{"id":96292,"date":"2012-03-17T00:11:59","date_gmt":"2012-03-17T00:11:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=96292"},"modified":"2012-03-17T08:24:59","modified_gmt":"2012-03-17T08:24:59","slug":"anregender-workshop-zur-frauenwoche-frauenpolitik-bleibt-auch-im-gender-mainstreaming-wichtig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=96292","title":{"rendered":"Anregender Workshop zur Frauenwoche: Frauenpolitik bleibt auch im \u201eGender Mainstreaming\u201c wichtig"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/WorkshopFrauenwocheWeissinger.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-96293\" title=\"WorkshopFrauenwocheWeissinger\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/WorkshopFrauenwocheWeissinger-265x153.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"153\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/WorkshopFrauenwocheWeissinger-265x153.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/WorkshopFrauenwocheWeissinger.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Vogelsbergkreis. Das Private ist politisch. So lautete der Titel eines anregenden Workshops im Rahmen der Frauenwoche. Die anwesenden Frauen waren sich einig: Frauenpolitik bleibt auch in Zeiten von \u201eGender Maintreaming\u201c wichtig. Gender Mainstreaming bedeutet, bei allen gesellschaftlichen Vorhaben die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und M\u00e4nnern von vornherein und regelm\u00e4\u00dfig zu ber\u00fccksichtigen, da es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt. So die Definition des Bundesfrauenministeriums.<!--more--><br \/>\nSprachf\u00e4hig werden, die eigenen W\u00fcnsche und Erwartungen formulieren, gesellschaftspolitisch wichtige Themen aufgreifen, Haltungen aus Sicht der Frauen entwickeln und in die \u00f6ffentliche Diskussion einbringen \u2013 das ist der Weg zu einem guten Miteinander von Frauen und M\u00e4nnern. Diese Auffassung vertraten jedenfalls die Frauen, die sich vor wenigen Tagen unter Leitung von Irmtraud Weissinger in der Aula der Sparkasse in Lauterbach zu einem dreist\u00fcndigen Workshop getroffen hatten. Eingeladen zu der Veranstaltung hatten das Frauennetzwerk Vogelsberg unter Leitung von Christa Wachter und Gisela Lich sowie das Vogelsberger Familienb\u00fcndnis. Unterst\u00fctzt wurde die Initiative durch die Gleichstellungsbeauftragte der evangelischen Dekanate Alsfeld und Vogelsberg, Magdalena Pitzer.<\/p>\n<p>Christa Wachter vom Frauennetzwerk freute sich \u00fcber das Interesse der Frauen an der Veranstaltung und die rege Diskussion. Mit Irmtraud Weissinger, Jahrgang 1952, konnten die Veranstalterinnen eine Frau aus den ersten Stunden der autonomen Frauenbewegung in der Lauterbacher Sparkassenaula willkommen hei\u00dfen.<\/p>\n<p>Irmtraud Weissinger, Sozialarbeiterin und systemische Organisationsberaterin, hat viele Jahre als Gleichstellungsbeauftragte im evangelischen Regionalverband Frankfurt gearbeitet, bevor sie sich selbstst\u00e4ndig gemacht hat.\u00c2\u00a0 Die Frauenbewegung, die sie als gr\u00f6\u00dfte soziale Bewegung der vergangenen Jahrzehnte bezeichnet, muss sich neu definieren.<\/p>\n<p>Die alte These \u201eDas Private ist politisch\u201c hat viel bewegt. Gesetzliche Gleichstellung ist erreicht. Dennoch \u2013 die Realit\u00e4t sieht mancherorts anders aus. Beispielhaft nannte Weissinger die nicht vorhandene Entgeltgleichheit oder die Besetzung von F\u00fchrungspositionen in der Wirtschaft.<br \/>\nWas bedeutet, ein gutes Leben zu f\u00fchren, aus Sicht der Frau heute? Welche Normen, Werte, Erfahrungen bestimmen, wie FRAU die Realit\u00e4t sieht? Wo steht sich FRAU im Weg? Und wie kann die Eroberung des \u00f6ffentlichen Raums f\u00fcr FRAU gelingen.<\/p>\n<p>Diesen Fragen n\u00e4herten sich die Workshopteilnehmerinnen unter Anleitung von Irmtraud Weissinger mit der Methode des \u201eInneren Teams\u201c des Hamburger Kommunikationswissenschaftlers Professor Schulz-von-Thun an.\u00c2\u00a0 Es geht um das innere Gef\u00fchlswirrwarr, die mehreren Seelen in der Brust, die im Widerstreit miteinander liegen und einen Zwiespalt der Gef\u00fchle ausl\u00f6sen. Wichtig sei es jedes innere Teammitglied zu erkennen und eindeutig zu benennen. Eine gute \u201einnere Gespr\u00e4chsleitung\u201c sei n\u00f6tig, macht Irmtraud Weissinger deutlich. Denn je nachdem, wie sich das innere Betriebsklima\u00c2\u00a0 unter kluger Gespr\u00e4chsleitung gestaltet, gelingt die Kommunikation oder scheitert das Vorhaben.<\/p>\n<p>Welche gesellschaftlichen Bedingungen sind n\u00f6tig f\u00fcr eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und M\u00e4nnern in allen Bereichen des Lebens? Dieser Frage will sich das Frauennetzwerk verst\u00e4rkt widmen. Das Netzwerk m\u00fcsse sich weiterentwickeln zu einem \u201eLernraum f\u00fcr Frauen\u201c. Der Wunsch, sich konkrete Themen vorzunehmen und \u00f6ffentlich zu sensibilisieren, wurde mehrfach von Teilnehmerinnen eingefordert. F\u00fcr Christa Wachter vom Diakonischen Werk und Gisela Lich vom Caritasverband, die zum Leitungsteam des Frauennetzwerks Vogelsberg geh\u00f6ren, ist der Auftrag klar: Die konzeptionelle Weiterentwicklung\u00c2\u00a0 der B\u00fcndnisarbeit steht f\u00fcr die n\u00e4chsten Monate auf dem Programm der Netzwerktreffen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Vogelsbergkreis. Das Private ist politisch. So lautete der Titel eines anregenden Workshops im Rahmen der Frauenwoche. Die anwesenden Frauen waren sich einig: Frauenpolitik bleibt auch in Zeiten von \u201eGender Maintreaming\u201c wichtig. 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