{"id":96887,"date":"2012-04-06T00:11:27","date_gmt":"2012-04-06T00:11:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=96887"},"modified":"2012-04-04T15:10:01","modified_gmt":"2012-04-04T15:10:01","slug":"katholische-arbeitnehmer-bewegung-fordert-schluss-mit-lebensmittelspekulationen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=96887","title":{"rendered":"Katholische Arbeitnehmer-Bewegung fordert: Schluss mit Lebensmittelspekulationen"},"content":{"rendered":"<p>Fulda\/Hanau\/Kassel.\u00c2\u00a0 Mit einer Unterschriftenaktion und einer online-Petition fordert die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Di\u00f6zesanverband Fulda von der Bundesregierung gesetzliche Ma\u00dfnahmen, die Spekulationen mit Lebensmitteln st\u00e4rker einschr\u00e4nkt bzw. verbietet. Gerade f\u00fcr Menschen in den Entwicklungsl\u00e4ndern treibt das Spekulationsgesch\u00e4ft mit Lebensmitteln den Preis von Grundnahrungsmitteln extrem in die H\u00f6he. \u201eDort m\u00fcssen Menschen 80 Prozent ihres Einkommens f\u00fcr Lebensmittel ausgeben, bei uns sind es 10 bis 20 Prozent\u201c so KAB Di\u00f6zesanvorsitzender Klaus Schmitt.<!--more--><br \/>\nUntersuchungen von verschiedenen Organisationen, darunter auch \u201efoodwatch\u201c belegen, dass das vorherrschende Spekulationsgesch\u00e4ft ma\u00dfgeblich mitverantwortlich ist f\u00fcr die seit vielen Monaten steigenden Preisen f\u00fcr Lebensmittel. \u201eDie Verantwortlichen im Finanzgewerbe wie in den Regierungen erkennen diese Untersuchungsergebnisse nicht als Beweise an, sind aber auch nicht in der Lage, das Gegenteil zu beweisen\u201c so Schmitt. Dabei bezieht er sich unter anderem auf die Hinhaltetaktik der Deutschen Bank, die zun\u00e4chst f\u00fcr Jahresbeginn 2012 die Vorlage eines Untersuchungsergebnisses angek\u00fcndigt hatte, nunmehr jedoch erst eine weitere Studie in Auftrag gegeben hat.<\/p>\n<p>Die nach Ansicht der KAB und vieler anderer Organisationen durch die Spekulationen in die H\u00f6he geschossenen Preise f\u00fcr Getreide und andere Lebensmittel bilden eine existenzielle Bedrohung der Menschen in Entwicklungsl\u00e4ndern. 2011 waren Weizen, Mais und Reis im weltweiten Durchschnitt nach Abzug der Inflationsrate 150 Prozent teurer als im Jahr 2000. \u201eAllein im Jahr 2010 wurden durch h\u00f6here Nahrungsmittelpreise 40 Millionen Menschen zus\u00e4tzlich zu Hunger und absoluter Armut verdammt\u201c \u00e4u\u00dferte sich KAB Di\u00f6zesanpr\u00e4ses Pfarrer Christian Sack und weiter \u201eZahlungen zur Absicherung unserer Altersvorsorge in Pensionsfonds und Lebensversicherungen, die von uns geleistet werden, werden m\u00f6glicherweise von den Finanz- und Versicherungsdienstleistern dazu genutzt auf Lebensmittel zu spekulieren.\u201c<\/p>\n<p>Solange nicht die Unsch\u00e4dlichkeit des Spekulationsgesch\u00e4fts bewiesen sei, sei es rechtlich geboten, dass Regierungen und Aufsichtsbeh\u00f6rden alles tun, um m\u00f6gliche Gefahren f\u00fcr Leben und Gesundheit der Menschen in den Armutsl\u00e4ndern durch Rohstoffspekulationen abzuwenden bekr\u00e4ftigt Klaus Schmitt.<\/p>\n<p>Die KAB ruft deshalb zu einer Unterschriftenaktion an die Bundesregierung auf. Entsprechende Unterschriftenlisten sowie weiteres Informationsmaterial k\u00f6nnen \u00fcber Telefon 0661-73433 oder E-Mail: info@kab-fulda.de angefordert werden.\u00c2\u00a0 (Michael Schmitt)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda\/Hanau\/Kassel.\u00c2\u00a0 Mit einer Unterschriftenaktion und einer online-Petition fordert die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Di\u00f6zesanverband Fulda von der Bundesregierung gesetzliche Ma\u00dfnahmen, die Spekulationen mit Lebensmitteln st\u00e4rker einschr\u00e4nkt bzw. verbietet. 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