{"id":96500,"date":"2012-03-23T00:09:23","date_gmt":"2012-03-23T00:09:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=96500"},"modified":"2012-03-22T12:33:06","modified_gmt":"2012-03-22T12:33:06","slug":"tranen-statt-muttergluck-wochenbett-krisenhilfe-unterstutzt-mutter-nach-der-geburt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=96500","title":{"rendered":"Tr\u00e4nen statt Muttergl\u00fcck? Wochenbett-Krisenhilfe unterst\u00fctzt M\u00fctter nach der Geburt"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/140-Wochenbett-Krisenhilfe.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-96501\" title=\"140-Wochenbett-Krisenhilfe\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/140-Wochenbett-Krisenhilfe.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" height=\"370\" \/><\/a><\/p>\n<p>Fulda (hey). Eigentlich sollte die Geburt eines Kindes zu den gl\u00fccklichsten Momenten im Leben einer Frau geh\u00f6ren. Doch 15 bis 20 Prozent aller jungen M\u00fctter erleben nach der Entbindung Frust statt Euphorie. Traurigkeit, Stimmungsschwankungen, Ersch\u00f6pfung, ein Gef\u00fchl der Leere, Empfindungslosigkeit oder Schuldgef\u00fchle gegen\u00fcber dem Kind, Schlaflosigkeit, Reizbarkeit oder k\u00f6rperliche Beschwerden k\u00f6nnen den Beginn der Mutterschaft \u00fcberschatten.<\/p>\n<p><strong>Foto:<\/strong> Max Colin Hedenreich<!--more--><\/p>\n<p>Viele Frauen reden aus Scham nicht \u00fcber ihre Probleme und hoffen, dass dieser Zustand von selbst wieder vergeht. Wenn dies nicht innerhalb der ersten 14 Tage nach der Geburt der Fall ist, sprechen Experten von einer postnatalen Depression, die jederzeit im ersten Jahr nach der Geburt auftreten kann. Doch viele Frauen wissen gar nicht, dass es sich bei ihrem Zustand um eine Krankheit handelt.<\/p>\n<p>Ute Weber ist Fachkrankenschwester f\u00fcr Psychiatrie, Mitglied im Arbeitskreis Wochenbett und betreut seit zw\u00f6lf Jahren junge M\u00fctter, die an einer Wochenbettdepression erkrankt sind. \u201eDie M\u00fctter melden sich in der Regel auf Empfehlung ihrer Nachsorge-Hebamme bei mir. F\u00fcr die Frauen ist es aber oft eine gro\u00dfe \u00dcberwindung, sich Hilfe zu holen. Denn sie haben Schwierigkeiten zuzugeben, dass sie gerade einen Tiefpunkt erleben und nicht alles nach Plan verl\u00e4uft\u201c, berichtet die 43-J\u00e4hrige.<\/p>\n<p>Vor einigen Jahren waren es nur wenige Frauen, die Rat und Unterst\u00fctzung bei der Fachkrankenschwester suchten. Doch weil der Beratungsbedarf kontinuierlich gestiegen ist, hat die Deutsche Familienstiftung im Dezember 2010 erg\u00e4nzend zum Arbeitskreis Wochenbett, dem Psychotherapeutinnen, Hebammen, Sozialp\u00e4dagoginnen, Krankenschwestern, M\u00fctterpflegerinnen\u00c2\u00a0 und Sozialp\u00e4dagogen angeh\u00f6ren, die Wochenbett-Krisenhilfe gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p>Julia Sp\u00e4tling, Leiterin der Familienschule Fulda, erl\u00e4utert: \u201eUte Weber hat die Frauen zehn Jahre lang auf ehrenamtlicher Basis betreut und beraten. Inzwischen ist der Bedarf so gro\u00df, dass die Arbeit nicht mehr ehrenamtlich bew\u00e4ltigt werden kann. Insofern freuen wir uns sehr, dass in diesem Jahr neben einigen Spendern auch der Landkreis Fulda die Familienschule Fulda und damit die Wochenbett-Krisenhilfe finanziell unterst\u00fctzt.\u201c<\/p>\n<p>Laut Ute Weber haben im vergangenen Jahr 46 Frauen die Wochenbett-Krisenhilfe in Anspruch genommen. Das Angebot sei in 2011 ausschlie\u00dflich durch Spenden finanziert worden. Unter der Mobilnummer 0151\/19019261 k\u00f6nnen die betroffenen Frauen sowie Angeh\u00f6rige kostenlos und unverbindlich Informationen einholen oder Termine mit Ute Weber vereinbaren. \u201eUnser Ziel ist es, m\u00f6glichst fr\u00fch in den Verlauf einzugreifen, um entgegenzuwirken, bevor es richtig schlimm wird\u201c, betont die Fachkrankenschwester, denn grunds\u00e4tzlich sei die Wochenbettdepression gut behandelbar und heilbar.<\/p>\n<p>\u201eManchen Frauen reicht schon ein Gespr\u00e4ch, andere besuchen unsere Gespr\u00e4chsgruppe \u00e2\u20ac\u0161M\u00fctter machen Mut\u00e2\u20ac\u2122, nutzen therapeutische Angebote oder ben\u00f6tigen ganz individuelle Entlastung\u201c, wei\u00df die 43-J\u00e4hrige. Auf jeden Fall ist Ute Weber f\u00fcr die Frauen da, solange ihre Unterst\u00fctzung gebraucht wird.<\/p>\n<p>Wer das Projekt durch eine Spende unterst\u00fctzen m\u00f6chte, kann dies mit dem Verwendungszweck \u201eWochenbett-Krisenhilfe\u201c auf das Konto der Deutschen Familienstiftung 40041414, Sparkasse Fulda, BLZ 53050180 tun. Mehr Informationen in der Familienschule Fulda 0661\/9338872 oder unter <a href=\"http:\/\/www.familienschule-fulda.de\/\">www.familienschule-fulda.de<\/a> sowie <a href=\"http:\/\/www.schatten-licht.de\/\">www.schatten-licht.de<\/a> .<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda (hey). Eigentlich sollte die Geburt eines Kindes zu den gl\u00fccklichsten Momenten im Leben einer Frau geh\u00f6ren. Doch 15 bis 20 Prozent aller jungen M\u00fctter erleben nach der Entbindung Frust statt Euphorie. 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