{"id":99652,"date":"2012-06-21T00:12:39","date_gmt":"2012-06-21T00:12:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=99652"},"modified":"2012-06-21T09:40:14","modified_gmt":"2012-06-21T09:40:14","slug":"abschlusskonferenz-prograss-in-lauterbachhessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=99652","title":{"rendered":"Abschlusskonferenz PROGRASS in Lauterbach\/Hessen"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/att90ec5.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-99653\" title=\"att90ec5\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/att90ec5-265x189.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"189\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/att90ec5-265x189.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/att90ec5.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Vogelsbergkreis. Am 20. Juni 2012 fand in Lauterbach die Abschlusskonferenz des von 2009 bis 2012 durch die EU gef\u00f6rderten Projektes PROGRASS statt. Die erzielten Ergebnisse wurden vorgestellt. Kern des Projekts war die Untersuchung der Machbarkeit und Demonstration der Erzeugung regenerativer Energie von extensiv genutztem Gr\u00fcnland. Hierzu wurde eine auf einem Sattelschlepper konstruierte Prototyp-Anlage verwendet, die im Vogelsberg, Wales und Estland zum Einsatz kam. Neben Landrat Manfred G\u00f6rig nahmen Vertreter des Hessischen Ministeriums f\u00fcr Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, die Projektpartner aus dem Vogelsbergkreis, Wales, Estland sowie die Forscher der beteiligten Universit\u00e4ten, allen voran die Universit\u00e4t Kassel, teil.<!--more--><\/p>\n<p>Bei dem PROGRASS-Verfahren werden Fl\u00e4chen aus extensiver Bewirtschaftung, Naturschutzgr\u00fcnland oder bisher nicht verwendeter Gr\u00fcnlandschnitt wie z.B. Stra\u00dfenbegleitgr\u00fcn eingesetzt, um Graspellets bzw. Grasbriketts zu erzeugen. Vor dem Hintergrund eines steigenden globalen Energieverbrauchs und der zunehmenden Verknappung fossiler Rohstoffe wie \u00d6l, Kohle und Gas stellt das Verfahren somit sowohl einen Beitrag zur Reduktion der Treibhausgasemissionen als auch zum Erhalt der Artenvielfalt durch Nutzung dar. Nur durch Sicherstellung einer angepassten Bewirtschaftung kann das artenreiche Kulturland auch erhalten werden. So zeigten die \u00f6kologischen Begleitforschungen, dass die Artenzahl auf den Versuchsfl\u00e4chen im Laufe der 3 Jahre zugenommen hat und gef\u00e4hrdete Arten der Roten Liste und besonders seltene Arten wie geflecktes Knabenkraut und Trollblume erhalten werden konnten. Eine Konkurrenz zur Nahrungsmittelerzeugung entsteht nicht.<\/p>\n<p>Kern des technischen Verfahrens von PROGRASS ist das Maischen, Abpressen und anschlie\u00dfende Trocknen von Gr\u00fcnlandsilage. Die von der Universit\u00e4t Kassel durchgef\u00fchrten wissenschaftlichen Untersuchungen der Brennstoffe ergaben, dass mit dem Verfahren die Gehalte an mineralischen Schadstoffen auf Holzniveau reduziert werden k\u00f6nnen. Die Stickstoffabsenkung f\u00e4llt geringer aus, mit Hilfe des Einsatzes einer gestuften Verbrennung sind die Emissionen an Stickoxiden allerdings gering und die geforderten Grenzwerte der relevanten Emissionsschutzverordnungen k\u00f6nnen eingehalten werden. Das Verfahren erm\u00f6glicht es zudem, ca. 45 % der in der Biomasse gespeicherten Energie in Nutzw\u00e4rme zu \u00fcberf\u00fchren, in Kombination mit einer herk\u00f6mmlichen Biogasanlage durch Nutzung der dort vorhandenen \u00dcberschussw\u00e4rme sogar 53 %.<\/p>\n<p>Unter Beachtung regionaltypischer Voraussetzungen verdeutlichen Wirtschaftlichkeitsberechnungen der Universit\u00e4t Kassel, dass der PROGRASS-Ansatz eine sinnvolle \u00f6konomische Alternative darstellen kann, die zum Erhalt regionalwirtschaftlicher Strukturen und zum Schutz von Extensivgr\u00fcnlandhabitaten beitr\u00e4gt. Investitionsrechnungen zu gro\u00dfma\u00dfst\u00e4blichen Anlagen zeigen, dass eine rentable Nutzung des extensiv bzw. nicht genutzten Gr\u00fcnlands m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund dieser vielversprechenden Projektergebnisse steht im Zentrum der weiteren Schritte die Erprobung in gro\u00dfma\u00dfst\u00e4blichen Pilotanlagen. Entsprechende Projektantr\u00e4ge f\u00fcr s\u00fcdost- und nordwesteurop\u00e4ische Regionen sind bereits gestellt. Eine Kopplung des Verfahrens mit der Erneuerung der Kl\u00e4ranlage Lauterbach ist hierbei angedacht. Die mobile Prototyp-Anlage kommt erneut zu Demonstrationszwecken zum Einsatz.<\/p>\n<p>Weitere Informationen: www.prograss.eu<\/p>\n<p>Zum Foto: Bef\u00fcrworter des regionalorientierten Ansatzes von PROGRASS auf dem Kongress in Lauterbach (von links): Professor Dr. Michael Wachendorf, Andreas Koch (Abteilungsleiter Klimaschutz und Energie im Hessischen Umweltministerium), Dr. Katrin Heinsoo (Universit\u00e4t Tartu, Estland), Karl-Peter M\u00fctze (Leiter Amt f\u00fcr den l\u00e4ndlichen Raum, Vogelsbergkreis), Vogelsberg-Landrat Manfred G\u00f6rig, Dr. Mariecia Fraser (Univesit\u00e4t Aberysthwyth, Wales) und Lorenz Kock, Projektleiter Bioenergie in der Vogelsberger Kreisverwaltung. Foto: Erich Ruhl, Pressestelle Vogelsbergkreis<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Vogelsbergkreis. Am 20. Juni 2012 fand in Lauterbach die Abschlusskonferenz des von 2009 bis 2012 durch die EU gef\u00f6rderten Projektes PROGRASS statt. Die erzielten Ergebnisse wurden vorgestellt. Kern des Projekts war die Untersuchung der Machbarkeit und Demonstration der Erzeugung regenerativer Energie von extensiv genutztem Gr\u00fcnland. Hierzu wurde eine auf einem Sattelschlepper konstruierte Prototyp-Anlage verwendet, die &hellip;<\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,29,52],"tags":[],"class_list":["post-99652","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-startseite","category-politik","category-umwelt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/99652","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=99652"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/99652\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=99652"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=99652"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=99652"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}