{"id":9842,"date":"2008-06-12T00:37:44","date_gmt":"2008-06-11T22:37:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=9842"},"modified":"2008-06-11T22:15:54","modified_gmt":"2008-06-11T20:15:54","slug":"landkreis-fulda-weniger-von-demografischen-veraenderungen-betroffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=9842","title":{"rendered":"Landkreis Fulda weniger von demografischen Ver\u00e4nderungen betroffen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fulda.<\/strong> Der demografische Wandel trifft den Landkreis Fulda in weitaus geringerem Ma\u00df als andere Regionen Hessens. Obwohl es in abgeschw\u00e4chter Form \u00e4hnliche Trends gibt, muss er nur mit moderaten Einwohnerverlusten rechnen. Dennoch warnt Landrat Bernd Woide angesichts der Ergebnisse einer Bev\u00f6lkerungsvorausberechnung des Statistischen Landesamtes bis zum Jahr 2025, in \u201efalsche Selbstzufriedenheit zu verfallen\u201c. Woide: \u201eWir m\u00fcssen weiter hart daran arbeiten, unseren Landkreis attraktiv zu halten.\u201c<!--more--><\/p>\n<p>W\u00e4hrend landesweit die Bev\u00f6lkerungszahl um 190.000 Einwohner oder 3,1 Prozent zur\u00fcckgehen wird, sind es im Regierungsbezirk Kassel 107.000 oder 8,6 Prozent. Demgegen\u00fcber zeichnet die Vorausberechnung f\u00fcr den Landkreis Fulda ein deutlich g\u00fcnstigeres Bild. Mit 1,0 Prozent hat der Landkreis Fulda die geringste Abnahme im Regierungsbezirk Kassel zu erwarten. Andere Landkreise in Nordhessen liegen hier im zweistelligen Prozentbereich. Bis zum Jahr 2015 nimmt die Bev\u00f6lkerung im Landkreis sogar noch leicht zu.<\/p>\n<p><strong>9.400 Geburten weniger als Sterbef\u00e4lle in 2025<\/strong><\/p>\n<p>Deutlich besser als der Landesdurchschnitt schneidet der Landkreis Fulda vor allem bei den Geburtenkennziffern ab. W\u00e4hrend es im \u00fcbrigen Hessen beispielsweise 1,35 Geburten je Frau sind, betr\u00e4gt dieser Wert im Landkreis Fulda 1,48. Der Landkreis Fulda liegt damit hes-senweit an zweiter Stelle hinter der Stadt Offenbach. Dennoch wird auch in unserer Region der Wert von 2,1 Kinder je Frau nicht erreicht. Dieser sogenannte Generationenersatz w\u00e4re erforderlich, um Bev\u00f6lkerungsverluste g\u00e4nzlich zu vermeiden.<\/p>\n<p>Bis zum Jahr 2025 wird die Zahl der Verstorbenen hessenweit um rund 22 Prozent zunehmen, zeitgleich ist mit einem R\u00fcckgang der Geburten um 9 Prozent zu rechnen. Dies bedeutet, dass 928.000 Kinder geboren und 1,253 Millionen Menschen sterben werden. Hieraus ergibt sich ein Minus bei der nat\u00fcrlichen Bev\u00f6lkerungsentwicklung von 326.000. F\u00fcr den Landkreis Fulda wird ein Geburtendefizit von knapp 9.400 prognostiziert. Dagegen fallen minimale Zuw\u00e4chse beim Wanderungssaldo kaum ins Gewicht.<\/p>\n<p><strong>Altersdurchschnitt wird auf 45,5 Jahre steigen<\/strong><\/p>\n<p>Auch bei den Ver\u00e4nderungen in der Altersstruktur, die durch eine Abnahme der jungen Be-v\u00f6lkerung und eine deutliche Zunahme der \u00c4lteren gekennzeichnet sind, hebt sich der Landkreis Fulda positiv ab. So wird der Anteil der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen an der Gesamtbev\u00f6lkerung landesweit auf 16,9 Prozent sinken, im Landkreis Fulda sind es jedoch 18,4 Prozent. Bei den 3- bis 6-j\u00e4hrigen f\u00e4llt der f\u00fcr die nordhessischen Kreise progno-stizierten starke R\u00fcckgang in Fulda (-7,3%) am niedrigsten aus.<\/p>\n<p>Hingegen wird die Zahl der 65-j\u00e4hrigen und \u00c4lteren hessenweit um 23 Prozent und im Landkreis um 20,8 Prozent zunehmen. F\u00fcr die Altergruppe der Hochbetagten \u00fcber 80-j\u00e4hrigen errechnet sich eine kreisweite Zunahme um 38,3 Prozent. Bei den erwerbsf\u00e4higen Einwohnern im Alter von 20 bis 65 Jahren betr\u00e4gt der R\u00fcckgang in Hessen etwa 7 Prozent, im Landkreis Fulda sind es nur 1,6 Prozent. Die Kreisbev\u00f6lkerung wird 2025 im Durchschnitt 45,5 Jahre alt sein. Spitzenreiter ist auch hier die Stadt Offenbach mit 43,2 Jahren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Der demografische Wandel trifft den Landkreis Fulda in weitaus geringerem Ma\u00df als andere Regionen Hessens. Obwohl es in abgeschw\u00e4chter Form \u00e4hnliche Trends gibt, muss er nur mit moderaten Einwohnerverlusten rechnen. Dennoch warnt Landrat Bernd Woide angesichts der Ergebnisse einer Bev\u00f6lkerungsvorausberechnung des Statistischen Landesamtes bis zum Jahr 2025, in \u201efalsche Selbstzufriedenheit zu verfallen\u201c. 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