{"id":99150,"date":"2012-06-07T00:11:56","date_gmt":"2012-06-07T00:11:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=99150"},"modified":"2012-06-07T08:14:50","modified_gmt":"2012-06-07T08:14:50","slug":"innovatives-pet-ct-am-klinikum-fulda-offiziell-eingeweiht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=99150","title":{"rendered":"Innovatives PET-CT am Klinikum Fulda offiziell eingeweiht"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/PD-Hertel_Einweihung-PET-CT_DSC_4545.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-99152\" title=\"PD-Hertel_Einweihung-PET-CT_DSC_4545\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/PD-Hertel_Einweihung-PET-CT_DSC_4545-265x175.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"175\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/PD-Hertel_Einweihung-PET-CT_DSC_4545-265x175.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/PD-Hertel_Einweihung-PET-CT_DSC_4545.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Fulda. Das Klinikum Fulda hat im Rahmen einer Festveranstaltung einen Positronen-Emissions-Tomographen (PET) der neuesten Bauart offiziell eingeweiht, der exzellente M\u00f6glichkeiten in der bildgest\u00fctzten Stoffwechseldiagnostik bietet. Zus\u00e4tzlich zum PET ist ein leistungsstarker Computertomograph (CT) integriert. Der neue PET-CT Scanner wird gemeinsam von den Kliniken f\u00fcr Nuklearmedizin und Radiologie betrieben. Im Anschluss der H\u00f6rsaalveranstaltung \u00c2\u00a0erfolgte die Segnung des neuen PET-CT-Ger\u00e4tes durch die Klinikseelsorger Elsemarie Schmidt-Nohl und Bruder Raphael.<!--more--><\/p>\n<p>Der Vorstand Krankenversorgung des Klinikums Fulda, Priv.-Doz. Dr. Thomas Menzel begr\u00fc\u00dfte die G\u00e4ste im H\u00f6rsaal des Klinikums. \u201eDas neue PET-CT steht f\u00fcr unsere Kompetenz, modernste Verfahren f\u00fcr die Region anzubieten. Es unterstreicht erneut, dass wir unsere Verantwortung f\u00fcr die Gesundheitsversorgung annehmen\u201c, so Dr. Menzel. Oberb\u00fcrgermeister Gerhard M\u00f6ller \u00fcbermittelte herzliche Gr\u00fc\u00dfe und Gl\u00fcckw\u00fcnsche seitens des Krankenhaustr\u00e4gers. Mit der Investition in ein innovatives PET-CT setzte das Klinikum auch ein wichtiges Signal und neue Akzente im Bereich der Technik. Wichtig aus Sicht des Tr\u00e4gers sei, dass auch insbesondere in die Ger\u00e4teausstattung investiert werde und somit nicht der Anschluss an Zukunftstechnik verloren gehe. Denn davon profitieren die Patienten.<\/p>\n<p>Im Anschluss an die Gru\u00dfworte gab Priv.-Doz. Dr. Andreas Hertel einen \u00dcberblick in die Entwicklung und Zukunft der PET-CT-Diagnostik am Klinikum Fulda. Das neue PET-CT ist eine qualitativer Sprung im Bereich der Diagnostik. Die Patientinnen und Patienten werden von dieser modernsten Technik und den deutlich verk\u00fcrzten Untersuchungszeiten profitieren. Durch den Einsatz eines der derzeit fortschrittlichsten PET-CT-Systeme kann unn\u00f6tiger Stress \u2013 wie er beispielsweise durch eine lange Dauer der Untersuchung und Lagerung des Patienten \u201ein der R\u00f6hre\u201c entsteht &#8211; reduziert werden. Der Discovery\u00e2\u201e\u00a2 PET\/CT-600 der Firma GE Healthcare wird in Fulda insbesondere in der Diagnostik von Krebserkrankungen, jedoch auch in der Neurologie (Alzheimer Demenz) und Kardiologie zum Einsatz kommen. Er wird den seit 2002 an Tausenden von Patienten in\u00c2\u00a0 Osthessen genutzten Einzel-PET-Scanner ersetzen. Das neue PET-CT wird auch einen interdisziplin\u00e4ren Nutzen f\u00fcr regionale und auch \u00fcberregionale Kliniken in Fulda, Bad Hersfeld, Lauterbach, M\u00fcnnerstadt, H\u00fcnfeld und Schl\u00fcchtern sowie f\u00fcr\u00c2\u00a0 niedergelassene Onkologen, Internisten und Haus\u00e4rzte\u00c2\u00a0 erzielen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Wie funktioniert das neue PET-CT?<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/PD-Hertel_Einweihung-PET-CT_DSC_3453.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-99151\" title=\"PD-Hertel_Einweihung-PET-CT_DSC_3453\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/PD-Hertel_Einweihung-PET-CT_DSC_3453-265x175.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"175\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/PD-Hertel_Einweihung-PET-CT_DSC_3453-265x175.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/PD-Hertel_Einweihung-PET-CT_DSC_3453.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Die Positronen-Emissions-Tomographie, kurz PET, ist ein bildgebendes Verfahren der Nuklearmedizin, das zum genauen Aufsp\u00fcren von Krebs- und seinen Metastasen genutzt wird. Sie nutzt die Tatsache, dass Tumore einen erh\u00f6hten Zuckerverbrauch aufweisen. Dem Patienten wird vor der Untersuchung eine schwach radioaktiv markierte Zuckerl\u00f6sung verabreicht, die sich im Organismus an den Stellen anreichert, die viel Zucker verbrauchen. Diese Zuckerverteilung im K\u00f6rper stellt der PET-Scanner bildlich dar. Bereiche mit erh\u00f6htem Zuckerverbrauch \u2013 zu denen auch Tumoren und Metastasen z\u00e4hlen \u2013 werden auf diese Weise sichtbar.<\/p>\n<p>Stoffwechselaktivit\u00e4ten werden durch die PET zwar pr\u00e4zise angezeigt, jedoch gibt das Verfahren selbst nur ungef\u00e4hre Informationen \u00fcber deren Lage. Die Computertomographie hingegen zeigt Knochen, Weichteilgrenzen, Organe und Gef\u00e4\u00dfe in allen Details. Die Kombination der beiden Verfahren PET und CT bringt den entscheidenden Vorteil: Durch die \u00dcberlagerung der Bilder k\u00f6nnen die im PET gezeigten Herde im gleichzeitig mit angefertigten CT sofort aufgefunden werden. Die Effektivit\u00e4t und Qualit\u00e4t der Diagnostik werden dadurch erheblich verbessert. Durch die Kombination der St\u00e4rken beider Verfahren in einer simultanen Untersuchung verbessert sich die Treffsicherheit der Diagnostik nochmals deutlich. Zudem l\u00e4sst sich das neue PET-CT auch als alleiniges CT nutzen und steht somit als viertes CT-Ger\u00e4t am Klinikum Fulda z.B. f\u00fcr Strahlentherapieplanungen zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p><strong>Vorteile f\u00fcr die Patienten<\/strong><\/p>\n<p>Festredner Prof. Dr. Peter Bartenstein (Direktor der Klinik f\u00fcr Nuklearmedizin der Ludwig Maximilian Universit\u00e4t M\u00fcnchen) brachte die Vorteile f\u00fcr den Patienten auf den Punkt: nur eine Anmeldung, nur eine Untersuchung, nur ein Befund und somit k\u00fcrzere Liegezeiten f\u00fcr den Patienten. Er referierte zudem \u00fcber die Innovationen, die das neue PET-CT biete. Hierzu z\u00e4hlen eine\u00c2\u00a0 erh\u00f6hte Aufl\u00f6sung und Sensitivit\u00e4t, Gesichtsfelderweiterung, Atem-Gating und die Datennachbereitung (postprocessing). Die molekulare Bildgebung sei integraler Bestandteil der modernen Tumordiagnostik, insbesondere durch die hohe diagnostische Genauigkeit und die zuverl\u00e4ssige Wirksamkeitskontrolle bei zielgerichteten Therapien, so Prof. Dr. Bartenstein weiter. Gerade f\u00fcr onkologische Patienten sei das PET-CT daher bei der Strahlentherapieplanung und f\u00fcr die Vorbereitung des therapeutischen Prozedere wichtig.<\/p>\n<p>\u201eBesondere Vorteile bietet die PET-CT im Bereich der Krebsdiagnostik. PET-CT wird in der prim\u00e4ren Tumorabkl\u00e4rung, Tumortherapiekontrolle und Rezidivdiagnostik zunehmend eingesetzt\u201c, erkl\u00e4ren Priv.-Doz. Dr. Andreas Hertel, Direktor der Klinik f\u00fcr Diagnostische und Therapeutische Nuklearmedizin und Prof. Dr. Christoph Manke, Direktor der Klinik f\u00fcr Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Klinikum Fulda. \u201eDie Untersuchung von Patienten erfolgt h\u00e4ufig unter Einsatz unterschiedlicher Verfahren und ist daher sehr aufw\u00e4ndig. Kommt die PET-CT zum Einsatz, so haben wir bei Erkrankungen wie Lungenkrebs, Speiser\u00f6hrenkrebs, Darmkrebs, Lymphdr\u00fcsenkrebs, Hautkrebs, Brustkrebs, bei Kopf- und Halstumoren und anderen Krebsarten bereits nach weniger als 15 Minuten Klarheit. B\u00f6sartige Tumore k\u00f6nnen wir durch den integrierten CT genauestens lokalisieren. F\u00fcr uns hei\u00dft dies konkret, dass wir k\u00fcnftig noch pr\u00e4ziser diagnostizieren k\u00f6nnen und Tumorprozesse fr\u00fcher erkennen k\u00f6nnen. Unseren Patienten gibt dies schnell Klarheit und erspart ihnen unn\u00f6tig langwierige Untersuchungen\u201c, so Dr. Hertel weiter.\u00c2\u00a0 F\u00fcr die Patienten ist es eine schmerzlose Untersuchung, die die Nuklearmediziner und Radiologen gemeinsam durchf\u00fchren, die Untersuchung wird wie bisher f\u00fcr station\u00e4re und ambulante Patienten durchgef\u00fchrt. \u201eMit dem neuen PET-CT haben wir ein leistungsf\u00e4higes Ger\u00e4t ohne Kompromisse und sind zukunftssicher\u201c, betonte Prof. Dr. Manke.<\/p>\n<p><strong>Medizinisch-technische Innovation: Das\u00c2\u00a0 PET-CT der neuesten Generation<\/strong><\/p>\n<p>Der im Radiologie-Zentrum des Klinikums Fulda installierte Discovery PET\/CT 600 z\u00e4hlt aktuell zu den sensitivsten PET-CT-Scanner am Markt. Geringere Kosten f\u00fcr Radiopharmazeutika, k\u00fcrzere Untersuchungszeiten und verringerte Strahlenbelastung sind die Folge. Mittels komplexer Computerberechnungen k\u00f6nnen selbst kleinste L\u00e4sionen und Details dargestellt werden. Durch ein spezielles Verfahren, \u201eAtemtriggerung\u201c genannt, werden Bildunsch\u00e4rfen, die aus der Atembewegung des Patienten resultieren, minimiert. Auch der integrierte CT-Scanner reduziert mit seinem sogenannten Pitchbooster die Strahlenbelastung f\u00fcr den Patienten im Vergleich zu herk\u00f6mmlichen CTs und dies bei \u00fcberragender Detailsch\u00e4rfe.<\/p>\n<p><strong>Klinikum Fulda: Die Onkologische Kompetenz in Osthessen<\/strong><\/p>\n<p>Bei der Behandlung maligner, also b\u00f6sartiger Tumore, m\u00fcssen besondere klinische Anforderungen erf\u00fcllt werden. Mit der PET-CT sind eine genaue Abkl\u00e4rung und die Verlaufskontrolle der Tumorerkrankung verl\u00e4sslich m\u00f6glich. Das PET-CT wird integraler Bestandteil der onkologischen Versorgung am Klinikum mit seinen verschiedenen Abteilungen vor allem aber Tumorklinik, Brustzentrum, Darmzentrum und Prostatazentrum werden, sowie der Versorgung onkologischer Patienten von zuweisenden Krankenh\u00e4usern der weiten Umgebung und niedergelassenen \u00c4rzten dienen.\u00c2\u00a0 Infolge der r\u00e4umlichen \u00dcberlagerung mit dem CT k\u00f6nnen PET-Befunde dar\u00fcber hinaus so dargestellt werden, dass sie die weitere Behandlung der zuweisenden \u00c4rzte verbessern k\u00f6nnen. \u201eMit dem neuen Ger\u00e4t der Strahlentherapie (am Standort Klinikum Fulda sowie in Bad Hersfeld) und dem Onkologikum, verbessern wir unser Angebot als die onkologische Kompetenz in Osthessen\u201c, so Priv.-Doz. Dr. Thomas Menzel, Vorstand Krankenversorgung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00c2\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Das Klinikum Fulda hat im Rahmen einer Festveranstaltung einen Positronen-Emissions-Tomographen (PET) der neuesten Bauart offiziell eingeweiht, der exzellente M\u00f6glichkeiten in der bildgest\u00fctzten Stoffwechseldiagnostik bietet. Zus\u00e4tzlich zum PET ist ein leistungsstarker Computertomograph (CT) integriert. Der neue PET-CT Scanner wird gemeinsam von den Kliniken f\u00fcr Nuklearmedizin und Radiologie betrieben. 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