{"id":96335,"date":"2012-03-19T00:09:04","date_gmt":"2012-03-19T00:09:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=96335"},"modified":"2012-03-19T07:15:35","modified_gmt":"2012-03-19T07:15:35","slug":"ausstellung-klimaschutz-in-der-rhon-im-groenhoff-haus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=96335","title":{"rendered":"Ausstellung \u201eKlimaschutz in der Rh\u00f6n\u201c im Groenhoff-Haus"},"content":{"rendered":"<p><strong><\/strong><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/P1020907.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-96336\" title=\"P1020907\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/P1020907-265x172.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"172\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/P1020907-265x172.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/P1020907.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Wasserkuppe. Das Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n pr\u00e4sentiert im Groenhoff-Haus auf der Wasserkuppe eine eigene Klimaschutzausstellung, welche mit Unterst\u00fctzung des Bundesamtes Naturschutz im Rahmen des Praktikums f\u00fcr die Umwelt von Clarissa Plendel erarbeitet wurde. Die Ausstellung ist noch bis Ende April zu sehen. Sie spannt den Bogen vom Menschen als Klimafaktor \u00fcber die weltweit registrierten Auswirkungen des Klimawandels bis hin zu konkreten Ver\u00e4nderungen, welche sich aktuell bereits in der Rh\u00f6n abzeichnen. Die Ausstellung zeigt aber auch, wie sich die Rh\u00f6n auf den Klimawandel einstellt und welche Ma\u00dfnahmen bereits heute getroffen werden.<!--more--><\/p>\n<p>Besorgniserregend ist der weltweit vom Menschen verursachte Anstieg der Treibhausgase Kohlendioxyd, Methan und Stickstoffoxid in der Atmosph\u00e4re. Kritisch ist dabei nicht nur der dadurch ausgel\u00f6ste Temperaturanstieg, sondern vor allem dessen rasante Geschwindigkeit. Auch in der Rh\u00f6n sind der Temperaturanstieg, zunehmende Wetterextreme wie Hitzewellen und Extremniederschl\u00e4ge bereits sp\u00fcrbar. Biologen registrieren auch eine Zunahme von W\u00e4rme liebenden Arten wie der Zebraspinne oder der Feuerlibelle. Andere, nordische Arten wie die Trollblume oder die Alpenspitzmaus befinden sich auf dem R\u00fcckzug.<\/p>\n<p>Torsten Raab, Leiter der Hessischen Verwaltungsstelle, macht aber deutlich, dass in der Rh\u00f6n l\u00e4ngst gegengesteuert wird. So ist die Ausweisung von Kernzonen auch ein wichtiger Beitrag zur Speicherung von CO<sub>2<\/sub>. Die St\u00e4rkung regionaler Wirtschaftskreisl\u00e4ufe vermindert zus\u00e4tzliche CO<sub>2-<\/sub>Emissionen. Mit dem Monitoring der Rh\u00f6ner Quellen und der Untersuchung der Rh\u00f6nvegetation durch den Arbeitskreis Netzwerk Rh\u00f6nbotanik werden die Auswirkungen des Klimawandels untersucht. Intensiv bem\u00fcht sich das Biosph\u00e4renreservat, landwirtschaftliche regenerative Energienetzwerke und Bioenergiedorfprojekte zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Als sehr konkretes Beispiel zur Einsparung von Emissionen nennt Raab die \u201eDigitale Mitfahrzentrale Rh\u00f6n\u201c. Aber auch f\u00fcr den privaten Hausbesitzer gibt es eine Reihe von M\u00f6glichkeiten, Energie effizienter zu nutzen. Heizungsbauer Andreas Kl\u00fcber aus Ebersburg-Weyhers zeigt dies am Beispiel seines 5-Kammern-Schichtenspeichers, welcher hilft, Energieverluste zu vermeiden. Die Firma Herrmann Massiv-Holz-Haus pr\u00e4sentiert das von ihm entwickelte Solar-Aktivhaus, welches dank eines gro\u00dfen W\u00e4rmespeichers und der konsequenten Ausnutzung der Sonnenenergie Energieautark funktioniert.<\/p>\n<p>Ludwig Montag, von der SynEnergie GmbH, erl\u00e4utert an den ausgestellten Leuchtmodulen, wie die \u00f6ffentliche Hand mit Hilfe modernster LED-Leuchtentechnik auch bei der Beleuchtung von Stra\u00dfen und Radwegen Energie sparen kann. Bei der Umsetzung von Biomasse-Heizanlagen ist die SynEnergie in der Rh\u00f6n ein wichtiger Partner f\u00fcr Kommunen und Privatunternehmen. Beispielhaft wird auf die Hackschnitzelheizanlage und das Nahw\u00e4rmenetz Hofbieber hingewiesen.<\/p>\n<p>Zu den G\u00e4sten bei der Ausstellungser\u00f6ffnung z\u00e4hlte auch B\u00fcrgermeister Manfred Helfrich von der Gemeinde Poppenhausen. F\u00fcr die Gemeinden weist er darauf hin, dass in vielen Rh\u00f6ner Gemeinden inzwischen gro\u00dfe Anstrengungen unternommen werden, um regionale regenerative Energien st\u00e4rker zu nutzen und Energie einzusparen. Er verweist in diesem Zusammenhang auch auf den 8. Brennholz-, Solar- und W\u00e4rmed\u00e4mmtag in der Gemeinde Poppenhausen am 22. April.<\/p>\n<p>Michael von der Tann, Vorsitzender beim Verband der Hessischen Waldbesitzer, sieht im Klimawandel eine gro\u00dfe Herausforderung f\u00fcr Waldbesitzer und die Waldbewirtschaftung. Hinsichtlich der W\u00e4rmegewinnung hat er mit der Investition in eine private Holzhackschnitzelheizung bereits selbst reagiert.<\/p>\n<p>Martin Kremer, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Vereins Natur- und Lebensraum Rh\u00f6n e.V., weist darauf hin, dass sich die Rh\u00f6n in Hessen in den letzten Jahren zu einer Vorreiterregion f\u00fcr Bioenergiedorf-Projekte entwickelt hat. Die Hackschnitzelheizanlagen von Sieblos, Weyhers, Hofbieber und Gr\u00fcsselbach sind hierf\u00fcr gute Beispiele. Auch ist die F\u00f6rderung von Bioenergie-Projekten ein F\u00f6rderschwerpunkt in der gegenw\u00e4rtigen EU-F\u00f6rderperiode mit staatlichen Zusch\u00fcssen von \u00fcber 500.000 \u00e2\u201a\u00ac.<\/p>\n<p>Die Ausstellung ist t\u00e4glich w\u00e4hrend den Dienstzeiten der Hessischen Verwaltungsstelle ge\u00f6ffnet. An den Wochenenden im M\u00e4rz ist die Ausstellung von 11.00-16.00 Uhr und im April von 10.00-18.00 Uhr ge\u00f6ffnet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Wasserkuppe. Das Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n pr\u00e4sentiert im Groenhoff-Haus auf der Wasserkuppe eine eigene Klimaschutzausstellung, welche mit Unterst\u00fctzung des Bundesamtes Naturschutz im Rahmen des Praktikums f\u00fcr die Umwelt von Clarissa Plendel erarbeitet wurde. Die Ausstellung ist noch bis Ende April zu sehen. 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