes Ruf zur Umkehr zu Gott und zur Bu\u00dfe sei hochaktuell. \u201eOhne Umkehr, ohne Bereitschaft, seine eigene Position zu hinterfragen, tiefer zu verstehen und damit toleranter zu werden, kann es keinen Weltfrieden geben\u201c so der Regens. Aber auch Maria, als Frau, die erfahren hat, dass Gott die Kleinen und Niedrigen erh\u00f6he und M\u00e4chtigen vom Thron st\u00fcrze, sei ein wichtiges verbindendes Element.<\/p>\n<p>Dem entgegen st\u00fcnden auch nicht die Unterschiede, die es zwischen den Religionen gibt. Jede einzelne habe ihren Wahrheitsanspruch, der auch akzeptiert werden m\u00fcsse. Ohne diese Akzeptanz w\u00e4re es den Gl\u00e4ubigen nicht m\u00f6glich, sich gegenseitig ernst zu nehmen.<\/p>\n<p>\u201eAls Kirche k\u00f6nnen wir zum Frieden auch in dieser Region der Welt beitragen, wenn wir das Gemeinsame zwischen den Religionen herausstellen\u201c spricht Roth die aktuellen Konflikte in Syrien an. Gerade die syrischen Christen, die heute in einem muslimischen Land ihren Glauben leben k\u00f6nnen, h\u00e4tten die katholische Kirche stark gepr\u00e4gt, so gehen viele Marienfeste auf die orthodoxe christliche Kirche in Syrien zur\u00fcck. Dies mache deutlich, dass der aktuelle Konflikt nicht religi\u00f6ser, sondern politischer und sozialer Natur sei.<\/p>\n<p>Die Wallfahrt zum Maria Ehrenberg d\u00fcrfe als Bild des Neuanfangs und der Umkehr, im Sinne Johannes des T\u00e4ufers, dessen Hochfest auf den Tag der Wallfahrt fiel, verstanden werden. \u201eTragen wir dazu bei, dass nicht Hass und Krieg, sondern Liebe und Frieden das letzte Wort haben, dass wir in den gl\u00e4ubigen Juden und Muslimen unsere Br\u00fcder und Schwestern erkennen und wir so in gegenseitigem Respekt vor der \u00dcberzeugung des anderen zu Boten des Friedens der Welt werden\u201c rief Roth am Ende seiner Predigt auf.<\/p>\n<p>Der KAB Bezirksvorsitzende Egon Sch\u00fctz, der die Wallfahrer begr\u00fc\u00dft hatte, dankte zum Schluss nicht nur dem Prediger, sondern auch Anni Honikel, die seit Jahren als Vorbeterin die Wallfahrt \u00fcber die Stufen zur Kirche begleitet. Roth \u00fcberreichte er von der KAB fair gehandelten Kaffee aus Guatemala und merkte an, dass die KAB auch mit solchen Projekten einen Beitrag zur Gerechtigkeit und damit zum Frieden leiste. (Michael Schmitt)<\/p>\n<p><strong><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Kothen. \u00dcber 200 Pilger folgten in diesem Jahr dem Aufruf der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Rh\u00f6n\/Vogelsberg bei der 47. Friedenswallfahrt zum Maria Ehrenberg f\u00fcr den Frieden zu beten. 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