{"id":96083,"date":"2012-03-11T00:10:20","date_gmt":"2012-03-11T00:10:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=96083"},"modified":"2012-03-11T09:11:02","modified_gmt":"2012-03-11T09:11:02","slug":"unternehmernetz-vogelsberg-hatte-psychologin-sigrun-gobel-zu-gast","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=96083","title":{"rendered":"UnternehmerNetz Vogelsberg hatte Psychologin Sigrun G\u00f6bel zu Gast"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/att56626.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-96086\" title=\"att56626\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/att56626-265x197.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"197\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/att56626-265x197.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/att56626.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Lauterbach. Immer, wenn Menschen kommunizieren, dann tauschen sie nicht einfach Nachrichten aus. Ausnahmslos wichtig f\u00fcr den Sender und den Empf\u00e4nger ist die Situation, in der der Austausch stattfindet. Das \u201eWie\u201c beim Kommunizieren ist nicht nur eine Randbedingung \u2013 dieses \u201eWie\u201c ist ausschlaggebend daf\u00fcr, ob eine Botschaft auch wirklich \u2013 wenigstens halbwegs \u2013 richtig verstanden wird. Das sind einige der Kernthesen, die die Diplom-Psychologin und Diplom-Biologin Sigrun G\u00f6bel vor Kurzem \u00e4u\u00dferst anschaulich, abwechslungsreich und heiter im UnternehmerNetz Vogelsberg pr\u00e4sentierte und diskutierte. Die Veranstaltung, zu der Andrea Ortstadt und Andrea Sch\u00f6nfeld von der Vogelsberg Consult GmbH im Rahmen der Qualifizierungsoffensive Vogelsberg eingeladen hatten, fand im Kellergew\u00f6lbe der Praxis von Naturheilpraktiker Dr. Hartmut Fischer in Lauterbach statt.<!--more--><br \/>\nOrtstadt und Sch\u00f6nfeld sind f\u00fcr die Qualifizierungsoffensive Vogelsberg verantwortlich. Sie wollen Unternehmen und Arbeitnehmer f\u00fcr die Notwendigkeit von Weiterbildung sensibilisieren und informieren auch \u00fcber F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten, zum Beispiel \u00fcber den sogenannten Qualifizierungs-Scheck. Zu den wichtigen Themen in diesem Feld z\u00e4hlt auch die Kommunikation. Eingeladen waren in Lauterbach Unternehmerinnen und Unternehmer und F\u00fchrungskr\u00e4fte. Erfolgreich kommunizieren, das ist wichtig f\u00fcr den Chef im Dialog mit seinen Angestellten, wichtig auf der Kollegenebene und nat\u00fcrlich unverzichtbar, wenn\u00e2\u20ac\u2122s \u00f6konomisch wird: beim Dialog mit dem Kunden. Wenn es mit der Kommunikation nicht klappt, dann wird es auch nichts mit der Gesch\u00e4ftsbeziehung. Und dabei geht es bei Weitem nicht nur um die Frage von Kosten und Lieferbedingungen. Sigrun G\u00f6bels Erfahrung und Rat: Daf\u00fcr, dass die \u201eChemie stimmt\u201c, daf\u00fcr kann man\/frau durchaus etwas tun.<\/p>\n<p>Dazu geh\u00f6re vor allem, sich bewusst zu werden, dass Kommunikation immer stattfindet \u2013 auch wenn wir gerade mal nicht reden. \u201eMan kann nicht nicht kommunizieren \u2013 wir versenden immer Botschaften\u201c, so die Organisations- und Personalentwicklerin. Man solle nie davon ausgehen, der andere werde schon alles richtig verstehen. Mitnichten. Daher trug der Vortrag der Psychologin berechtigt den Titel \u201eDie hohe Kunst der Kommunikation\u201c. Ja, so G\u00f6bel, es erfordere Geschick, ein Sich-Einlassen, ein Einsp\u00fcren des gerade Notwendigen, vor allem ein Einf\u00fchlen in die \u2013 durchaus berechtigten \u2013 Vorstellungen und Erwartungen des anderen. Wenn es zu einem echten \u201eFlow\u201c komme, der von Wertsch\u00e4tzung und Einf\u00fchlung gepr\u00e4gt sei, dann vermittelten sich die harten Fakten einer Nachricht dann erfolgreich quasi nebenbei. Die Kommunikation werde stabil \u2013 und auch nachhaltig stabil, was bei Kundenkontakten herausragend wichtig sei.<\/p>\n<p>Versteht der andere wirklich was ich meine? Diese Frage schwinge bei jeder Kommunikation mit. Unterst\u00fctzt werde die Glaubw\u00fcrdigkeit einer Nachricht, einer Botschaft, eines Vorschlags, eines Angebots dadurch, dass die K\u00f6rpersprache dazu passe, also von Offenheit, Gelassenheit und Selbstwertgef\u00fchl gepr\u00e4gt sei. Man solle sich getrost davon verabschieden, dies k\u00f6nne fehlerfrei geschehen. Es gebe immer Missverst\u00e4ndnisse. Sie wertsch\u00e4tzend aufzul\u00f6sen sei geradezu der \u201eKulturauftrag\u201c von Kommunikation. Kommunikation sei immer eine Art von Beziehung, nie nur kalte Nachrichten\u00fcbertragung. Und die Beziehung bestimme den Inhalt, sie f\u00e4rbe ihn sozusagen.<\/p>\n<p>An einem einfachen Beispiel machte Frau G\u00f6bel klar, dass man durchaus mit \u201evier verschiedenen Ohren\u201c h\u00f6ren kann, was wohl der \u201eSender\u201c meint. Und das f\u00fchlt sich in der Tat ganz unterschiedlich an. Der simple Satz: \u201eDein Schreibtisch k\u00f6nnte auch mal wieder aufger\u00e4umt werden\u201c birgt jede Menge Emotionsanteile. So kann der H\u00f6rer sowohl die Sachinformation heraush\u00f6ren, als auch den Appell, jetzt endlich ordentlich zu sein. Der H\u00f6rer kann aber den Hinweis auch einfach dazu verwenden, den Sender als \u201eWichtigtuer\u201c einzusortieren. Oder aber die Botschaft landet voll auf der Beziehungsebene: der Empf\u00e4nger f\u00fchlt sich verletzt und h\u00f6rt: \u201eOh Gott, der findet mich schlampig!\u201c Dieser vielen Ebenen m\u00fcsse man sich stets bewusst sein. Sich in aller Gelassenheit vergewissern und reflektieren: was ist wohl am ehesten gemeint \u2013 und dann angemessen zu senden und zu empfangen \u2013 das sei die hohe Kunst der Kommunikation. Lebendige Fingerzeige f\u00fcr den Alltag \u2013 so kann der hochinteressante Impulsvortrag von Sigrun G\u00f6bel am besten zusammengefasst werden.<\/p>\n<p>Die therapeutische Akademie Dr. Hartmut Fischer<\/p>\n<p>Die Veranstaltung im Seminarraum des Praxisinstituts Naturmedizin von Dr. Harmut Fischer in Lauterbach ist bei den Unternehmern und F\u00fchrungskr\u00e4ften gut angekommen. Normalerweise ist das Kellergew\u00f6lbe in der Vogelsbergstra\u00dfe der Lernort f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler w\u00e4hrend ihrer 18-monatigen Ausbildung f\u00fcr die gro\u00dfe Heilpraktikerpr\u00fcfung.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Zukunft sind in der therapeutischen Akademie von Dr. Fischer zus\u00e4tzliche Lehrg\u00e4nge f\u00fcr spezielle Behandlungsmethoden geplant, wie Dr. Fischer berichtete. Er freue sich darauf, mit weiteren erfolgreichen und talentierten Absolventen ein therapeutisches Netzwerk zu etablieren und Begleitung auf dem Weg in die Selbstst\u00e4ndigkeit anzubieten. Er selbst hat sich in seiner Praxis auf die Therapie von Autoimmunerkrankungen, Tumoren und chronischen Infektionen spezialisiert. Dabei steht er in Kontakt mit Wissenschaftlern und alternativ orientierten \u00c4rzten. Die entsprechenden Forschungs- und Behandlungserfolge will Dr. Fischer nicht nur seinen Sch\u00fclern, sondern allen Menschen die an ganzheitlicher Behandlung interessiert sind zug\u00e4nglich machen. Sie sind deshalb auch Inhalt eines anwendungsorientierten Sachbuches, das Dr. Fischer im Sp\u00e4tsommer ver\u00f6ffentlichen wird.<\/p>\n<p><strong>UnternehmerNetz und Qualifizierungsoffensive Vogelsberg<\/strong><\/p>\n<p>Die beiden Qualifizierungsbeauftragten f\u00fcr den Vogelsbergkreis, Andrea Sch\u00f6nfeld und Andrea Ortstadt von der Vogelsberg Consult GmbH, m\u00f6chten mit der Veranstaltungsreihe UnternehmerNetz Vogelsberg nicht nur den Teilnehmern selbst Weiterbildung erm\u00f6glichen, sondern auch Unternehmerinnen und Unternehmer aus kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) f\u00fcr die Notwendigkeit der Weiterbildung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sensibilisieren. Erh\u00f6hung der Weiterbildungsquote vor dem Hintergrund des bestehenden oder drohenden Facharbeitermangels ist nach Auffassung der Fachleute das Gebot der Stunde. Aus Sicht der beiden neuen Qualifikationsbeauftragten Sch\u00f6nfeld und Ortstadt ist die Erh\u00f6hung der Weiterbildungsquote eine \u201eWin-Win-Win-Situation\u201c: Weiterbildung nutzt dem Mitarbeiter, weil die Perspektiven sich verbessern und die Sicherheit des Arbeitsplatzes erh\u00f6ht wird. Zum Zweiten st\u00e4rkt Weiterbildung die Wirtschaftskraft des Unternehmens und nicht zuletzt auch die Stabilit\u00e4t und den Arbeitsmarkt der gesamten Region.<\/p>\n<p>Die Vogelsberg Consult ist verantwortlich f\u00fcr die Durchf\u00fchrung der Qualifizierungsoffensive, die vom Land Hessen und von der Europ\u00e4ischen Union gef\u00f6rdert wird.<\/p>\n<p>Zm Foto: Referentin Sigrun G\u00f6bel (rechts) machte gestenreich deutlich, wie vielf\u00e4ltig Kommunikation abl\u00e4uft. Auf dem Foto von links: Andrea Ortstadt und Andrea Sch\u00f6nfeld von der Vogelsberg Consult GmbH, die f\u00fcr die Qualifizierungsoffensive und das UnternehmerNetz Vogelsberg verantwortlich sind. Foto: Vogelsberg Consult GmbH<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Lauterbach. Immer, wenn Menschen kommunizieren, dann tauschen sie nicht einfach Nachrichten aus. Ausnahmslos wichtig f\u00fcr den Sender und den Empf\u00e4nger ist die Situation, in der der Austausch stattfindet. 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