{"id":98863,"date":"2012-06-03T00:12:53","date_gmt":"2012-06-03T00:12:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=98863"},"modified":"2012-06-03T08:49:13","modified_gmt":"2012-06-03T08:49:13","slug":"caritas-partnerprojekt-mit-iwano-frankiwsk-elternbeirat-gegrundet-und-hilfstransport-geplant","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=98863","title":{"rendered":"Caritas-Partnerprojekt  mit Iwano-Frankiwsk: Elternbeirat gegr\u00fcndet und Hilfstransport geplant"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/zu-37cs_Ukraine0512_BetreuteMenschenmitBeh.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-98865\" title=\"zu-37cs_Ukraine0512_BetreuteMenschenmitBeh\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/zu-37cs_Ukraine0512_BetreuteMenschenmitBeh-265x355.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"355\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/zu-37cs_Ukraine0512_BetreuteMenschenmitBeh-265x355.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/zu-37cs_Ukraine0512_BetreuteMenschenmitBeh-197x265.jpg 197w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/zu-37cs_Ukraine0512_BetreuteMenschenmitBeh.jpg 399w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Fulda, Iwano-Frankiwsk (cif). Erneut war k\u00fcrzlich eine Delegation der Caritas Fulda im westukrainischen Iwano-Frankiwsk, um beim dortigen Schwester-Verband das gemeinsame Projekt zu besuchen. Fulda hilft der ukrainischen Caritas beim Aufbau eines Rehabilitationszentrums f\u00fcr Menschen mit Behinderung. Die Partnerschaft beinhaltet neben der finanziellen Unterst\u00fctzung \u00c2\u00a0den fachlichen Austausch. Dazu wurden w\u00e4hrend der gemeinsamen Tage in Iwano-Frankiwsk weitere Arbeitsschritte vereinbart.<!--more--><\/p>\n<p>Der Besuch begann nach der rund 1500 Kilometer langen Anfahrt mit einer herzlichen Begr\u00fc\u00dfung, und mit \u00fcberw\u00e4ltigender Gastfreundschaft wurden die Vertreter der Caritas aus Fulda, Gesamtwerkst\u00e4ttenleiter Bernd Wystrach, Holger Schwan als Leiter der Tagesbetreuung von schwerstbehinderten Menschen, Peter Sauer als Vertreter der Elternschaft von behinderten Werkstattangeh\u00f6rigen, Altenhilfe-Referentin Kristin Klinzing und als Projektkoordinator Pressereferent Dr. Christian Scharf, wieder 200.000 Einwohner-Stadt am Fu\u00dfe der Karpaten aufgenommen.<\/p>\n<p>Dabei waren das deutsch-ukrainische Verh\u00e4ltnis sowie die dortige innenpolitische Gesamtsituation im Vorfeld des Besuches eher angespannt. Die Caritas in Iwano-Frankiwsk hat zurzeit erhebliche Schwierigkeiten, f\u00fcr ihr Klientel wie den behinderten Menschen bei in Kiew Erleichterungen durch Gesetzesanpassungen oder gar finanzielle Unterst\u00fctzung zu erzielen. Die kirchliche Sozialarbeit wird vielmehr von der Zentralregierung als politisches Opponieren wahrgenommen und dementsprechend abgewehrt. So geriet die ukrainische Caritas im vergangenen Winterhalbjahr verst\u00e4rkt in eine prek\u00e4re Lage und ist mehr denn je auf finanzielle und sonstige Hilfe durch Partner wie der Caritas Fulda angewiesen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/IMG_0938_Ukraine0512_Herzliche-Begru\u00cc\u02c6\u00dfung-der-Fuldaer-Ga\u00cc\u02c6ste.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-98864\" title=\"IMG_0938_Ukraine0512_Herzliche-Begru\u00cc\u02c6\u00dfung-der-Fuldaer-Ga\u00cc\u02c6ste\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/IMG_0938_Ukraine0512_Herzliche-Begru\u00cc\u02c6\u00dfung-der-Fuldaer-Ga\u00cc\u02c6ste-265x176.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"176\" \/><\/a>Umso wichtiger war der Erfolg, den das Caritas-Team von Iwano-Frankiwsk gemeinsam mit der Fuldaer Delegation feiern konnte: Um eine das Betreuungsteam entlastende Eltern- und\u00c2\u00a0 Angeh\u00f6rigen-Arbeit analog dem Konzept aus Fulda zu entwickeln, gr\u00fcndeten die Eltern der behinderten Menschen im Zuge einer Gespr\u00e4chsrunde mit den Fuldaer Delegationsmitgliedern kurzerhand einen Elternbeirat, der sich vor allem um gegenseitige Unterst\u00fctzung der Familien und um\u00c2\u00a0 Freizeitgestaltung au\u00dferhalb der Caritas-Betreuungszeiten k\u00fcmmern will. Dazu beigetragen hatte sicher auch der lebendige Bericht von Delegationsmitglied Peter Sauer, selbst Vater eines behinderten Sohnes und zugleich Manager der Elterninitiative \u201eFreizeitclub\u201c in Fulda.<\/p>\n<p>Neben den Diensten der ambulanten Pflege und der Arbeit mit Kindern ohne ordentliche famili\u00e4re Strukturen \u2013 sogenannten Wirtschaftswaisen, deren Eltern oft jahrelang im westlichen Ausland leben, um Geld zu verdienen \u2013 lernten die Fuldaer im Zuge des umfangreichen Aufenthaltsprogrammes noch eine Caritas-Suppenk\u00fcche mit angeschlossener W\u00e4schekammer sowie ein Altenheim unter Caritas-Leitung kennen. Dabei wurde deutlich, dass die Caritas Iwano-Frankiwsk \u00c2\u00a0im Rahmen der durch materielle M\u00e4ngel vorgegebenen Grenzen konzeptionell hervorragende Arbeit leisten, um den bed\u00fcrftigen Menschen\u00c2\u00a0 optimal zu helfen.<\/p>\n<p>Um diesem materiellen Mangel in den Caritas-Einrichtungen entgegenzuwirken, soll nun ein Hilfstransport mit Rollst\u00fchlen, Rollatoren, W\u00e4scheartikeln, Kleinm\u00f6beln wir Nachtschr\u00e4nken, St\u00fchlen, Tischen, Betten, Matratzen etc.\u00c2\u00a0 vorbereitet und auf den Weg geschickt\u00c2\u00a0 werden. Der Transport soll weitestgehend \u00fcber Spendengelder finanziert werden. \u201eDie Hilfsg\u00fcter sind nicht das Problem, uns wurden schon viele n\u00fctzliche Gegenst\u00e4nde offeriert\u201c, betont Pressereferent Christian Scharf, \u201edie Kosten eines solchen Transports belaufen sich jedoch auf gut zweieinhalb tausend Euro, und da w\u00e4ren wir nat\u00fcrlich \u00fcber Unterst\u00fctzung sehr froh\u201c.<\/p>\n<p>Ein weiterer Plan ist es, zwei ukrainische Caritas-Mitarbeiter aus der Behindertenhilfe im Herbst im Rahmen von dreimonatigen Hospitationen zur Weiterbildung in die Werkst\u00e4tten nach Fulda einzuladen. \u201eEs geht nicht darum, dass wir meinen, den Kolleginnen und Kollegen unbedingt etwas beibringen zu k\u00f6nnen, dann fachlich sind sie absolut fit\u201c, betont Gesamtwerkst\u00e4ttenleiter Bernd Wystrach. \u201eHier in Fulda k\u00f6nnen die Ukrainer jedoch sehen, wohin sich das Werkst\u00e4ttenwesen auch bei ihnen hin entwickeln k\u00f6nnte, wenn es gelingt, sich mit den Wirtschaftunternehmen der Region zu vernetzten und diese als Kunden zu gewinnen. Und wie sich Menschen mit Behinderung entwickeln, wenn sie von der Gesellschaft als vollwertige Mitglieder akzeptiert werden.\u201c<\/p>\n<p>Hilfstransport und Hospitanzen sollen bis Ende des Jahres realisiert werden. Theoretisch k\u00f6nnte zudem auch ein junger Mensch f\u00fcr bis zu ein Jahr als Volont\u00e4r nach Iwano-Frankiwsk zur Mitarbeit in den Projekten vermittelt werden. \u201eHier wei\u00df ich jedoch im Moment noch nicht genau, wie wir die Rahmenbedingungen f\u00fcr dieses Volontariat gestalten und wo wir es ansiedeln k\u00f6nnen\u201c, \u00e4u\u00dfert sich Pressereferent Scharf etwas zur\u00fcckhaltend, \u201ees soll ja dann auch f\u00fcr den Volont\u00e4r oder die Volont\u00e4rin alles bestens geregelt und abgesichert sein.\u201c<\/p>\n<p>Spenden f\u00fcr den Hilfstransport und das Behindertenhilfe-Partnerprojekt der Caritas in Iwano-Frankiwsk sind m\u00f6glich unter dem Stichwort Ukraine auf\u00c2\u00a0 das Spendenkonto der Caritas Fulda Nr. 220 bei der Sparkasse Fulda, BLZ 530 501 80. Auch Online-Spenden ist m\u00f6glich unter <a href=\"http:\/\/www.caritas-fulda.de\">www.caritas-fulda.de<\/a> (bitte unter \u201eEngagement\u201c Spenden anklicken).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda, Iwano-Frankiwsk (cif). Erneut war k\u00fcrzlich eine Delegation der Caritas Fulda im westukrainischen Iwano-Frankiwsk, um beim dortigen Schwester-Verband das gemeinsame Projekt zu besuchen. Fulda hilft der ukrainischen Caritas beim Aufbau eines Rehabilitationszentrums f\u00fcr Menschen mit Behinderung. Die Partnerschaft beinhaltet neben der finanziellen Unterst\u00fctzung \u00c2\u00a0den fachlichen Austausch. 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