{"id":99661,"date":"2012-06-22T00:10:22","date_gmt":"2012-06-22T00:10:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=99661"},"modified":"2012-06-22T07:02:58","modified_gmt":"2012-06-22T07:02:58","slug":"wegweisende-projekte-bei-den-erneuerbaren-energien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=99661","title":{"rendered":"Wegweisende Projekte bei den erneuerbaren Energien"},"content":{"rendered":"<p>Fulda. Zum 100. Geburtstag kann die \u00dcWAG auf ein erfolgreiches Jahr 2011 zur\u00fcckblicken. Vorstand Dipl.-Ing. G\u00fcnter Bury pr\u00e4sentierte auf der Versammlung des Zweckverbands \u00dcberlandwerk Fulda-H\u00fcnfeld-Schl\u00fcchtern das Ergebnis des Konzerns und erl\u00e4uterte den Beitrag der \u00dcWAG-Gruppe zum Ausbau der erneuerbaren Energien in der Region.<!--more--><\/p>\n<p>Im vergangenen Gesch\u00e4ftsjahr betrug der Gesamtstromabsatz der \u00dcWAG 3.973 Mio. Kilowattstunden (kWh). Gegen\u00fcber dem Vorjahr bedeutete dies eine Steigerung von 1,6%. Dabei ging der Absatz an Industrie- und Haushaltskunden leicht zur\u00fcck, w\u00e4hrend der Absatz an andere Energieversorger und das Volumen im Stromhandel zunahmen. Die Umsatzerl\u00f6se kletterten auf 377,2 Mio. Euro, was einem Anstieg um 5,9% gegen\u00fcber 2010 entspricht. Der Konzernumsatz stieg um 10,6% auf 452,3 Mio. Euro. Die \u00dcWAG schlie\u00dft das Gesch\u00e4ftsjahr 2011 mit einem Jahres\u00fcberschuss von 15,8 Mio. Euro ab. Der Konzern erreichte insgesamt 16,2 Mio. Euro. Der Bilanzgewinn der \u00dcWAG betr\u00e4gt 16,1 Mio. Euro \u2013 eine deutliche Steigerung gegen\u00fcber 10,1 Mio. Euro im Jahr 2010. Ende 2011 waren 762 Menschen bei der \u00dcWAG und ihren Tochterunternehmen besch\u00e4ftigt. Davon standen f\u00fcnfzig junge Frauen und M\u00e4nner in einem Ausbildungs- oder Studienverh\u00e4ltnis.<\/p>\n<p><strong>Hohe Aussch\u00fcttung an die Kommunen<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDie \u00dcWAG-Gruppe hat sich mit innovativen Dienstleistungen und hoher Zuverl\u00e4ssigkeit eine gute Position am Markt erarbeitet\u201c, sagte G\u00fcnter Bury im R\u00fcckblick. Die erneuerbaren Energien und umweltfreundliche L\u00f6sungen st\u00fcnden dabei im Vordergrund. In seinen Ausf\u00fchrungen gab der \u00dcWAG-Vorstand zahlreiche Beispiele f\u00fcr Projekte in der Region.<\/p>\n<p>Gleichzeitig unterstrich er die enge Partnerschaft mit der Region. \u201eWir \u00fcbernehmen Verantwortung f\u00fcr eine sichere und umweltfreundliche Energieversorgung, f\u00fcr die Entwicklung der Region und f\u00fcr die Menschen, die hier leben\u201c, so der \u00dcWAG-Vorstand. Dies zeige sich zum einen an der Aussch\u00fcttung an die kommunalen Anteilseigner f\u00fcr deren vielf\u00e4ltige Aufgaben. Diese sei dieses Mal deutlich h\u00f6her als im letzten Jahr, doch sie lasse der \u00dcWAG die notwendigen finanziellen Spielr\u00e4ume, um auch k\u00fcnftige Herausforderungen erfolgreich zu bestehen. Eine Eigenkapitalquote von 59,5% und R\u00fccklagen von 115,7 Mio. Euro seien ein eindrucksvoller Beleg daf\u00fcr. In diesem Jahr gehen 8 Millionen Euro an den Landkreis Fulda, 6,2 Millionen Euro an die Stadt Fulda, 1 Million Euro an den Main-Kinzig-Kreis und 200.000 Euro an den Kreis Hersfeld-Rotenburg. Zum anderen sei auch das Engagement der \u00dcWAG-Gruppe mit umfangreichen Investitionen und entsprechender Wertsch\u00f6pfung ein Ausdruck dieser Partnerschaft.<\/p>\n<p><strong>Neue Konzessionen in Bayern und Th\u00fcringen<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDie traditionell hohen Investitionen der \u00dcWAG in ihr Stromnetz sorgen f\u00fcr eine im bundesweiten Vergleich au\u00dferordentlich gute Versorgungssicherheit\u201c, erkl\u00e4rte G\u00fcnter Bury. F\u00fcr eine Reihe von Gemeinden in Th\u00fcringen und Bayern war der hohe Standard ein gewichtiger Grund, die \u00dcWAG langfristig als neuen Konzessionspartner zu w\u00e4hlen. Aber auch die meisten der Gemeinden, die bisher bereits mit der \u00dcWAG zusammenarbeiteten, sprachen ihr im vergangenen Jahr erneut das Vertrauen aus. Damit w\u00e4chst das Netzgebiet der \u00dcWAG auf insgesamt 37 konzessionierte Kommunen mit etwa 260.000 Einwohnern.<\/p>\n<p>Neben der Stromversorgung geh\u00f6ren auch der \u00f6ffentliche Personennahverkehr und die Telekommunikation zur Daseinsvorsorge. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2011 \u00fcbernahm die \u00dcWAG Bus GmbH den Linienverkehr im gesamten Landkreis. Investitionen von 15 Mio. Euro in umweltfreundliche Busse waren dem vorausgegangen. Im November 2011 erfolgte der Spatenstich f\u00fcr das Breitbandnetz in der Pilotkommune Dipperz, das am 5. Juni 2012 in Betrieb genommen wurde. Neben Dipperz waren die Gemeinden K\u00fcnzell \u2013 f\u00fcr den Ortsteil Dietershausen \u2013 und Flieden die ersten, die das Angebot der \u00dcWAG \u00fcber einen fl\u00e4chendeckenden Glasfaserausbau annahmen.<\/p>\n<p><strong>Wegweisende Projekte bei den erneuerbaren Energien<\/strong><\/p>\n<p><strong>Biogasanlagen mit hoher Effizienz<\/strong><\/p>\n<p>Nachdem sie bereits 2009 die AgrarEnergie Rothemann GmbH in Eichenzell mit gegr\u00fcndet hatte, ist die GKU Gesellschaft f\u00fcr kommunale Umwelttechnik mbH nun auch an einer Gesellschaft beteiligt, die eine Biogasanlage mit einer Leistung von 250 kW<sub>el<\/sub> in Hauneck-Bodes geplant und realisiert hat. Die Abw\u00e4rme der Anlage wird f\u00fcr eine Algenzucht der Universit\u00e4t Gie\u00dfen genutzt, was die Anlage besonders effizient macht und dem Klimaschutz zugutekommt. Mit einer installierten elektrischen Leistung von 250 Kilowatt (kW) sollen j\u00e4hrlich 2,1 Mio. kWh Strom erzeugt werden, mit denen rechnerisch rund 600 Haushalte versorgt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leistet die GKU unter anderem auch in der Betriebsf\u00fchrung der Kl\u00e4ranlagen des Abwasserverbands Freigericht, die sie im M\u00e4rz 2011 \u00fcbernommen hat. Dort wird das im Kl\u00e4rprozess anfallende Methan zur Produktion von W\u00e4rme und Strom genutzt und so das Entweichen in die Atmosph\u00e4re vermieden.<\/p>\n<p><strong>Gr\u00f6\u00dfte Fotovoltaikanlage im Landkreis<\/strong><\/p>\n<p>Ein Projekt ganz besonderer Art realisierte die SynEnergie GmbH 2011 mit der Freifl\u00e4chen-Fotovoltaikanlage in Gro\u00dfenl\u00fcder. Mit einer Leistung von 1.739 kW<sub>p<\/sub> ist sie die gr\u00f6\u00dfte Anlage ihrer Art im gesamten Landkreis Fulda und kann rechnerisch in etwa den Jahresstrombedarf von 470 Haushalten decken. Dabei vermeidet sie die Emission von rund 800 t CO<sub>2<\/sub><strong> <\/strong>j\u00e4hrlich. Neben der bereits bestehenden SynEnergie-Anlage auf dem Gel\u00e4nde der Deponie Kalbach entwickelt das \u00dcWAG-Tochterunternehmen einen B\u00fcrgersolarpark. Bei einer Leistung von 401,3 kW werden j\u00e4hrlich ca. 377.000 kWh Strom erzeugt, mit denen rechnerisch etwa 100 Haushalte versorgt werden k\u00f6nnen. Dabei werden etwa 190 t CO<sub>2<\/sub> an Klimagasen vermieden. Die Inbetriebnahme ist noch im Juni geplant.<\/p>\n<p><strong>Windpartnerschaft Osthessen bindet alle Interessengruppen ein<\/strong><\/p>\n<p>\u201eZwar waren Vorranggebiete f\u00fcr Windkraftanlagen bis zur derzeitigen \u00dcberarbeitung des Regionalplans im Landkreis Fulda nicht vorgesehen, doch die \u00dcWAG-Gruppe hat bereits im letzten Jahr die Weichen gestellt, um den Ausbau der Windenergie in der Region voranzutreiben, sobald die Rahmenbedingungen daf\u00fcr geschaffen sind\u201c, erkl\u00e4rte \u00dcWAG-Vorstand G\u00fcnter Bury. Etwa 1,5 Mio. Euro seien f\u00fcr die Projektplanung bereitgestellt worden, um einen Windpark mit einer Leistung von 12 Megawatt (MW) durch die SynEnergie zu entwickeln. F\u00fcr die Realisierung der Anlage sind Investitionen von etwa 20 Mio. Euro erforderlich. Bei einer j\u00e4hrlichen Stromerzeugung von 26,4 Mio. kWh k\u00f6nnen Emissionen von 13.000 t CO<sub>2<\/sub> vermieden und rechnerisch \u00fcber 7.500 Haushalte versorgt werden. Aktuell werden verschiedene Standorte im Hinblick auf die Machbarkeit \u00fcberpr\u00fcft.<\/p>\n<p>Mittlerweile unterst\u00fctzt die \u00dcWAG-Tochter auch eine Reihe von Genossenschaften in der Region, da es gute Voraussetzungen f\u00fcr eine Zusammenarbeit zwischen ihnen und der \u00dcWAG-Gruppe gibt. \u201eWir wollen die erneuerbaren Energien in der Region voranbringen und eine m\u00f6glichst hohe Wertsch\u00f6pfung in der Region belassen. Wir stehen bereit, unsere Kompetenz und Expertise in der Projektentwicklung und Betriebsf\u00fchrung einzubringen\u201c, so G\u00fcnter Bury. Einige Projekte im Rahmen einer solchen Zusammenarbeit sind bereits gemeinsam angedacht. Grunds\u00e4tzlich verfolgt die \u00dcWAG den Ansatz der \u201eWindpartnerschaft Osthessen\u201c: Die \u00dcWAG-Gruppe wird \u2013 im Gegensatz zu anderen, teils unseri\u00f6sen Projektentwicklern \u2013 mit allen regionalen Akteure (Kommunen, Landeigent\u00fcmer, regionale Banken sowie B\u00fcrger bzw. Energiegenossenschaften) eng zusammenarbeiten, sodass die Region vom Ausbau der Windenergie maximal profitiert.<\/p>\n<p><strong>Weg der Fusion von \u00dcWAG und GWV soll beschritten werden<\/strong><\/p>\n<p>Ein wesentlicher Punkt der Tagesordnung war die Information der Verbandsversammlung \u00fcber eine k\u00fcnftig engere Zusammenarbeit zwischen der \u00dcWAG und der Gas- und Wasserversorgung Fulda.<\/p>\n<p>Mitte April hatten die Anteilseigner der beiden regionalen Versorgungsunternehmen, Stadt und Landkreis Fulda sowie die Th\u00fcga, ein bundesweites Netzwerk lokaler und regionaler Energieversorger, ein Projekt ins Leben gerufen, das m\u00f6gliche Kooperationsformen ausloten sollte. Auftrag war die ergebnisoffene Untersuchung aller m\u00f6glichen Formen der Zusammenarbeit \u2013 von einer fallweisen Zusammenarbeit \u00fcber die Gr\u00fcndung gemeinsamer Tochtergesellschaften bis hin zur Verschmelzung beider Unternehmen.<\/p>\n<p>Der Rahmen f\u00fcr die Pr\u00fcfungsphase wurde sowohl von den Zielen einer engeren Kooperation, als auch von den Eckpunkten der Gesellschafter gesetzt. Zu den gemeinsamen Zielen geh\u00f6ren: h\u00f6here Investitionskraft f\u00fcr Markt- und Regulierungsaufgaben, Sicherung der Wettbewerbsf\u00e4higkeit der kommunalen Versorgung und Erhalt von attraktiven Arbeitspl\u00e4tzen am Standort. Diese Ziele sollen unter Ma\u00dfgabe folgender wesentlicher Eckpunkte erreicht werden: \u00dcWAG und GWV sollen in einer neuen Gesellschaft aufgehen, deren Rechtsform ergebnisoffen zu pr\u00fcfen ist; alle Gesellschafter sollen an diesem neuen Unternehmen direkt beteiligt sein; Stadt und Landkreis Fulda sollen jeweils gleich hohe Anteile halten, w\u00e4hrend die Th\u00fcga einen Anteil zwischen 15,1% und 25,1% erhalten soll. Au\u00dferdem soll der steuerliche Querverbund erhalten bleiben.<\/p>\n<p>F\u00fcr eine direkte Beteiligung der Gesellschafter am neuen Unternehmen muss es letztlich zu einer Aufl\u00f6sung bzw. Umwandlung des bisherigen Zweckverbands \u00dcberlandwerk Fulda-H\u00fcnfeld-Schl\u00fcchtern kommen. Der konkrete Weg dorthin, der mit der Kommunalaufsicht abgestimmt wird, steht jedoch noch nicht fest.<\/p>\n<p>Drei Projektgruppen, bestehend aus Vertretern der \u00dcWAG und der GWV, haben sich in diesem Rahmen intensiv mit der Ermittlung wirtschaftlicher Vorteile, den Fragen der rechtlichen Ausgestaltung der Kooperation und mit Personalfragen besch\u00e4ftigt. Von der Arbeitsgruppe Personal, in der auch die Betriebsr\u00e4te beider Unternehmen vertreten sind, wurden dar\u00fcber hinaus Eckpunkte f\u00fcr den weiteren Projektverlauf formuliert, welche die Mitbestimmung sowie die Ber\u00fccksichtigung der Interessen der Arbeitnehmer und ihrer Qualifikationen sicherstellen.<\/p>\n<p>\u201eIm Ergebnis hat sich nun gezeigt, dass eine Fusion die beste Alternative ist, um den Kurs des Wachstums einzuschlagen und k\u00fcnftig den Herausforderungen der Energiem\u00e4rkte zu begegnen\u201c, erkl\u00e4rte \u00dcWAG-Vorstand G\u00fcnter Bury.<\/p>\n<p>Insgesamt wurden sechs verschiedene Kooperationsalternativen untersucht. Einfache gegenseitige Dienstleistungen sind die loseste Form der Zusammenarbeit. Die dabei realisierbaren Synergien liegen jedoch mit 0,6 Mio. Euro deutlich hinter einzelnen Kooperationsformen, die jeweils eine gemeinsame Gesellschaft beinhalten. Doch selbst wenn mehrere Aufgaben in verschiedenen gemeinsamen Gesellschaften geb\u00fcndelt w\u00fcrden, lie\u00dfe sich nicht das Synergiepotenzial heben, das bei einer Fusion der beiden Energieversorgungsunternehmen erreicht werden kann. Als Ergebnis einer Fusion sei die Struktur eines spartenintegrierten Unternehmens denkbar \u2013 also eine Gesellschaft, die alle bisherigen Aufgabenfelder und Tochterunternehmen von GWV Fulda und \u00dcWAG unter einem Dach vereint. G\u00fcnter Bury wies jedoch darauf hin, dass die m\u00f6glichen wirtschaftlichen Synergieeffekte von etwa 5,4 Mio. Euro erst nach etwa drei bis vier Jahren voll zum Tragen kommen, da zun\u00e4chst Investitionen und Umsetzungskosten anfallen werden, um die Fusion zu vollenden, wie das bei jedem Unternehmenszusammenschluss der Fall sei.<\/p>\n<p>Der \u00dcWAG-Vorstand best\u00e4tigte erneut die Zusage, dass betriebsbedingte K\u00fcndigungen aufgrund einer Fusion ausgeschlossen seien. Es gehe darum, wettbewerbsf\u00e4hige Arbeitspl\u00e4tze am Standort zu sichern und zuk\u00fcnftig auch neue attraktive Arbeitspl\u00e4tze in Stadt und Region zu schaffen.<\/p>\n<p>Nach der grunds\u00e4tzlichen Zustimmung der Unternehmensgremien, den skizzierten Weg weiter zu gehen, werde ein Zeitraum folgen, in dem unter anderem Fragen zur jeweiligen Bewertung der beiden Unternehmen, zu einer k\u00fcnftigen Organisationsstruktur des neuen Unternehmens, den damit verbunden Personalfragen sowie zum Marktauftritt gekl\u00e4rt w\u00fcrden. Diese Arbeiten werden einige Monate dauern. Es st\u00fcnden sehr komplexe Aufgaben an, die mit gro\u00dfer Umsicht zu erledigen seien. Daher sei erst Anfang des n\u00e4chsten Jahres mit Ergebnissen zu rechnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Zum 100. Geburtstag kann die \u00dcWAG auf ein erfolgreiches Jahr 2011 zur\u00fcckblicken. Vorstand Dipl.-Ing. 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