{"id":96615,"date":"2012-03-28T00:10:05","date_gmt":"2012-03-28T00:10:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=96615"},"modified":"2012-03-27T11:06:50","modified_gmt":"2012-03-27T11:06:50","slug":"kkv-organspende-ist-akt-der-nachstenliebe-hirntodkriterium-bleibt-umstritten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=96615","title":{"rendered":"KKV: Organspende ist Akt der N\u00e4chstenliebe \u2013 Hirntodkriterium bleibt umstritten"},"content":{"rendered":"<p>Region. \u201eDie Organspende ist ein Akt der N\u00e4chstenliebe und gleichzeitig eine pers\u00f6nliche Gewissensentscheidung. Deshalb darf sie nur freiwillig und ohne gesellschaftlichen Druck erfolgen.\u201c Mit diesen Worten begr\u00fc\u00dfte der geb\u00fcrtige Fuldaer Bernd-M. Wehner, Bundesvorsitzender des KKV, Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, das Vorhaben des Gesetzgebers, sich mit der Problematik der Organspende zu befassen. <!--more--><\/p>\n<p>Gleichzeitig weist der KKV auf die besondere Problematik des Hirntodkriteriums hin. Weihbischof Dr. Anton Losinger, Mitglied des Deutschen Ethikrates, habe in seinem Statement anl\u00e4sslich der Anh\u00f6rung im Deutschen Bundestag am 24.06.11 zu Recht darauf hingewiesen, dass die Angst, \u201ebei vorliegendem Organbedarf von den \u00c4rzten vorschnell f\u00fcr tot erkl\u00e4rt zu werden und die Organentnahme in einem medizinisch nicht mehr erfassbaren Bewusstseinszustand noch irgendwie mitzuerleben, von einer immer wieder aufflackernden philosophischen Kritik an der so genannten Hirntoddefinition noch verst\u00e4rkt wird\u201c. Von daher sei es eigenartig, dass in der 26-seitigen Gesetzesbegr\u00fcndung nicht ein einziges Mal der Begriff \u201eHirntod\u201c erw\u00e4hnt werde. \u201eWirkliche Aufkl\u00e4rung sieht anders aus\u201c, so Wehner.<\/p>\n<p>So sehr man die Not der Patienten verstehe, die auf ein Spenderorgan warteten, so wenig k\u00f6nne man verlangen, dass deswegen jeder B\u00fcrger zum Organspender werden m\u00fcsste. Allein die Tatsache, dass zwar rund 75% der Deutschen bei Umfragen Ja zur Organspende sagten, andererseits aber nur 20% \u00fcber einen entsprechenden Ausweis verf\u00fcgten, zeige sehr deutlich, die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Im \u00dcbrigen sei es auch widerspr\u00fcchlich, wenn sich die Politik einerseits daf\u00fcr einsetze, dass m\u00f6glichst viele Menschen Organspender werden sollten, andererseits aber der Schutz des menschlichen Lebens am Anfang oder am Ende des Lebens immer weniger gesch\u00fctzt werde.<\/p>\n<p>Der katholische Sozialverband pl\u00e4diert deshalb daf\u00fcr, \u00fcber das Wort der Deutschen Bischofskonferenz \u201eDer Mensch: sein eigener Sch\u00f6pfer?\u201c (7. M\u00e4rz 2001) nochmals intensiver nachzudenken, wenn es dort hei\u00dft: \u201eInsbesondere gilt es, die W\u00fcrde des Menschen, die Grundrechte auf Leben und k\u00f6rperliche Unversehrtheit, ebenso wie die Selbstbestimmungsrechte und die Pers\u00f6nlichkeitsrechte zu achten und so einer Kultur des Lebens zum Durchbruch zu verhelfen.\u201c Hinsichtlich der dr\u00e4ngenden Fragen um die Probleme \u201eOrganspende\u201c und \u201eHirntod\u201c sei da noch viel Aufkl\u00e4rung zu leisten, um eine Gewissensentscheidung vor Gott vertreten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Region. \u201eDie Organspende ist ein Akt der N\u00e4chstenliebe und gleichzeitig eine pers\u00f6nliche Gewissensentscheidung. Deshalb darf sie nur freiwillig und ohne gesellschaftlichen Druck erfolgen.\u201c Mit diesen Worten begr\u00fc\u00dfte der geb\u00fcrtige Fuldaer Bernd-M. 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