{"id":96522,"date":"2012-03-23T00:10:04","date_gmt":"2012-03-23T00:10:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=96522"},"modified":"2012-03-23T09:04:58","modified_gmt":"2012-03-23T09:04:58","slug":"kab-deutschlands-frauen-wollen-gleichen-lohn-fur-gleiche-arbeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=96522","title":{"rendered":"KAB: Deutschlands Frauen wollen gleichen Lohn f\u00fcr gleiche Arbeit"},"content":{"rendered":"<p>Kassel\/Fulda\/Hanau. &#8220;Es ist ein Skandal, dass Frauen in Deutschland immer noch bis zu 23 Prozent mehr arbeiten m\u00fcssen als ihre m\u00e4nnlichen Kollegen, um das Gleiche zu verdienen&#8221;, erkl\u00e4rte Heike Mattern, stellvertretende Di\u00f6zesanvorsitzende der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Di\u00f6zesanverband Fulda, aus Anlass des diesj\u00e4hrigen Equal-Pay-Days am 23. M\u00e4rz. Laut einer Studie der EU-Kommissarin f\u00fcr Justiz, Viviane Reding, weist die Entgeltl\u00fccke zwischen M\u00e4nnern und Frauen in Europa 16,4 Prozent\u00c2\u00a0 aus. In Deutschland, der st\u00e4rksten europ\u00e4ischen Volkswirtschaft, ist diese geschlechtsspezifische Differenz sogar bei fast 23 Prozent. Damit ist Deutschland fast Schlusslicht im europ\u00e4ischen Vergleich.<!--more--><\/p>\n<p>&#8220;Ausschlaggebend f\u00fcr diese Lohnungleichheit ist der fehlende politische Wille der Bundesregierung, dieser geschlechtsspezifischer Ungerechtigkeit mit geeigneten Ma\u00dfnahmen zu begegnen&#8221;, betont Mattern. Der katholische Sozialverband kritisiert, dass die europ\u00e4ischen Vorgaben zur Gleichstellung von Frauen in Deutschland von Wirtschaft und Politik nur halbherzig umgesetzt werden. &#8220;Die Bundesregierung muss klare Regelungen schaffen, damit Industrie und Wirtschaft die Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder eine Frauenquote besser realisieren k\u00f6nnen&#8221;, sagt die stellvertretende Di\u00f6zesanvorsitzende.<\/p>\n<p><strong>Schluss mit Sonntagsreden<\/strong><\/p>\n<p>Frauen und besonders M\u00fctter werden weiterhin in den Niedriglohnbereich abgedr\u00e4ngt, Frauenberufe erreichen nicht die gesellschaftliche und wirtschaftliche Anerkennung und nicht zuletzt werden Frauen trotz gleicher und sogar besserer beruflicher Qualifikation Aufstiegschancen verwehrt. &#8220;Diese strukturelle Ungerechtigkeit kann nicht mit Sonntagsreden und frommen W\u00fcnschen einer Frauenministerin an die Wirtschaft beseitigt werden&#8221;, erkl\u00e4rte Mattern.<\/p>\n<p>Der katholische Sozialverband appelliert daher an die Politik, mit einer Quote die n\u00f6tigen gesetzlichen Voraussetzungen zu schaffen, um Lohngerechtigkeit in allen Bereichen durchzusetzen. &#8220;Es w\u00e4re ein St\u00fcck sozialer Gerechtigkeit, wenn Deutschlands Frauen am 31. Dezember eines jeden Jahres den gleichen Lohn wie die M\u00e4nner ausgezahlt bekommen w\u00fcrden&#8221;, sagte Mattern. Diese Ungleichheit wirke sich auch auf die Alterssicherung von Frauen aus. &#8220;Frau Schr\u00f6der, stoppen Sie die Ausbeutung und Diskriminierung von Frauen jetzt und nachhaltig!&#8221; Mit bundesweiten Aktionen fordert die KAB gemeinsam mit Gewerkschaften und Fraueninitiativen, endlich Lohngerechtigkeit herzustellen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Kassel\/Fulda\/Hanau. &#8220;Es ist ein Skandal, dass Frauen in Deutschland immer noch bis zu 23 Prozent mehr arbeiten m\u00fcssen als ihre m\u00e4nnlichen Kollegen, um das Gleiche zu verdienen&#8221;, erkl\u00e4rte Heike Mattern, stellvertretende Di\u00f6zesanvorsitzende der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Di\u00f6zesanverband Fulda, aus Anlass des diesj\u00e4hrigen Equal-Pay-Days am 23. M\u00e4rz. 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