{"id":99120,"date":"2012-06-08T00:09:18","date_gmt":"2012-06-08T00:09:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=99120"},"modified":"2012-06-07T07:29:14","modified_gmt":"2012-06-07T07:29:14","slug":"mit-renovierung-des-turms-befinden-sich-die-bauarbeiten-an-der-tanner-niklaskirche-in-der-zweiten-phase","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=99120","title":{"rendered":"Mit Renovierung des Turms befinden sich die Bauarbeiten an der Tanner Niklaskirche in der zweiten Phase"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/281-Tanner-Niklaskirche-2.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-99122\" title=\"281-Tanner Niklaskirche 2\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/281-Tanner-Niklaskirche-2.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" height=\"360\" \/><\/a><\/p>\n<p>Tann. Die wurmstichigen und teils ganz verfaulten Eichenholzbalken, die aus dem Glockenturm der Tanner Kirche Sankt Nikolaus stammen und kurzzeitig an dessen Fu\u00df zwischengelagert wurden, lassen keinen Zweifel an der Sanierungsbed\u00fcrftigkeit des Geb\u00e4udeteils aufkommen.<!--more--><\/p>\n<p>Die Kirchenrenovierung befindet sich in der zweiten Bauphase: Nachdem vergangenes Jahr die Reparatur des Dachs, der Orgel und der Heizung abgeschlossen werden konnte und die Fassade einen neuen Anstrich erhalten hat, liegt der Fokus nun auf dem Glockenturm, der vor zwei Jahren notgesichert worden war.<\/p>\n<p>Die Kostensch\u00e4tzung daf\u00fcr konnte von 178 000 Euro auf 120 000 Euro gesenkt werden. 75 000 Euro \u2013 Finanzmittel des Kirchenkreises Fulda, der Tanner Kirchengemeinde sowie Spenden \u2013 fanden bereits Verwendung. W\u00e4hrend sich oben im Turmgeb\u00e4lk Zimmerm\u00e4nner zu schaffen machen, untersucht im Kirchenraum Restauratorin Stephanie Schmitt das Epitaph. Dessen Restaurierungskosten wollen die evangelische Landeskirche Kurhessen-Waldeck und das Landesamt f\u00fcr Denkmalpflege gemeinsam \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/281-Tanner-Niklaskirche-1.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-99121\" title=\"281-Tanner Niklaskirche 1\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/281-Tanner-Niklaskirche-1-265x176.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"176\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/281-Tanner-Niklaskirche-1-265x176.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/281-Tanner-Niklaskirche-1.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>\u201eDieses Grabmal Melchior Arnaks von der Tann und seiner Gemahlin Agnes z\u00e4hlt zu den wichtigsten Kunstwerken der Region: Es stammt von 1606, also noch aus der Vorg\u00e4ngerkirche. Nach deren Abriss wurde 1741 die Nikaskirche um es herum gebaut\u201c, erkl\u00e4rt Stadtf\u00fchrerin Carola Nicolaus. W\u00e4hrend die eigentliche Grabeskirche der Familie derer von der Tann ab 1564 die neugebaute evangelische Stadtkirche Sankt Georg war, hatten sich Melchior und seine katholische Frau Agnes in der vor der Reformation erbauten Kirche beisetzen lassen.<\/p>\n<p>Doch nicht nur aufgrund seines Alters handelt es sich bei dem Epitaph um eine Besonderheit. Restauratorin Schmitt verweist auf die Gr\u00f6\u00dfe und die hohe bildhauerische Qualit\u00e4t des Werkes, das in der unteren H\u00e4lfte das Ehepaar Melchior Arnak und Agnes sowie im oberen Teil die Auferstehung Jesu darstellt.<\/p>\n<p>Als Pfarrer Kai Kleina vor zwei Jahren die Stelle in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde in Tann antrat, hatte er gerade eine Kirchenrenovierung in Waldeck am Edersee hinter sich. \u201eAber hier machte ich ganz neue Erfahrungen: Das Engagement der Tanner, egal ob Firmen oder Privatpersonen, ist einmalig. 60 000 Euro an Spenden wurden f\u00fcr den ersten Bauabschnitt gesammelt und 2000 ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet.\u201c Er hofft, dass die Tanner den zweiten Bauabschnitt, obschon weniger spektakul\u00e4r, mit dem gleichen Enthusiasmus begleiten.<\/p>\n<p>\u201eIch nenne sie bewusst Niklaskirche statt Friedhofskirche\u201c, sagt der Pfarrer. Er freue sich, dass sie immer \u00f6fter \u201enicht nur f\u00fcr Trauerfeiern, sondern auch f\u00fcr regul\u00e4re Gottesdienste genutzt wird\u201c. Sie lasse sich einfacher heizen als die gro\u00dfe Stadtkirche. Und w\u00e4hrend des diesj\u00e4hrigen Tanner Musiksommers findet dort am 14. Juli ein Oboenkonzert statt. F\u00fcr November ist ein Benefizkonzert geplant, dessen Einnahmen f\u00fcr die weitere Renovierung gedacht sind. Immerhin fehlen nach derzeitigen Kalkulationen rund 50 000 Euro, um die Arbeiten zu einem Abschluss zu bringen.<\/p>\n<p>\u201eWenn wir mit dem Turm fertig sind, haben wir erst einmal Ruhe und das gute Gef\u00fchl, auch etwas f\u00fcr die nachfolgenden Generationen geschaffen zu haben\u201c, meint der Pfarrer. Je nachdem, wie weit der Eifer seiner Gemeindemitglieder reicht, hat er ein ehrgeiziges Ziel vor Augen: \u201eWenn wieder &#8211; wie bis zum Zweiten Weltkrieg &#8211; im Turm eine zweite Glocke h\u00e4ngen w\u00fcrde, dann w\u00e4re dies das I-T\u00fcpfelchen unserer Bem\u00fchungen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Tann. 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